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Leben

Warum wächst mit den Jahren die Prostata und werden die Haare weniger?

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karlyukav - freepik.com

Ingelheim (ots) Androgenetischer Haarausfall entwickelt sich oft schleichend, wird mit dem Alter stärker und betrifft sehr viele Männer. Ähnlich verhält es sich mit chronischen Erkrankungen der Prostata. Die benigne Prostata-Hyperplasie (gutartige Prostatavergrößerung) und das Prostatakarzinom sind beides chronische Erkrankungen, die relativ früh im Leben beginnen und nur langsam fortschreiten. Ab dem 50. Lebensjahr sind Veränderungen der Prostata jedoch weit verbreitet, so dass die Diagnose Prostata-Hyperplasie häufig bereits als “normal” gilt.

Das symmetrisch verlaufende, langsam-stetige Fortschreiten von Prostataleiden und Haarausfall ist kein Zufall. Zwar zählt zu den Ursachen in beiden Fällen eine genetische Komponente, aber auch Ernährung und Lebensweise haben einen entscheidenden Einfluss. Männlicher Haarausfall geht mit einem deutlich erhöhten Risiko für aggressiven und tödlich verlaufenden Prostatakrebs einher, wie inzwischen viele große Studien belegen. Konkret war Glatzköpfigkeit in einer Studie mit über 4300 Männern mit einem 56% höheren Risiko für tödlichen Prostatakrebs verbunden. Allein dieser Befund legt nahe, dass bei Haarausfall und Prostatakrebs ähnliche pathophysiologische Mechanismen zu Grunde liegen. Früher Haarausfall bei Männern ist damit kein rein kosmetisches Problem.

Am deutlichsten zeigen Studien aus Asien, dass nicht die Genetik die entscheidende Rolle spielen kann, sondern die Ernährungs- und Lebensweise. In Japan und China haben das Trio von Haarverlust, Prostata-Hyperplasie und Prostatakrebs im Gleichschritt mit der Verwestlichung extrem stark zugenommen, nachdem sie ursprünglich quasi unbekannt waren. Migrationsstudien zeichnen schon lange das gleiche Bild: Asiaten, die in die USA zogen, entwickelten die gleichen Erkrankungen wie die dortige Bevölkerung; insbesondere das Prostatakrebsrisiko stieg dramatisch. Je westlicher die Ernährungs- und Lebensweise wurde, desto mehr nahmen auch bei Asiaten Glatze und Prostataprobleme zu. Doch was sind die Mechanismen?

Wie Prostata-Hyperplasie und Prostatakrebs entstehen

Bei einer typisch-westlichen Ernährung und bewegungsarmer Lebensweise finden sich im Blut zu viele Fette, Cholesterin, Zucker, Insulin, IGF-1 und Aminosäuren, die einen wachstumsfördernden Nährboden bilden und ideale Voraussetzungen für sowohl gut- als auch bösartiges Zellwachstum schaffen. Auch die Ausschüttung von Hormonen wird so stimuliert, denn aus Cholesterin werden alle Geschlechtshormone gebildet. Erhöhte Cholesterinwerte steigern die Produktion von Östrogenen, Testosteron und Dihydrotestosteron (DHT). DHT ist das auf genetischer Ebene am stärksten wirksame Testosteron, fördert die Prostata-Hyperplasie und wirkt potentiell krebsfördernd. DHT wird durch das pH-abhängige Enzym 5-alpha-Reduktase aus Testosteron gebildet, weshalb eine hohe Enzymtätigkeit der 5-alpha-Reduktase das Prostatakrebsrisiko erhöht.

Die Zusammensetzung des Urins ist dabei ein entscheidender Faktor: Saurer, konzentrierter Urin ist besonders reizend und proentzündlich, vor allem die im Urin allgegenwärtige Harnsäure. Der saure Urin erhöht zudem die Aktivität der 5-alpha-Reduktase und damit die Bildung von DHT um ein Vielfaches. Das pH-Optimum der 5-alpha-Reduktase vom Typ II in der Prostata liegt bei pH 5,5. Die Aktivität der 5-alpha-Reduktase ist bei diesem pH-Wert 4-fach höher als bei einem neutralen pH-Wert von 7. Fatalerweise ist der Morgenurin bei Männern mit westlichem Ernährungs- und Lebensstil fast immer sauer.

5-alpha-Reduktase und DHT sind auch bei Haarausfall entscheidend

Der androgenetische Haarausfall ist überwiegend auf die Bindung von DHT an den Androgenrezeptor zurückzuführen. Die prädisponierte Kopfhaut weist ähnlich wie die Prostata hohe DHT-Spiegel und damit eine erhöhte Expression des Androgenrezeptors auf. DHT lässt die Haarfollikel auf diese Weise immer kleiner werden; die Wachstumsphase der Haare wird kürzer und es kommt zu Haarausfall.

DHT wird auch auf der Kopfhaut aus dem Enzym 5-alpha-Reduktase gebildet. Da die Kopfhaut des Mannes oftmals besonders sauer ist, ist auch die Aktivität des Enzyms sehr hoch.

Für die Haut wird ein pH-Wert von 5,5 als “neutral” postuliert, was ein Irrtum ist. Die Haut ist neben den Nieren das wichtigste Ausscheidungsorgan für fixe Säuren und nur deshalb bei unserer Ernährungsweise so sauer – analog zum Urin.

Von der Ursache zur Lösung

Die typische westliche Ernährung mit vielen tierischen Lebensmitteln, Weißmehl und verarbeiteten, salzreichen Fertigprodukten ist stark säurebildend. Alkohol, Nikotin, Zucker, Bewegungsmangel und Stress tragen ebenfalls zur übermäßigen Bildung von Säuren bei. Unser Körper besitzt umfangreiche Puffersysteme und Ausscheidungswege; eine dauerhafte Säureüberlastung lässt die Systeme jedoch an ihre Grenzen stoßen – es kommt zu einer latenten metabolischen Azidose. Mit zunehmendem Alter nehmen Stoffwechsel- und Nierenfunktion zudem langsam ab, was zu stetig vorschreitendem Haarausfall und einer Prostata-Hyperplasie beiträgt.

Zahlreiche Studien zeigen: Der beste Weg, um Prostatakrebs vorzubeugen und das Fortschreiten einer bestehenden Erkrankung zu hemmen, ist eine vollwertige, pflanzliche Ernährung. Diese ist von Natur aus basenbildend, alkalisiert den Urin und verhindert so die Bildung stark proentzündlicher kristalliner Harnsäure. Daneben enthält sie reichlich Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe.

Bei Prostataproblemen empfiehlt sich neben einer Ernährungsumstellung die Einnahme von basenbildenden Mineralstoffen in Citrat-Verbindungen; die Zufuhr vor dem Schlaf ist dabei besonders wichtig. Dabei spielen vor allem basenbildendes Kalium, Magnesium und (moderat dosiertes) Calcium eine wichtige Rolle. Die wichtigste Mineralstoffverbindung in Gemüse und Obst ist Kaliumcitrat. Das Verhältnis von Calcium zu Magnesium beträgt dort 3:2, in Milch dagegen 10:1. Daher liefert wenig verarbeitete pflanzliche Kost nicht nur ein optimales Mineralstoffspektrum, sondern senkt auch das Prostatakrebsrisiko. Zu viele Milchprodukte und Fleischerzeugnisse erhöhen dagegen das Risiko für Prostatakrebs deutlich.

Wer eine Glatze vermeiden möchte, sollte frühzeitig mit einer pflanzenbasierten, basischen Ernährungsweise beginnen. Denn sind die Haarfollikel einmal abgestorben, kommen sie nicht mehr so einfach zurück. Wer bereits unter starkem Haarausfall leidet, profitiert ebenfalls davon. Dann verlangsamt eine solche Ernährungsumstellung den Haarausfall, unterstützt die Prostata und schützt vor vielen weiteren Zivilisationserkrankungen.

Den ausführlichen Artikel inkl. Literaturangaben finden Sie auf https://drjacobsinstitut.de/downloads-presse/

Dr. Jacobs Institut

Das Dr. Jacobs Institut für komplementär-medizinische Forschung hat sich zum Ziel gesetzt, ganzheitliche Zusammenhänge in der Ernährungswissenschaft, Naturheilkunde und Erfahrungsheilkunde wissenschaftlich aufzuklären und wirkungsvolle Therapien zu verbessern.

Prostatakrebs-Kompass – Prävention und komplementäre Therapie mit der richtigen Ernährungs- und Lebensweise

Der “Prostatakrebs-Kompass” von Dr. med. L.M. Jacob hat das Ziel, einen Weg durch den Dschungel der verschiedensten Meinungen zur richtigen Ernährungs- und Lebensweise bei Prostatakrebs aufzuzeigen. Das Fachbuch mit nahezu 1.000 zitierten Studien erklärt die vielen Widersprüche und liefert ein mehrdimensionales Gesamtbild. Es vereint die epidemiologisch und klinisch besten Konzepte zur Ernährungs- und Lebensweise bei Prostatakrebs in einem praxisnahen Aktionsplan.

Nach Abschluss der obligatorischen Schule absolvierte Marti eine dreijährige Ausbildung zum Koch in der Schweiz. Militärdienst als Presse und Informationsoffizier, anschliessend fotografierte er international für Modezeitschriften. Seit 2020 als Chefredakteur für dasKomma tätig.

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Aktuell

Moderner Fünfkampf: Zehn Nationen an der offenen Schweizermeisterschaft in Bern am Start

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In der Mehrzweckhalle sowie auf der Fahnenwiese der Schweizer Armee an der Papiermühlestrasse finden die Disziplinen Fechten und Laser-Run (Kombination von Schiessen und Laufen) statt. Der Anlass ist öffentlich und Zuschauer sind herzlich willkommen.

 

Moderner Fünfkampf: Zehn Nationen an der offenen Schweizermeisterschaft in Bern am Start

Reiten, Fechten, Schwimmen und Laufen in Kombination mit Schiessen – fünf Disziplinen an einem Tag! Dieser Herausforderung stellen sich rund 60 Athletinnen und Athleten aus zehn Nationen an der offenen Schweizermeisterschaft im Modernen Fünfkampf vom 1. bis 3. Juli in Bern. Auch der Nachwuchs ist am Start und bestreitet je nach Alter den Wettkampf als Vier- oder Dreikampf an einem Tag.

«Alles ist angerichtet und wir freuen uns, dass unsere Elite, der Nachwuchs wie auch Athletinnen und Athleten aus zehn verschiedenen Nationen am 32. Turnier von Bern im Modernen Fünf-, Vier- und Dreikampf bei der offenen Schweizermeisterschaft teilnehmen», sagt der neue OK-Präsident Bernhard Kocher. Die Vorbereitungen für das Turnier laufen auf Hochtouren und ist mit den fünf Disziplinen organisatorisch anspruchsvoll. Für die Wettkämpfe vom 1. bis 3. Juli 2022 haben sich rund 60 Athletinnen und Athleten aus zehn verschiedenen Nationen angemeldet – auch die beiden Titelverteidiger Anna Jurt und Alexandre Dällenbach nehmen teil.

Attraktive Wettkämpfe für Zuschauer

Am Freitag und Samstag findet das Reiten auf dem Gelände des Nationalen Pferdesportzentrums in Bern statt. Und am Sonntag startet der Wettkampftag mit der Disziplin Schwimmen um 8.30 Uhr im Hallenbad Wyler. Ab 10.30 Uhr können Interessierte den Wettkämpfen im Fechten zuschauen, die in der Mehrzweckhalle an der Papiermühlestrasse in Bern stattfinden. Ab 15 bis 18 Uhr steht auf der Wiese davor die spannende Disziplin Laser-Run, eine Kombination mit Schiessen (Laserpistolen) und Laufen auf dem Programm. Besonders dieses Wettkampfformat bietet für die Zuschauer viel Spektakel, weil die Athletinnen und Athleten je nach Punkten mit Vorsprung starten und von der Konkurrenz verfolgt werden. Neben der Laufstärke ist bei dieser Disziplin zum Abschluss des intensiven Wettkampftages auch die Treffsicherheit gefordert. Im Anschluss an den Laser-Run finden die Siegerehrungen statt. Der Anlass ist öffentlich und Zuschauer sind herzlich willkommen.

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Aktuell

Excellence Gourmetfestival ’22 zwischen Basel und Strassburg

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Bildrechte: Excellence Fotograf: Frank Schwarzbach

Weinfelden (ots)

 

Das gute Essen, die hohe Kunst am Herd – das gehört zu den Dingen, auf die man bei der Badener Familienreederei Excellence besonders stolz ist. Die Krönung zum Saisonende: das Excellence Gourmetfestival. Jetzt wurde die Liste der Gastköche bekanntgegeben. Im 10. Jahr des Gipfeltreffens zwischen Basel und Strassburg heuern 35 hochkarätige Köchinnen und Köche an Bord an. Sie bringen es auf insgesamt 560 Gault-Millau-Punkte und 51 Michelin-Sterne. Neben den Stars am Herd treten im Jubiläumsjahr auch Musikstars der Extraklasse auf: Pepe Lienhard und Nubya.

Das gibt’s auf keinem Schiff? Doch. Das Setting des Excellence Gourmetfestivals auf zwei eleganten Flusslinern ist weltweit einmalig. 2013 startete das Festival mit acht Gastköchen. Stephan Frei, Geschäftsführer und Initiator des Events ist selbst erstaunt, wie sich das Festival in den letzten zehn Jahren entwickelt hat. “Nie hätte ich gedacht, dass wir so viel Zuspruch für unsere Fine-Dining-Trips erhalten.” Grund für den Erfolg? Das sei natürlich in erster Linie die ausserordentliche Kochkunst der Gastköche. “Aber unsere Gäste mögen es auch, mit den Köchinnen und Köchen auf Tuchfühlung zu gehen, etwas über ihre Kochphilosophie, die Idee hinter ihren Gerichten zu erfahren und sie auch als Mensch kennenzulernen.” Und dass nach dem Gala-Menü mit Weinbegleitung das behagliche Bett nur wenige Schritte entfernt sei, habe natürlich auch seinen Reiz, so Frei.

Gipfeltreffen der Kochgilde. Es ist die erste Riege der Kochzunft, die Abend für Abend das Publikum begeistert. Klassiker und Avantgardistinnen, gestandene Grandchefs und kreative Talente. Sie zeigen die grosse Vielfalt der Hochküche. Und es ist unübersehbar: Was in den kulinarischen Ideenschmieden geschieht, ist spannend wie nie zuvor. Mehr denn je wird mit verblüffender Kreativität und Mut gekocht. Zu den grossen Namen der 3-Sterne- und 19-Punkte-Chefs gehören Peter Knogl, Tanja Grandits, Heiko Nieder, der Berliner Tim Raue. Ausserdem gastiert der amtierende Gault-Millau-Koch des Jahres Mitja Birlo und der Aufsteiger des Jahres Jeroen Achtien. Aus Slowenien reist die grandiose Autodidaktin Ana Ros an, deren Lokal im Ranking der “Best Restaurants of the World” Platz 21 belegt. Aus den Niederlanden kommt Jan Boerma, der sein berühmtes 3-Sterne-Restaurant “De Leest” schloss und nun am Festival mit Stefan Heilemann zum Four- Hands-Dinner antritt. Dominik Hartmann serviert grandiose vegetarische Küche auf 2-Sterne-Niveau.

Special Acts zum 10-Jährigen. An den Gala-Nights zum Jubiläum treten neben den Meisterköchen Stars der Musikszene auf. Rico Zandonella mit dem legendären Pepe Lienhard & Band und an der Festival-Dernière Dieter Koschina (2-Sterne, Vila Joya, Albufeira) mit der fantastischen Basler Sängerin Nubya.

Sieben Conférenciers, darunter Sven Epiney, Rainer Maria Salzgeber, Nicole Berchtold oder Dani Fohrler führen durch die Gourmet-Galas, berichten zu jedem Gang Interessantes aus der Küche und befragen die Sommeliers – bis zum grossen Finale, wenn die Chefs mit ihrer Crew unter grossem Applaus vor die Gäste treten. Die Gourmet-Nacht endet mit Jazz-, Soul-, Rock und Dance-Sounds bei einem letzten Drink in der Lounge. Wer in Basel an Bord geht, erwacht in Strassburg, oder umgekehrt.

Volle CO2-Kompensation und Frischluft an Bord. Eine 100%-Klimakompensation auf Basis der CO2- Bilanzberechnung der Stiftung Myclimate ist Teil des Reisearrangements und der Nachhaltigkeitsstrategie von Excellence. Die innovative Ionisierungstechnologie von Excellence befreit die Atemluft an Bord und im Bus von virustragenden Aerosolen und schädlichen Partikeln.

Das Excellence Gourmetfestival ’22. Grosse Kochkunst, grosse Weine, prominente Moderator/innen, gute Live-Sounds und Begegnungen mit Freunden der guten Küche. Die exquisiten 2-tägigen Fine Dining-Trips zwischen Basel und Strassburg finden vom 14.10. – 27.11.22 auf den eleganten Flusslinern Excellence Countess und Excellence Princess statt.

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Leben

5 Fakten über Sex und Behinderung, die jeder wissen sollte

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Hamburg (ots)

 

  • LELO klärt über 5 Fakten in Bezug auf Sex und Behinderung auf.
  • Das Thema Sexualität ist mit lauter Vorurteilen behaftet.
  • 49 % der Befragten mit Behinderung haben den Wunsch, die falsche Vorstellung zu entkräften, sie seien asexuell.
  • Sex ist nicht schwarzweiß zu denken – es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, sexuelle Gefühle auszudrücken.
  • Bei allen Menschen ist es von großer Bedeutung, dass sie sexuell aufgeklärt sind und stets Zugang zu wichtigen Informationen haben.

Menschen mit Behinderung haben es aufgrund von häufig fehlender Barrierefreiheit und Mangel von Integrationsmöglichkeiten in vielen Bereichen schwerer als Menschen ohne Behinderung. So fühlen sich laut einer Umfrage von LELO in Zusammenarbeit mit Censuswide 10% der Menschen mit Behinderung an den Rand gedrängt. Diese Umfrage wurde im Frühjahr unter rund 1.000 Erwachsenen in Deutschland in Auftrag gegeben, bei der die Hälfte der Befragten Menschen mit Behinderung sind. Ob auf dem Weg zur Bahn oder auf der Suche nach einem Beruf – oft wird Inklusion in vielen Lebensbereichen nicht genügend berücksichtigt. Zudem sehen sie sich Vorurteilen und Missverständnissen gegenüber.

Diese Annahmen machen auch beim Thema Sex nicht halt und so sehen sich viele Menschen mit Behinderung in Sachen Sex und Sexualität mit Stigmata konfrontiert. Der schwedische Sextoy-Hersteller LELO hat es sich deshalb zur Aufgabe gemacht, Aufklärung zu leisten und entschieden, gegen das Vorherrschen dieser Vorurteile anzugehen.

Denn für LELO sind Inklusion und Diversität bei der Frage Sex besonders wichtig. Das fängt bereits damit an, dass bei Produkten und ihrer Vermarktung darauf geachtet wird, alle Menschen zu inkludieren. Bei der LELO Umfrage kam außerdem auch heraus, dass 49 % der Befragten mit Behinderung den Wunsch haben, die falsche Vorstellung zu entkräften, sie seien asexuell. Ein ähnlicher Prozentsatz war außerdem der Meinung, dass ihre Sexualität aufgrund ihrer Behinderung oft falsch eingeschätzt wird (48 %).

Für LELO ist klar: Mit diesen falschen Vorstellungen muss endlich Schluss sein und jeder Einzelne kann durch gezielte Aufklärung dazu beitragen. Um einen kleinen Schritt in Richtung Veränderung zu gehen, hat LELO die folgenden 5 Fakten aufbereitet, die jeder in Bezug auf Sex, Sexualität und Behinderung wissen muss.

Fakt 1: Menschen mit Behinderung können Sex haben und diesen genießen

Eine der größten Hürden, die Menschen mit Behinderung überkommen müssen, ist die ständige Annahme, dass sie nicht sexuell seien. Das stimmt natürlich nicht! Auch sie können sexuelle Bedürfnisse haben, Sex haben und wenn sie möchten auch auf eine abenteuerliche Art. Am Ende des Tages kann jeder für sich selbst entscheiden, ob er intime Beziehungen eingehen möchte.

Fakt 2: Menschen mit Behinderung können Sex haben

Die Möglichkeit “traditionellen” Sex zu haben, kann von der Behinderung einer Person abhängen. Sex ist jedoch nicht schwarzweiß zu denken – es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, sexuelle Gefühle auszudrücken. Für jemanden mit einer Behinderung ist vielleicht nur ein wenig Vorausplanung, Kreativität, Unterstützung und Ausprobieren erforderlich, um eine angenehme Stellung zu finden. Es gibt außerdem keine “richtige” Art und Weise Sex zu haben, sondern es kommt nur darauf an sich wohlzufühlen.

Fakt 3: Menschen mit Behinderung haben nicht nur miteinander Sex

Die Einstellung, dass Menschen mit Behinderung nur miteinander sexuelle Beziehungen eingehen, schränkt die Möglichkeit ein, liebevolle Beziehungen zu entwickeln. Außerdem definiert diese Denkweise jemanden zuerst als Mensch mit Behinderung und erst danach als Mensch. Solange alle Partner glücklich und sicher sind, können sie ein gesundes Sexualleben eingehen. Außerdem stellt eine Beziehung zu einem Menschen mit Behinderung keine Belastung dar! Alle Beziehungen erfordern harte Arbeit und Kompromisse, und mit einer Behinderung zu leben, bedeutet nicht, dass man weniger zu einer Beziehung beiträgt.

Fakt 4: Beim Sex geht es nicht nur um die Intimbereiche

Nur weil jemand keine Erektion oder keinen Orgasmus im “traditionellen” Sinne bekommen kann, heißt es noch lange nicht, dass er Sex nicht genießen kann. So haben beispielsweise Menschen mit Rückenmarksverletzungen berichtet, dass sie bei der Stimulation von Bereichen wie Armen, Ohrläppchen, Nacken, Wangen und Brustwarzen großes Vergnügen empfinden – so sehr, dass es sogar zum Orgasmus führen kann! Es geht nur darum, herauszufinden, was einem persönlich gefällt und was nicht – und das geht am besten mit einem liebevollen Partner, dem man vertraut!

Fakt 5: Alle Menschen müssen Sex lernen und verstehen

Bei allen Menschen ist es von großer Bedeutung, dass sie sexuell aufgeklärt sind und stets Zugang zu wichtigen Informationen haben. Die Themen Consent, Geschlechtskrankheiten, Verhütung, Schwangerschaft und Safe Sex sind ein wichtiger Teil dieser Aufklärung. Nicht nur Menschen mit Behinderung müssen eine angenehme Umgebung vorfinden, in der sie offen über ihre Erfahrungen sprechen können. Wenn Beschwerden benannt werden, müssen diese ernst genommen und angemessen beantwortet werden.

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Warum wächst mit den Jahren die Prostata und werden die Haare weniger?

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karlyukav - freepik.com

Ingelheim (ots) Androgenetischer Haarausfall entwickelt sich oft schleichend, wird mit dem Alter stärker und betrifft sehr viele Männer. Ähnlich verhält es sich mit chronischen Erkrankungen der Prostata. Die benigne Prostata-Hyperplasie (gutartige Prostatavergrößerung) und das Prostatakarzinom sind beides chronische Erkrankungen, die relativ früh im Leben beginnen und nur langsam fortschreiten. Ab dem 50. Lebensjahr sind Veränderungen der Prostata jedoch weit verbreitet, so dass die Diagnose Prostata-Hyperplasie häufig bereits als “normal” gilt.

Das symmetrisch verlaufende, langsam-stetige Fortschreiten von Prostataleiden und Haarausfall ist kein Zufall. Zwar zählt zu den Ursachen in beiden Fällen eine genetische Komponente, aber auch Ernährung und Lebensweise haben einen entscheidenden Einfluss. Männlicher Haarausfall geht mit einem deutlich erhöhten Risiko für aggressiven und tödlich verlaufenden Prostatakrebs einher, wie inzwischen viele große Studien belegen. Konkret war Glatzköpfigkeit in einer Studie mit über 4300 Männern mit einem 56% höheren Risiko für tödlichen Prostatakrebs verbunden. Allein dieser Befund legt nahe, dass bei Haarausfall und Prostatakrebs ähnliche pathophysiologische Mechanismen zu Grunde liegen. Früher Haarausfall bei Männern ist damit kein rein kosmetisches Problem.

Am deutlichsten zeigen Studien aus Asien, dass nicht die Genetik die entscheidende Rolle spielen kann, sondern die Ernährungs- und Lebensweise. In Japan und China haben das Trio von Haarverlust, Prostata-Hyperplasie und Prostatakrebs im Gleichschritt mit der Verwestlichung extrem stark zugenommen, nachdem sie ursprünglich quasi unbekannt waren. Migrationsstudien zeichnen schon lange das gleiche Bild: Asiaten, die in die USA zogen, entwickelten die gleichen Erkrankungen wie die dortige Bevölkerung; insbesondere das Prostatakrebsrisiko stieg dramatisch. Je westlicher die Ernährungs- und Lebensweise wurde, desto mehr nahmen auch bei Asiaten Glatze und Prostataprobleme zu. Doch was sind die Mechanismen?

Wie Prostata-Hyperplasie und Prostatakrebs entstehen

Bei einer typisch-westlichen Ernährung und bewegungsarmer Lebensweise finden sich im Blut zu viele Fette, Cholesterin, Zucker, Insulin, IGF-1 und Aminosäuren, die einen wachstumsfördernden Nährboden bilden und ideale Voraussetzungen für sowohl gut- als auch bösartiges Zellwachstum schaffen. Auch die Ausschüttung von Hormonen wird so stimuliert, denn aus Cholesterin werden alle Geschlechtshormone gebildet. Erhöhte Cholesterinwerte steigern die Produktion von Östrogenen, Testosteron und Dihydrotestosteron (DHT). DHT ist das auf genetischer Ebene am stärksten wirksame Testosteron, fördert die Prostata-Hyperplasie und wirkt potentiell krebsfördernd. DHT wird durch das pH-abhängige Enzym 5-alpha-Reduktase aus Testosteron gebildet, weshalb eine hohe Enzymtätigkeit der 5-alpha-Reduktase das Prostatakrebsrisiko erhöht.

Die Zusammensetzung des Urins ist dabei ein entscheidender Faktor: Saurer, konzentrierter Urin ist besonders reizend und proentzündlich, vor allem die im Urin allgegenwärtige Harnsäure. Der saure Urin erhöht zudem die Aktivität der 5-alpha-Reduktase und damit die Bildung von DHT um ein Vielfaches. Das pH-Optimum der 5-alpha-Reduktase vom Typ II in der Prostata liegt bei pH 5,5. Die Aktivität der 5-alpha-Reduktase ist bei diesem pH-Wert 4-fach höher als bei einem neutralen pH-Wert von 7. Fatalerweise ist der Morgenurin bei Männern mit westlichem Ernährungs- und Lebensstil fast immer sauer.

5-alpha-Reduktase und DHT sind auch bei Haarausfall entscheidend

Der androgenetische Haarausfall ist überwiegend auf die Bindung von DHT an den Androgenrezeptor zurückzuführen. Die prädisponierte Kopfhaut weist ähnlich wie die Prostata hohe DHT-Spiegel und damit eine erhöhte Expression des Androgenrezeptors auf. DHT lässt die Haarfollikel auf diese Weise immer kleiner werden; die Wachstumsphase der Haare wird kürzer und es kommt zu Haarausfall.

DHT wird auch auf der Kopfhaut aus dem Enzym 5-alpha-Reduktase gebildet. Da die Kopfhaut des Mannes oftmals besonders sauer ist, ist auch die Aktivität des Enzyms sehr hoch.

Für die Haut wird ein pH-Wert von 5,5 als “neutral” postuliert, was ein Irrtum ist. Die Haut ist neben den Nieren das wichtigste Ausscheidungsorgan für fixe Säuren und nur deshalb bei unserer Ernährungsweise so sauer – analog zum Urin.

Von der Ursache zur Lösung

Die typische westliche Ernährung mit vielen tierischen Lebensmitteln, Weißmehl und verarbeiteten, salzreichen Fertigprodukten ist stark säurebildend. Alkohol, Nikotin, Zucker, Bewegungsmangel und Stress tragen ebenfalls zur übermäßigen Bildung von Säuren bei. Unser Körper besitzt umfangreiche Puffersysteme und Ausscheidungswege; eine dauerhafte Säureüberlastung lässt die Systeme jedoch an ihre Grenzen stoßen – es kommt zu einer latenten metabolischen Azidose. Mit zunehmendem Alter nehmen Stoffwechsel- und Nierenfunktion zudem langsam ab, was zu stetig vorschreitendem Haarausfall und einer Prostata-Hyperplasie beiträgt.

Zahlreiche Studien zeigen: Der beste Weg, um Prostatakrebs vorzubeugen und das Fortschreiten einer bestehenden Erkrankung zu hemmen, ist eine vollwertige, pflanzliche Ernährung. Diese ist von Natur aus basenbildend, alkalisiert den Urin und verhindert so die Bildung stark proentzündlicher kristalliner Harnsäure. Daneben enthält sie reichlich Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe.

Bei Prostataproblemen empfiehlt sich neben einer Ernährungsumstellung die Einnahme von basenbildenden Mineralstoffen in Citrat-Verbindungen; die Zufuhr vor dem Schlaf ist dabei besonders wichtig. Dabei spielen vor allem basenbildendes Kalium, Magnesium und (moderat dosiertes) Calcium eine wichtige Rolle. Die wichtigste Mineralstoffverbindung in Gemüse und Obst ist Kaliumcitrat. Das Verhältnis von Calcium zu Magnesium beträgt dort 3:2, in Milch dagegen 10:1. Daher liefert wenig verarbeitete pflanzliche Kost nicht nur ein optimales Mineralstoffspektrum, sondern senkt auch das Prostatakrebsrisiko. Zu viele Milchprodukte und Fleischerzeugnisse erhöhen dagegen das Risiko für Prostatakrebs deutlich.

Wer eine Glatze vermeiden möchte, sollte frühzeitig mit einer pflanzenbasierten, basischen Ernährungsweise beginnen. Denn sind die Haarfollikel einmal abgestorben, kommen sie nicht mehr so einfach zurück. Wer bereits unter starkem Haarausfall leidet, profitiert ebenfalls davon. Dann verlangsamt eine solche Ernährungsumstellung den Haarausfall, unterstützt die Prostata und schützt vor vielen weiteren Zivilisationserkrankungen.

Den ausführlichen Artikel inkl. Literaturangaben finden Sie auf https://drjacobsinstitut.de/downloads-presse/

Dr. Jacobs Institut

Das Dr. Jacobs Institut für komplementär-medizinische Forschung hat sich zum Ziel gesetzt, ganzheitliche Zusammenhänge in der Ernährungswissenschaft, Naturheilkunde und Erfahrungsheilkunde wissenschaftlich aufzuklären und wirkungsvolle Therapien zu verbessern.

Prostatakrebs-Kompass – Prävention und komplementäre Therapie mit der richtigen Ernährungs- und Lebensweise

Der “Prostatakrebs-Kompass” von Dr. med. L.M. Jacob hat das Ziel, einen Weg durch den Dschungel der verschiedensten Meinungen zur richtigen Ernährungs- und Lebensweise bei Prostatakrebs aufzuzeigen. Das Fachbuch mit nahezu 1.000 zitierten Studien erklärt die vielen Widersprüche und liefert ein mehrdimensionales Gesamtbild. Es vereint die epidemiologisch und klinisch besten Konzepte zur Ernährungs- und Lebensweise bei Prostatakrebs in einem praxisnahen Aktionsplan.

Nach Abschluss der obligatorischen Schule absolvierte Marti eine dreijährige Ausbildung zum Koch in der Schweiz. Militärdienst als Presse und Informationsoffizier, anschliessend fotografierte er international für Modezeitschriften. Seit 2020 als Chefredakteur für dasKomma tätig.

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Moderner Fünfkampf: Zehn Nationen an der offenen Schweizermeisterschaft in Bern am Start

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In der Mehrzweckhalle sowie auf der Fahnenwiese der Schweizer Armee an der Papiermühlestrasse finden die Disziplinen Fechten und Laser-Run (Kombination von Schiessen und Laufen) statt. Der Anlass ist öffentlich und Zuschauer sind herzlich willkommen.

 

Moderner Fünfkampf: Zehn Nationen an der offenen Schweizermeisterschaft in Bern am Start

Reiten, Fechten, Schwimmen und Laufen in Kombination mit Schiessen – fünf Disziplinen an einem Tag! Dieser Herausforderung stellen sich rund 60 Athletinnen und Athleten aus zehn Nationen an der offenen Schweizermeisterschaft im Modernen Fünfkampf vom 1. bis 3. Juli in Bern. Auch der Nachwuchs ist am Start und bestreitet je nach Alter den Wettkampf als Vier- oder Dreikampf an einem Tag.

«Alles ist angerichtet und wir freuen uns, dass unsere Elite, der Nachwuchs wie auch Athletinnen und Athleten aus zehn verschiedenen Nationen am 32. Turnier von Bern im Modernen Fünf-, Vier- und Dreikampf bei der offenen Schweizermeisterschaft teilnehmen», sagt der neue OK-Präsident Bernhard Kocher. Die Vorbereitungen für das Turnier laufen auf Hochtouren und ist mit den fünf Disziplinen organisatorisch anspruchsvoll. Für die Wettkämpfe vom 1. bis 3. Juli 2022 haben sich rund 60 Athletinnen und Athleten aus zehn verschiedenen Nationen angemeldet – auch die beiden Titelverteidiger Anna Jurt und Alexandre Dällenbach nehmen teil.

Attraktive Wettkämpfe für Zuschauer

Am Freitag und Samstag findet das Reiten auf dem Gelände des Nationalen Pferdesportzentrums in Bern statt. Und am Sonntag startet der Wettkampftag mit der Disziplin Schwimmen um 8.30 Uhr im Hallenbad Wyler. Ab 10.30 Uhr können Interessierte den Wettkämpfen im Fechten zuschauen, die in der Mehrzweckhalle an der Papiermühlestrasse in Bern stattfinden. Ab 15 bis 18 Uhr steht auf der Wiese davor die spannende Disziplin Laser-Run, eine Kombination mit Schiessen (Laserpistolen) und Laufen auf dem Programm. Besonders dieses Wettkampfformat bietet für die Zuschauer viel Spektakel, weil die Athletinnen und Athleten je nach Punkten mit Vorsprung starten und von der Konkurrenz verfolgt werden. Neben der Laufstärke ist bei dieser Disziplin zum Abschluss des intensiven Wettkampftages auch die Treffsicherheit gefordert. Im Anschluss an den Laser-Run finden die Siegerehrungen statt. Der Anlass ist öffentlich und Zuschauer sind herzlich willkommen.

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Excellence Gourmetfestival ’22 zwischen Basel und Strassburg

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Bildrechte: Excellence Fotograf: Frank Schwarzbach

Weinfelden (ots)

 

Das gute Essen, die hohe Kunst am Herd – das gehört zu den Dingen, auf die man bei der Badener Familienreederei Excellence besonders stolz ist. Die Krönung zum Saisonende: das Excellence Gourmetfestival. Jetzt wurde die Liste der Gastköche bekanntgegeben. Im 10. Jahr des Gipfeltreffens zwischen Basel und Strassburg heuern 35 hochkarätige Köchinnen und Köche an Bord an. Sie bringen es auf insgesamt 560 Gault-Millau-Punkte und 51 Michelin-Sterne. Neben den Stars am Herd treten im Jubiläumsjahr auch Musikstars der Extraklasse auf: Pepe Lienhard und Nubya.

Das gibt’s auf keinem Schiff? Doch. Das Setting des Excellence Gourmetfestivals auf zwei eleganten Flusslinern ist weltweit einmalig. 2013 startete das Festival mit acht Gastköchen. Stephan Frei, Geschäftsführer und Initiator des Events ist selbst erstaunt, wie sich das Festival in den letzten zehn Jahren entwickelt hat. “Nie hätte ich gedacht, dass wir so viel Zuspruch für unsere Fine-Dining-Trips erhalten.” Grund für den Erfolg? Das sei natürlich in erster Linie die ausserordentliche Kochkunst der Gastköche. “Aber unsere Gäste mögen es auch, mit den Köchinnen und Köchen auf Tuchfühlung zu gehen, etwas über ihre Kochphilosophie, die Idee hinter ihren Gerichten zu erfahren und sie auch als Mensch kennenzulernen.” Und dass nach dem Gala-Menü mit Weinbegleitung das behagliche Bett nur wenige Schritte entfernt sei, habe natürlich auch seinen Reiz, so Frei.

Gipfeltreffen der Kochgilde. Es ist die erste Riege der Kochzunft, die Abend für Abend das Publikum begeistert. Klassiker und Avantgardistinnen, gestandene Grandchefs und kreative Talente. Sie zeigen die grosse Vielfalt der Hochküche. Und es ist unübersehbar: Was in den kulinarischen Ideenschmieden geschieht, ist spannend wie nie zuvor. Mehr denn je wird mit verblüffender Kreativität und Mut gekocht. Zu den grossen Namen der 3-Sterne- und 19-Punkte-Chefs gehören Peter Knogl, Tanja Grandits, Heiko Nieder, der Berliner Tim Raue. Ausserdem gastiert der amtierende Gault-Millau-Koch des Jahres Mitja Birlo und der Aufsteiger des Jahres Jeroen Achtien. Aus Slowenien reist die grandiose Autodidaktin Ana Ros an, deren Lokal im Ranking der “Best Restaurants of the World” Platz 21 belegt. Aus den Niederlanden kommt Jan Boerma, der sein berühmtes 3-Sterne-Restaurant “De Leest” schloss und nun am Festival mit Stefan Heilemann zum Four- Hands-Dinner antritt. Dominik Hartmann serviert grandiose vegetarische Küche auf 2-Sterne-Niveau.

Special Acts zum 10-Jährigen. An den Gala-Nights zum Jubiläum treten neben den Meisterköchen Stars der Musikszene auf. Rico Zandonella mit dem legendären Pepe Lienhard & Band und an der Festival-Dernière Dieter Koschina (2-Sterne, Vila Joya, Albufeira) mit der fantastischen Basler Sängerin Nubya.

Sieben Conférenciers, darunter Sven Epiney, Rainer Maria Salzgeber, Nicole Berchtold oder Dani Fohrler führen durch die Gourmet-Galas, berichten zu jedem Gang Interessantes aus der Küche und befragen die Sommeliers – bis zum grossen Finale, wenn die Chefs mit ihrer Crew unter grossem Applaus vor die Gäste treten. Die Gourmet-Nacht endet mit Jazz-, Soul-, Rock und Dance-Sounds bei einem letzten Drink in der Lounge. Wer in Basel an Bord geht, erwacht in Strassburg, oder umgekehrt.

Volle CO2-Kompensation und Frischluft an Bord. Eine 100%-Klimakompensation auf Basis der CO2- Bilanzberechnung der Stiftung Myclimate ist Teil des Reisearrangements und der Nachhaltigkeitsstrategie von Excellence. Die innovative Ionisierungstechnologie von Excellence befreit die Atemluft an Bord und im Bus von virustragenden Aerosolen und schädlichen Partikeln.

Das Excellence Gourmetfestival ’22. Grosse Kochkunst, grosse Weine, prominente Moderator/innen, gute Live-Sounds und Begegnungen mit Freunden der guten Küche. Die exquisiten 2-tägigen Fine Dining-Trips zwischen Basel und Strassburg finden vom 14.10. – 27.11.22 auf den eleganten Flusslinern Excellence Countess und Excellence Princess statt.

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5 Fakten über Sex und Behinderung, die jeder wissen sollte

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Hamburg (ots)

 

  • LELO klärt über 5 Fakten in Bezug auf Sex und Behinderung auf.
  • Das Thema Sexualität ist mit lauter Vorurteilen behaftet.
  • 49 % der Befragten mit Behinderung haben den Wunsch, die falsche Vorstellung zu entkräften, sie seien asexuell.
  • Sex ist nicht schwarzweiß zu denken – es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, sexuelle Gefühle auszudrücken.
  • Bei allen Menschen ist es von großer Bedeutung, dass sie sexuell aufgeklärt sind und stets Zugang zu wichtigen Informationen haben.

Menschen mit Behinderung haben es aufgrund von häufig fehlender Barrierefreiheit und Mangel von Integrationsmöglichkeiten in vielen Bereichen schwerer als Menschen ohne Behinderung. So fühlen sich laut einer Umfrage von LELO in Zusammenarbeit mit Censuswide 10% der Menschen mit Behinderung an den Rand gedrängt. Diese Umfrage wurde im Frühjahr unter rund 1.000 Erwachsenen in Deutschland in Auftrag gegeben, bei der die Hälfte der Befragten Menschen mit Behinderung sind. Ob auf dem Weg zur Bahn oder auf der Suche nach einem Beruf – oft wird Inklusion in vielen Lebensbereichen nicht genügend berücksichtigt. Zudem sehen sie sich Vorurteilen und Missverständnissen gegenüber.

Diese Annahmen machen auch beim Thema Sex nicht halt und so sehen sich viele Menschen mit Behinderung in Sachen Sex und Sexualität mit Stigmata konfrontiert. Der schwedische Sextoy-Hersteller LELO hat es sich deshalb zur Aufgabe gemacht, Aufklärung zu leisten und entschieden, gegen das Vorherrschen dieser Vorurteile anzugehen.

Denn für LELO sind Inklusion und Diversität bei der Frage Sex besonders wichtig. Das fängt bereits damit an, dass bei Produkten und ihrer Vermarktung darauf geachtet wird, alle Menschen zu inkludieren. Bei der LELO Umfrage kam außerdem auch heraus, dass 49 % der Befragten mit Behinderung den Wunsch haben, die falsche Vorstellung zu entkräften, sie seien asexuell. Ein ähnlicher Prozentsatz war außerdem der Meinung, dass ihre Sexualität aufgrund ihrer Behinderung oft falsch eingeschätzt wird (48 %).

Für LELO ist klar: Mit diesen falschen Vorstellungen muss endlich Schluss sein und jeder Einzelne kann durch gezielte Aufklärung dazu beitragen. Um einen kleinen Schritt in Richtung Veränderung zu gehen, hat LELO die folgenden 5 Fakten aufbereitet, die jeder in Bezug auf Sex, Sexualität und Behinderung wissen muss.

Fakt 1: Menschen mit Behinderung können Sex haben und diesen genießen

Eine der größten Hürden, die Menschen mit Behinderung überkommen müssen, ist die ständige Annahme, dass sie nicht sexuell seien. Das stimmt natürlich nicht! Auch sie können sexuelle Bedürfnisse haben, Sex haben und wenn sie möchten auch auf eine abenteuerliche Art. Am Ende des Tages kann jeder für sich selbst entscheiden, ob er intime Beziehungen eingehen möchte.

Fakt 2: Menschen mit Behinderung können Sex haben

Die Möglichkeit “traditionellen” Sex zu haben, kann von der Behinderung einer Person abhängen. Sex ist jedoch nicht schwarzweiß zu denken – es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, sexuelle Gefühle auszudrücken. Für jemanden mit einer Behinderung ist vielleicht nur ein wenig Vorausplanung, Kreativität, Unterstützung und Ausprobieren erforderlich, um eine angenehme Stellung zu finden. Es gibt außerdem keine “richtige” Art und Weise Sex zu haben, sondern es kommt nur darauf an sich wohlzufühlen.

Fakt 3: Menschen mit Behinderung haben nicht nur miteinander Sex

Die Einstellung, dass Menschen mit Behinderung nur miteinander sexuelle Beziehungen eingehen, schränkt die Möglichkeit ein, liebevolle Beziehungen zu entwickeln. Außerdem definiert diese Denkweise jemanden zuerst als Mensch mit Behinderung und erst danach als Mensch. Solange alle Partner glücklich und sicher sind, können sie ein gesundes Sexualleben eingehen. Außerdem stellt eine Beziehung zu einem Menschen mit Behinderung keine Belastung dar! Alle Beziehungen erfordern harte Arbeit und Kompromisse, und mit einer Behinderung zu leben, bedeutet nicht, dass man weniger zu einer Beziehung beiträgt.

Fakt 4: Beim Sex geht es nicht nur um die Intimbereiche

Nur weil jemand keine Erektion oder keinen Orgasmus im “traditionellen” Sinne bekommen kann, heißt es noch lange nicht, dass er Sex nicht genießen kann. So haben beispielsweise Menschen mit Rückenmarksverletzungen berichtet, dass sie bei der Stimulation von Bereichen wie Armen, Ohrläppchen, Nacken, Wangen und Brustwarzen großes Vergnügen empfinden – so sehr, dass es sogar zum Orgasmus führen kann! Es geht nur darum, herauszufinden, was einem persönlich gefällt und was nicht – und das geht am besten mit einem liebevollen Partner, dem man vertraut!

Fakt 5: Alle Menschen müssen Sex lernen und verstehen

Bei allen Menschen ist es von großer Bedeutung, dass sie sexuell aufgeklärt sind und stets Zugang zu wichtigen Informationen haben. Die Themen Consent, Geschlechtskrankheiten, Verhütung, Schwangerschaft und Safe Sex sind ein wichtiger Teil dieser Aufklärung. Nicht nur Menschen mit Behinderung müssen eine angenehme Umgebung vorfinden, in der sie offen über ihre Erfahrungen sprechen können. Wenn Beschwerden benannt werden, müssen diese ernst genommen und angemessen beantwortet werden.

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