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Leben

Mit oder ohne Fahrradhelm? Große Unterschiede in europäischen Hauptstädten DEKRA Verkehrssicherheitsreport 2020

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obs/DEKRA SE/Thomas Küppers / DEKRA

– Im Fahrradland Niederlande trägt praktisch niemand einen Helm
– Spitzenreiter London: Fast zwei Drittel aller Radfahrer mit Kopfschutz
– E-Scooter-Crash zeigt Schutzwirkung von Fahrradhelmen

Die Haltung zum Fahrradhelm ist in europäischen Hauptstädten sehr unterschiedlich. Das hat eine groß angelegte Verkehrsbeobachtung der DEKRA Unfallforschung gezeigt. Die Ergebnisse sind Teil des DEKRA Verkehrssicherheitsreports 2020 zum Thema “Mobilität auf zwei Rädern”. Insgesamt wurden in neun Städten mehr als 12.000 Rad- und E-Scooter-Fahrerinnen und Fahrer in die Studie einbezogen. Die Beobachtungs-Teams waren – vor der Corona-Pandemie – in Amsterdam, Berlin, Kopenhagen, Ljubljana, London, Paris, Warschau, Wien und Zagreb unterwegs.

“Über alle Städte hinweg betrachtet, lag die Helmtragequote bei 22 %”, so DEKRA Unfallforscher Luigi Ancona. “Wobei der Gesamtdurchschnitt wenig Aussagekraft hat, denn die Einzel-Ergebnisse gehen sehr weit auseinander.”

Die höchste Helmtragequote wurde mit 60,9 % in London verzeichnet. Mit deutlichem Abstand folgen Wien (26,7 %) und Berlin (24,3 %). Am wenigsten Helm getragen wird in Amsterdam, nämlich praktisch überhaupt nicht – die Quote lag bei nur 1,1 %. Niedrige Quoten wurden auch in Zagreb (5,9 %) und Ljubljana (9,1 %) ermittelt. Das Mittelfeld bilden Kopenhagen und Paris (jeweils 19,9 %) sowie Warschau (22,0 %).

Kinder tragen häufiger Helme

Wenig überraschend war die Beobachtung, dass Kinder, die mit dem Rad unterwegs sind, häufiger einen Helm tragen als alle anderen Altersgruppen. Das hat vor allem damit zu tun, dass Eltern bei ihren Kindern besonders auf die Sicherheit achten. Hinzu kommt, dass in vier Ländern, in denen die DEKRA Beobachtungsteams unterwegs waren, für Kinder und teilweise auch für Jugendliche eine Helmpflicht gilt: In Österreich und Frankreich bis 12 Jahre, in Slowenien bis 15 Jahre und in Kroatien sogar bis 16 Jahre. Auffällig auch: Die niedrigste Helmtragequote wurde bei Teenagern ermittelt.

Auf E-Scootern wird seltener Helm getragen

Bei Privatfahrrädern, die in allen Städten die große Mehrheit ausmachten, lag die Helmtragequote deutlich über derjenigen bei Verleihfahrrädern. E-Scooter spielten vor allem in Berlin, Warschau, Wien und Paris eine Rolle. Hier wurde sehr wenig Helm getragen, die Quote lag überall deutlich unter der bei Fahrrädern. In Berlin wurden 173 E-Scooter erfasst – niemand trug dabei einen Helm. In Paris trugen auf 316 beobachteten E-Scootern immerhin 30 Personen (9,5 %) einen Helm.

Die Verkehrsbeobachtung wurde in allen neun Städten jeweils an Wochentagen zu unterschiedlichen Tageszeiten und an mehreren Orten rund um den Stadtkern durchgeführt.

Zusammenhang zwischen Sicherheitsgefühl und Helm-Entscheidung

Auffällig ist für die DEKRA Unfallforscher vor allem die minimale Helmtragequote im Fahrradland Niederlande. “Die Niederlande sind für Radfahrerinnen und Radfahrer das zweitsicherste Land nach Dänemark, wenn man die Unfallzahlen mit der Gesamtfahrleistung ins Verhältnis setzt”, so DEKRA Experte Ancona.

“Unsere Zahlen lassen durchaus Rückschlüsse darauf zu, dass es einen Zusammenhang gibt zwischen fahrradfreundlicher Infrastruktur, dem subjektiven Sicherheitsgefühl und der Entscheidung, einen Helm zu tragen oder nicht.” Dazu passt auch eine weitere Beobachtung: In London, der Stadt mit der mit großem Abstand höchsten Helmtragequote, trugen auffällig viele Radfahrerinnen und Radfahrer zusätzlich Warnwesten, um besser sichtbar zu sein.

Die Empfehlung der DEKRA Unfallforscher ist klar: “Tragen Sie auf dem Fahrrad oder auf dem E-Scooter auf jeden Fall immer einen Helm.” Zugleich plädiert Ancona für einen ganzheitlichen Ansatz zur Verbesserung der Verkehrssicherheit von Radfahrern: Die Infrastruktur müsse fahrradfreundlich und möglichst sicher sein, als Worst-Case-Absicherung sei der Helm aber unverzichtbar.

E-Scooter-Crash zeigt Schutzwirkung des Fahrradhelms

“Das haben auch unsere aktuellen Crashversuche mit einem E-Scooter gezeigt, bei denen der Dummy einmal mit und einmal ohne Helm unterwegs war”, so Peter Rücker, Leiter der DEKRA Unfallforschung. Dabei fuhr der E-Scooter im DEKRA Crash Test Center in Neumünster in unterschiedlichen Winkeln mit 20 km/h gegen eine Bordsteinkante. Die Messwerte aus dem Dummy beim Aufprall mit dem Kopf auf dem Boden zeigten: Ohne Helm wäre mit schwersten bis tödlichen Kopfverletzungen zu rechnen gewesen. Mit Helm war der gemessene Belastungswert (HIC36) um 97 % geringer, das Risiko einer schwerwiegenden Kopfverletzung wäre so deutlich reduziert.

Auch ein so genannter Airbag-Helm, der als eine Art Halskrause getragen wird und bei einem Sturz auslöst, konnte im Test eine gute Wirkung zeigen – die Messwerte waren vergleichbar mit denen im Versuch mit dem handelsüblichen Fahrradhelm.

Allerdings galt das nur in dem Versuchsszenario eines Alleinunfalls. In zwei anderen Crashversuchen, bei denen ein Radfahrer von einem Pkw erfasst wurde bzw. seitlich auf einen Pkw auffuhr, löste der Airbag-Helm nicht aus. “Beim reinen Sturz funktionierte die Auslösung sehr zuverlässig, die Schutzwirkung lag auf dem Niveau konventioneller Helme”, so Peter Rücker. “In der Konfiguration Fahrrad gegen Pkw hat der Airbag-Helm allerdings deutliche Schwächen in der Crash-Erkennung gezeigt. Hier scheint es noch Schwierigkeiten mit dem Auslöse-Algorithmus zu geben, so dass von der Schutzwirkung her ein klassischer Fahrradhelm zumindest aktuell noch die verlässlichere Variante darstellt.”

Nach Abschluss der obligatorischen Schule absolvierte Marti eine dreijährige Ausbildung zum Koch in der Schweiz. Militärdienst als Presse und Informationsoffizier, anschliessend fotografierte er international für Modezeitschriften. Seit 2020 als Chefredakteur für dasKomma tätig.

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Aktuell

Moderner Fünfkampf: Zehn Nationen an der offenen Schweizermeisterschaft in Bern am Start

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In der Mehrzweckhalle sowie auf der Fahnenwiese der Schweizer Armee an der Papiermühlestrasse finden die Disziplinen Fechten und Laser-Run (Kombination von Schiessen und Laufen) statt. Der Anlass ist öffentlich und Zuschauer sind herzlich willkommen.

 

Moderner Fünfkampf: Zehn Nationen an der offenen Schweizermeisterschaft in Bern am Start

Reiten, Fechten, Schwimmen und Laufen in Kombination mit Schiessen – fünf Disziplinen an einem Tag! Dieser Herausforderung stellen sich rund 60 Athletinnen und Athleten aus zehn Nationen an der offenen Schweizermeisterschaft im Modernen Fünfkampf vom 1. bis 3. Juli in Bern. Auch der Nachwuchs ist am Start und bestreitet je nach Alter den Wettkampf als Vier- oder Dreikampf an einem Tag.

«Alles ist angerichtet und wir freuen uns, dass unsere Elite, der Nachwuchs wie auch Athletinnen und Athleten aus zehn verschiedenen Nationen am 32. Turnier von Bern im Modernen Fünf-, Vier- und Dreikampf bei der offenen Schweizermeisterschaft teilnehmen», sagt der neue OK-Präsident Bernhard Kocher. Die Vorbereitungen für das Turnier laufen auf Hochtouren und ist mit den fünf Disziplinen organisatorisch anspruchsvoll. Für die Wettkämpfe vom 1. bis 3. Juli 2022 haben sich rund 60 Athletinnen und Athleten aus zehn verschiedenen Nationen angemeldet – auch die beiden Titelverteidiger Anna Jurt und Alexandre Dällenbach nehmen teil.

Attraktive Wettkämpfe für Zuschauer

Am Freitag und Samstag findet das Reiten auf dem Gelände des Nationalen Pferdesportzentrums in Bern statt. Und am Sonntag startet der Wettkampftag mit der Disziplin Schwimmen um 8.30 Uhr im Hallenbad Wyler. Ab 10.30 Uhr können Interessierte den Wettkämpfen im Fechten zuschauen, die in der Mehrzweckhalle an der Papiermühlestrasse in Bern stattfinden. Ab 15 bis 18 Uhr steht auf der Wiese davor die spannende Disziplin Laser-Run, eine Kombination mit Schiessen (Laserpistolen) und Laufen auf dem Programm. Besonders dieses Wettkampfformat bietet für die Zuschauer viel Spektakel, weil die Athletinnen und Athleten je nach Punkten mit Vorsprung starten und von der Konkurrenz verfolgt werden. Neben der Laufstärke ist bei dieser Disziplin zum Abschluss des intensiven Wettkampftages auch die Treffsicherheit gefordert. Im Anschluss an den Laser-Run finden die Siegerehrungen statt. Der Anlass ist öffentlich und Zuschauer sind herzlich willkommen.

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Excellence Gourmetfestival ’22 zwischen Basel und Strassburg

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Bildrechte: Excellence Fotograf: Frank Schwarzbach

Weinfelden (ots)

 

Das gute Essen, die hohe Kunst am Herd – das gehört zu den Dingen, auf die man bei der Badener Familienreederei Excellence besonders stolz ist. Die Krönung zum Saisonende: das Excellence Gourmetfestival. Jetzt wurde die Liste der Gastköche bekanntgegeben. Im 10. Jahr des Gipfeltreffens zwischen Basel und Strassburg heuern 35 hochkarätige Köchinnen und Köche an Bord an. Sie bringen es auf insgesamt 560 Gault-Millau-Punkte und 51 Michelin-Sterne. Neben den Stars am Herd treten im Jubiläumsjahr auch Musikstars der Extraklasse auf: Pepe Lienhard und Nubya.

Das gibt’s auf keinem Schiff? Doch. Das Setting des Excellence Gourmetfestivals auf zwei eleganten Flusslinern ist weltweit einmalig. 2013 startete das Festival mit acht Gastköchen. Stephan Frei, Geschäftsführer und Initiator des Events ist selbst erstaunt, wie sich das Festival in den letzten zehn Jahren entwickelt hat. “Nie hätte ich gedacht, dass wir so viel Zuspruch für unsere Fine-Dining-Trips erhalten.” Grund für den Erfolg? Das sei natürlich in erster Linie die ausserordentliche Kochkunst der Gastköche. “Aber unsere Gäste mögen es auch, mit den Köchinnen und Köchen auf Tuchfühlung zu gehen, etwas über ihre Kochphilosophie, die Idee hinter ihren Gerichten zu erfahren und sie auch als Mensch kennenzulernen.” Und dass nach dem Gala-Menü mit Weinbegleitung das behagliche Bett nur wenige Schritte entfernt sei, habe natürlich auch seinen Reiz, so Frei.

Gipfeltreffen der Kochgilde. Es ist die erste Riege der Kochzunft, die Abend für Abend das Publikum begeistert. Klassiker und Avantgardistinnen, gestandene Grandchefs und kreative Talente. Sie zeigen die grosse Vielfalt der Hochküche. Und es ist unübersehbar: Was in den kulinarischen Ideenschmieden geschieht, ist spannend wie nie zuvor. Mehr denn je wird mit verblüffender Kreativität und Mut gekocht. Zu den grossen Namen der 3-Sterne- und 19-Punkte-Chefs gehören Peter Knogl, Tanja Grandits, Heiko Nieder, der Berliner Tim Raue. Ausserdem gastiert der amtierende Gault-Millau-Koch des Jahres Mitja Birlo und der Aufsteiger des Jahres Jeroen Achtien. Aus Slowenien reist die grandiose Autodidaktin Ana Ros an, deren Lokal im Ranking der “Best Restaurants of the World” Platz 21 belegt. Aus den Niederlanden kommt Jan Boerma, der sein berühmtes 3-Sterne-Restaurant “De Leest” schloss und nun am Festival mit Stefan Heilemann zum Four- Hands-Dinner antritt. Dominik Hartmann serviert grandiose vegetarische Küche auf 2-Sterne-Niveau.

Special Acts zum 10-Jährigen. An den Gala-Nights zum Jubiläum treten neben den Meisterköchen Stars der Musikszene auf. Rico Zandonella mit dem legendären Pepe Lienhard & Band und an der Festival-Dernière Dieter Koschina (2-Sterne, Vila Joya, Albufeira) mit der fantastischen Basler Sängerin Nubya.

Sieben Conférenciers, darunter Sven Epiney, Rainer Maria Salzgeber, Nicole Berchtold oder Dani Fohrler führen durch die Gourmet-Galas, berichten zu jedem Gang Interessantes aus der Küche und befragen die Sommeliers – bis zum grossen Finale, wenn die Chefs mit ihrer Crew unter grossem Applaus vor die Gäste treten. Die Gourmet-Nacht endet mit Jazz-, Soul-, Rock und Dance-Sounds bei einem letzten Drink in der Lounge. Wer in Basel an Bord geht, erwacht in Strassburg, oder umgekehrt.

Volle CO2-Kompensation und Frischluft an Bord. Eine 100%-Klimakompensation auf Basis der CO2- Bilanzberechnung der Stiftung Myclimate ist Teil des Reisearrangements und der Nachhaltigkeitsstrategie von Excellence. Die innovative Ionisierungstechnologie von Excellence befreit die Atemluft an Bord und im Bus von virustragenden Aerosolen und schädlichen Partikeln.

Das Excellence Gourmetfestival ’22. Grosse Kochkunst, grosse Weine, prominente Moderator/innen, gute Live-Sounds und Begegnungen mit Freunden der guten Küche. Die exquisiten 2-tägigen Fine Dining-Trips zwischen Basel und Strassburg finden vom 14.10. – 27.11.22 auf den eleganten Flusslinern Excellence Countess und Excellence Princess statt.

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Leben

5 Fakten über Sex und Behinderung, die jeder wissen sollte

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Hamburg (ots)

 

  • LELO klärt über 5 Fakten in Bezug auf Sex und Behinderung auf.
  • Das Thema Sexualität ist mit lauter Vorurteilen behaftet.
  • 49 % der Befragten mit Behinderung haben den Wunsch, die falsche Vorstellung zu entkräften, sie seien asexuell.
  • Sex ist nicht schwarzweiß zu denken – es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, sexuelle Gefühle auszudrücken.
  • Bei allen Menschen ist es von großer Bedeutung, dass sie sexuell aufgeklärt sind und stets Zugang zu wichtigen Informationen haben.

Menschen mit Behinderung haben es aufgrund von häufig fehlender Barrierefreiheit und Mangel von Integrationsmöglichkeiten in vielen Bereichen schwerer als Menschen ohne Behinderung. So fühlen sich laut einer Umfrage von LELO in Zusammenarbeit mit Censuswide 10% der Menschen mit Behinderung an den Rand gedrängt. Diese Umfrage wurde im Frühjahr unter rund 1.000 Erwachsenen in Deutschland in Auftrag gegeben, bei der die Hälfte der Befragten Menschen mit Behinderung sind. Ob auf dem Weg zur Bahn oder auf der Suche nach einem Beruf – oft wird Inklusion in vielen Lebensbereichen nicht genügend berücksichtigt. Zudem sehen sie sich Vorurteilen und Missverständnissen gegenüber.

Diese Annahmen machen auch beim Thema Sex nicht halt und so sehen sich viele Menschen mit Behinderung in Sachen Sex und Sexualität mit Stigmata konfrontiert. Der schwedische Sextoy-Hersteller LELO hat es sich deshalb zur Aufgabe gemacht, Aufklärung zu leisten und entschieden, gegen das Vorherrschen dieser Vorurteile anzugehen.

Denn für LELO sind Inklusion und Diversität bei der Frage Sex besonders wichtig. Das fängt bereits damit an, dass bei Produkten und ihrer Vermarktung darauf geachtet wird, alle Menschen zu inkludieren. Bei der LELO Umfrage kam außerdem auch heraus, dass 49 % der Befragten mit Behinderung den Wunsch haben, die falsche Vorstellung zu entkräften, sie seien asexuell. Ein ähnlicher Prozentsatz war außerdem der Meinung, dass ihre Sexualität aufgrund ihrer Behinderung oft falsch eingeschätzt wird (48 %).

Für LELO ist klar: Mit diesen falschen Vorstellungen muss endlich Schluss sein und jeder Einzelne kann durch gezielte Aufklärung dazu beitragen. Um einen kleinen Schritt in Richtung Veränderung zu gehen, hat LELO die folgenden 5 Fakten aufbereitet, die jeder in Bezug auf Sex, Sexualität und Behinderung wissen muss.

Fakt 1: Menschen mit Behinderung können Sex haben und diesen genießen

Eine der größten Hürden, die Menschen mit Behinderung überkommen müssen, ist die ständige Annahme, dass sie nicht sexuell seien. Das stimmt natürlich nicht! Auch sie können sexuelle Bedürfnisse haben, Sex haben und wenn sie möchten auch auf eine abenteuerliche Art. Am Ende des Tages kann jeder für sich selbst entscheiden, ob er intime Beziehungen eingehen möchte.

Fakt 2: Menschen mit Behinderung können Sex haben

Die Möglichkeit “traditionellen” Sex zu haben, kann von der Behinderung einer Person abhängen. Sex ist jedoch nicht schwarzweiß zu denken – es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, sexuelle Gefühle auszudrücken. Für jemanden mit einer Behinderung ist vielleicht nur ein wenig Vorausplanung, Kreativität, Unterstützung und Ausprobieren erforderlich, um eine angenehme Stellung zu finden. Es gibt außerdem keine “richtige” Art und Weise Sex zu haben, sondern es kommt nur darauf an sich wohlzufühlen.

Fakt 3: Menschen mit Behinderung haben nicht nur miteinander Sex

Die Einstellung, dass Menschen mit Behinderung nur miteinander sexuelle Beziehungen eingehen, schränkt die Möglichkeit ein, liebevolle Beziehungen zu entwickeln. Außerdem definiert diese Denkweise jemanden zuerst als Mensch mit Behinderung und erst danach als Mensch. Solange alle Partner glücklich und sicher sind, können sie ein gesundes Sexualleben eingehen. Außerdem stellt eine Beziehung zu einem Menschen mit Behinderung keine Belastung dar! Alle Beziehungen erfordern harte Arbeit und Kompromisse, und mit einer Behinderung zu leben, bedeutet nicht, dass man weniger zu einer Beziehung beiträgt.

Fakt 4: Beim Sex geht es nicht nur um die Intimbereiche

Nur weil jemand keine Erektion oder keinen Orgasmus im “traditionellen” Sinne bekommen kann, heißt es noch lange nicht, dass er Sex nicht genießen kann. So haben beispielsweise Menschen mit Rückenmarksverletzungen berichtet, dass sie bei der Stimulation von Bereichen wie Armen, Ohrläppchen, Nacken, Wangen und Brustwarzen großes Vergnügen empfinden – so sehr, dass es sogar zum Orgasmus führen kann! Es geht nur darum, herauszufinden, was einem persönlich gefällt und was nicht – und das geht am besten mit einem liebevollen Partner, dem man vertraut!

Fakt 5: Alle Menschen müssen Sex lernen und verstehen

Bei allen Menschen ist es von großer Bedeutung, dass sie sexuell aufgeklärt sind und stets Zugang zu wichtigen Informationen haben. Die Themen Consent, Geschlechtskrankheiten, Verhütung, Schwangerschaft und Safe Sex sind ein wichtiger Teil dieser Aufklärung. Nicht nur Menschen mit Behinderung müssen eine angenehme Umgebung vorfinden, in der sie offen über ihre Erfahrungen sprechen können. Wenn Beschwerden benannt werden, müssen diese ernst genommen und angemessen beantwortet werden.

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Mit oder ohne Fahrradhelm? Große Unterschiede in europäischen Hauptstädten DEKRA Verkehrssicherheitsreport 2020

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obs/DEKRA SE/Thomas Küppers / DEKRA

– Im Fahrradland Niederlande trägt praktisch niemand einen Helm
– Spitzenreiter London: Fast zwei Drittel aller Radfahrer mit Kopfschutz
– E-Scooter-Crash zeigt Schutzwirkung von Fahrradhelmen

Die Haltung zum Fahrradhelm ist in europäischen Hauptstädten sehr unterschiedlich. Das hat eine groß angelegte Verkehrsbeobachtung der DEKRA Unfallforschung gezeigt. Die Ergebnisse sind Teil des DEKRA Verkehrssicherheitsreports 2020 zum Thema “Mobilität auf zwei Rädern”. Insgesamt wurden in neun Städten mehr als 12.000 Rad- und E-Scooter-Fahrerinnen und Fahrer in die Studie einbezogen. Die Beobachtungs-Teams waren – vor der Corona-Pandemie – in Amsterdam, Berlin, Kopenhagen, Ljubljana, London, Paris, Warschau, Wien und Zagreb unterwegs.

“Über alle Städte hinweg betrachtet, lag die Helmtragequote bei 22 %”, so DEKRA Unfallforscher Luigi Ancona. “Wobei der Gesamtdurchschnitt wenig Aussagekraft hat, denn die Einzel-Ergebnisse gehen sehr weit auseinander.”

Die höchste Helmtragequote wurde mit 60,9 % in London verzeichnet. Mit deutlichem Abstand folgen Wien (26,7 %) und Berlin (24,3 %). Am wenigsten Helm getragen wird in Amsterdam, nämlich praktisch überhaupt nicht – die Quote lag bei nur 1,1 %. Niedrige Quoten wurden auch in Zagreb (5,9 %) und Ljubljana (9,1 %) ermittelt. Das Mittelfeld bilden Kopenhagen und Paris (jeweils 19,9 %) sowie Warschau (22,0 %).

Kinder tragen häufiger Helme

Wenig überraschend war die Beobachtung, dass Kinder, die mit dem Rad unterwegs sind, häufiger einen Helm tragen als alle anderen Altersgruppen. Das hat vor allem damit zu tun, dass Eltern bei ihren Kindern besonders auf die Sicherheit achten. Hinzu kommt, dass in vier Ländern, in denen die DEKRA Beobachtungsteams unterwegs waren, für Kinder und teilweise auch für Jugendliche eine Helmpflicht gilt: In Österreich und Frankreich bis 12 Jahre, in Slowenien bis 15 Jahre und in Kroatien sogar bis 16 Jahre. Auffällig auch: Die niedrigste Helmtragequote wurde bei Teenagern ermittelt.

Auf E-Scootern wird seltener Helm getragen

Bei Privatfahrrädern, die in allen Städten die große Mehrheit ausmachten, lag die Helmtragequote deutlich über derjenigen bei Verleihfahrrädern. E-Scooter spielten vor allem in Berlin, Warschau, Wien und Paris eine Rolle. Hier wurde sehr wenig Helm getragen, die Quote lag überall deutlich unter der bei Fahrrädern. In Berlin wurden 173 E-Scooter erfasst – niemand trug dabei einen Helm. In Paris trugen auf 316 beobachteten E-Scootern immerhin 30 Personen (9,5 %) einen Helm.

Die Verkehrsbeobachtung wurde in allen neun Städten jeweils an Wochentagen zu unterschiedlichen Tageszeiten und an mehreren Orten rund um den Stadtkern durchgeführt.

Zusammenhang zwischen Sicherheitsgefühl und Helm-Entscheidung

Auffällig ist für die DEKRA Unfallforscher vor allem die minimale Helmtragequote im Fahrradland Niederlande. “Die Niederlande sind für Radfahrerinnen und Radfahrer das zweitsicherste Land nach Dänemark, wenn man die Unfallzahlen mit der Gesamtfahrleistung ins Verhältnis setzt”, so DEKRA Experte Ancona.

“Unsere Zahlen lassen durchaus Rückschlüsse darauf zu, dass es einen Zusammenhang gibt zwischen fahrradfreundlicher Infrastruktur, dem subjektiven Sicherheitsgefühl und der Entscheidung, einen Helm zu tragen oder nicht.” Dazu passt auch eine weitere Beobachtung: In London, der Stadt mit der mit großem Abstand höchsten Helmtragequote, trugen auffällig viele Radfahrerinnen und Radfahrer zusätzlich Warnwesten, um besser sichtbar zu sein.

Die Empfehlung der DEKRA Unfallforscher ist klar: “Tragen Sie auf dem Fahrrad oder auf dem E-Scooter auf jeden Fall immer einen Helm.” Zugleich plädiert Ancona für einen ganzheitlichen Ansatz zur Verbesserung der Verkehrssicherheit von Radfahrern: Die Infrastruktur müsse fahrradfreundlich und möglichst sicher sein, als Worst-Case-Absicherung sei der Helm aber unverzichtbar.

E-Scooter-Crash zeigt Schutzwirkung des Fahrradhelms

“Das haben auch unsere aktuellen Crashversuche mit einem E-Scooter gezeigt, bei denen der Dummy einmal mit und einmal ohne Helm unterwegs war”, so Peter Rücker, Leiter der DEKRA Unfallforschung. Dabei fuhr der E-Scooter im DEKRA Crash Test Center in Neumünster in unterschiedlichen Winkeln mit 20 km/h gegen eine Bordsteinkante. Die Messwerte aus dem Dummy beim Aufprall mit dem Kopf auf dem Boden zeigten: Ohne Helm wäre mit schwersten bis tödlichen Kopfverletzungen zu rechnen gewesen. Mit Helm war der gemessene Belastungswert (HIC36) um 97 % geringer, das Risiko einer schwerwiegenden Kopfverletzung wäre so deutlich reduziert.

Auch ein so genannter Airbag-Helm, der als eine Art Halskrause getragen wird und bei einem Sturz auslöst, konnte im Test eine gute Wirkung zeigen – die Messwerte waren vergleichbar mit denen im Versuch mit dem handelsüblichen Fahrradhelm.

Allerdings galt das nur in dem Versuchsszenario eines Alleinunfalls. In zwei anderen Crashversuchen, bei denen ein Radfahrer von einem Pkw erfasst wurde bzw. seitlich auf einen Pkw auffuhr, löste der Airbag-Helm nicht aus. “Beim reinen Sturz funktionierte die Auslösung sehr zuverlässig, die Schutzwirkung lag auf dem Niveau konventioneller Helme”, so Peter Rücker. “In der Konfiguration Fahrrad gegen Pkw hat der Airbag-Helm allerdings deutliche Schwächen in der Crash-Erkennung gezeigt. Hier scheint es noch Schwierigkeiten mit dem Auslöse-Algorithmus zu geben, so dass von der Schutzwirkung her ein klassischer Fahrradhelm zumindest aktuell noch die verlässlichere Variante darstellt.”

Nach Abschluss der obligatorischen Schule absolvierte Marti eine dreijährige Ausbildung zum Koch in der Schweiz. Militärdienst als Presse und Informationsoffizier, anschliessend fotografierte er international für Modezeitschriften. Seit 2020 als Chefredakteur für dasKomma tätig.

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Moderner Fünfkampf: Zehn Nationen an der offenen Schweizermeisterschaft in Bern am Start

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In der Mehrzweckhalle sowie auf der Fahnenwiese der Schweizer Armee an der Papiermühlestrasse finden die Disziplinen Fechten und Laser-Run (Kombination von Schiessen und Laufen) statt. Der Anlass ist öffentlich und Zuschauer sind herzlich willkommen.

 

Moderner Fünfkampf: Zehn Nationen an der offenen Schweizermeisterschaft in Bern am Start

Reiten, Fechten, Schwimmen und Laufen in Kombination mit Schiessen – fünf Disziplinen an einem Tag! Dieser Herausforderung stellen sich rund 60 Athletinnen und Athleten aus zehn Nationen an der offenen Schweizermeisterschaft im Modernen Fünfkampf vom 1. bis 3. Juli in Bern. Auch der Nachwuchs ist am Start und bestreitet je nach Alter den Wettkampf als Vier- oder Dreikampf an einem Tag.

«Alles ist angerichtet und wir freuen uns, dass unsere Elite, der Nachwuchs wie auch Athletinnen und Athleten aus zehn verschiedenen Nationen am 32. Turnier von Bern im Modernen Fünf-, Vier- und Dreikampf bei der offenen Schweizermeisterschaft teilnehmen», sagt der neue OK-Präsident Bernhard Kocher. Die Vorbereitungen für das Turnier laufen auf Hochtouren und ist mit den fünf Disziplinen organisatorisch anspruchsvoll. Für die Wettkämpfe vom 1. bis 3. Juli 2022 haben sich rund 60 Athletinnen und Athleten aus zehn verschiedenen Nationen angemeldet – auch die beiden Titelverteidiger Anna Jurt und Alexandre Dällenbach nehmen teil.

Attraktive Wettkämpfe für Zuschauer

Am Freitag und Samstag findet das Reiten auf dem Gelände des Nationalen Pferdesportzentrums in Bern statt. Und am Sonntag startet der Wettkampftag mit der Disziplin Schwimmen um 8.30 Uhr im Hallenbad Wyler. Ab 10.30 Uhr können Interessierte den Wettkämpfen im Fechten zuschauen, die in der Mehrzweckhalle an der Papiermühlestrasse in Bern stattfinden. Ab 15 bis 18 Uhr steht auf der Wiese davor die spannende Disziplin Laser-Run, eine Kombination mit Schiessen (Laserpistolen) und Laufen auf dem Programm. Besonders dieses Wettkampfformat bietet für die Zuschauer viel Spektakel, weil die Athletinnen und Athleten je nach Punkten mit Vorsprung starten und von der Konkurrenz verfolgt werden. Neben der Laufstärke ist bei dieser Disziplin zum Abschluss des intensiven Wettkampftages auch die Treffsicherheit gefordert. Im Anschluss an den Laser-Run finden die Siegerehrungen statt. Der Anlass ist öffentlich und Zuschauer sind herzlich willkommen.

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Excellence Gourmetfestival ’22 zwischen Basel und Strassburg

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Bildrechte: Excellence Fotograf: Frank Schwarzbach

Weinfelden (ots)

 

Das gute Essen, die hohe Kunst am Herd – das gehört zu den Dingen, auf die man bei der Badener Familienreederei Excellence besonders stolz ist. Die Krönung zum Saisonende: das Excellence Gourmetfestival. Jetzt wurde die Liste der Gastköche bekanntgegeben. Im 10. Jahr des Gipfeltreffens zwischen Basel und Strassburg heuern 35 hochkarätige Köchinnen und Köche an Bord an. Sie bringen es auf insgesamt 560 Gault-Millau-Punkte und 51 Michelin-Sterne. Neben den Stars am Herd treten im Jubiläumsjahr auch Musikstars der Extraklasse auf: Pepe Lienhard und Nubya.

Das gibt’s auf keinem Schiff? Doch. Das Setting des Excellence Gourmetfestivals auf zwei eleganten Flusslinern ist weltweit einmalig. 2013 startete das Festival mit acht Gastköchen. Stephan Frei, Geschäftsführer und Initiator des Events ist selbst erstaunt, wie sich das Festival in den letzten zehn Jahren entwickelt hat. “Nie hätte ich gedacht, dass wir so viel Zuspruch für unsere Fine-Dining-Trips erhalten.” Grund für den Erfolg? Das sei natürlich in erster Linie die ausserordentliche Kochkunst der Gastköche. “Aber unsere Gäste mögen es auch, mit den Köchinnen und Köchen auf Tuchfühlung zu gehen, etwas über ihre Kochphilosophie, die Idee hinter ihren Gerichten zu erfahren und sie auch als Mensch kennenzulernen.” Und dass nach dem Gala-Menü mit Weinbegleitung das behagliche Bett nur wenige Schritte entfernt sei, habe natürlich auch seinen Reiz, so Frei.

Gipfeltreffen der Kochgilde. Es ist die erste Riege der Kochzunft, die Abend für Abend das Publikum begeistert. Klassiker und Avantgardistinnen, gestandene Grandchefs und kreative Talente. Sie zeigen die grosse Vielfalt der Hochküche. Und es ist unübersehbar: Was in den kulinarischen Ideenschmieden geschieht, ist spannend wie nie zuvor. Mehr denn je wird mit verblüffender Kreativität und Mut gekocht. Zu den grossen Namen der 3-Sterne- und 19-Punkte-Chefs gehören Peter Knogl, Tanja Grandits, Heiko Nieder, der Berliner Tim Raue. Ausserdem gastiert der amtierende Gault-Millau-Koch des Jahres Mitja Birlo und der Aufsteiger des Jahres Jeroen Achtien. Aus Slowenien reist die grandiose Autodidaktin Ana Ros an, deren Lokal im Ranking der “Best Restaurants of the World” Platz 21 belegt. Aus den Niederlanden kommt Jan Boerma, der sein berühmtes 3-Sterne-Restaurant “De Leest” schloss und nun am Festival mit Stefan Heilemann zum Four- Hands-Dinner antritt. Dominik Hartmann serviert grandiose vegetarische Küche auf 2-Sterne-Niveau.

Special Acts zum 10-Jährigen. An den Gala-Nights zum Jubiläum treten neben den Meisterköchen Stars der Musikszene auf. Rico Zandonella mit dem legendären Pepe Lienhard & Band und an der Festival-Dernière Dieter Koschina (2-Sterne, Vila Joya, Albufeira) mit der fantastischen Basler Sängerin Nubya.

Sieben Conférenciers, darunter Sven Epiney, Rainer Maria Salzgeber, Nicole Berchtold oder Dani Fohrler führen durch die Gourmet-Galas, berichten zu jedem Gang Interessantes aus der Küche und befragen die Sommeliers – bis zum grossen Finale, wenn die Chefs mit ihrer Crew unter grossem Applaus vor die Gäste treten. Die Gourmet-Nacht endet mit Jazz-, Soul-, Rock und Dance-Sounds bei einem letzten Drink in der Lounge. Wer in Basel an Bord geht, erwacht in Strassburg, oder umgekehrt.

Volle CO2-Kompensation und Frischluft an Bord. Eine 100%-Klimakompensation auf Basis der CO2- Bilanzberechnung der Stiftung Myclimate ist Teil des Reisearrangements und der Nachhaltigkeitsstrategie von Excellence. Die innovative Ionisierungstechnologie von Excellence befreit die Atemluft an Bord und im Bus von virustragenden Aerosolen und schädlichen Partikeln.

Das Excellence Gourmetfestival ’22. Grosse Kochkunst, grosse Weine, prominente Moderator/innen, gute Live-Sounds und Begegnungen mit Freunden der guten Küche. Die exquisiten 2-tägigen Fine Dining-Trips zwischen Basel und Strassburg finden vom 14.10. – 27.11.22 auf den eleganten Flusslinern Excellence Countess und Excellence Princess statt.

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5 Fakten über Sex und Behinderung, die jeder wissen sollte

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Hamburg (ots)

 

  • LELO klärt über 5 Fakten in Bezug auf Sex und Behinderung auf.
  • Das Thema Sexualität ist mit lauter Vorurteilen behaftet.
  • 49 % der Befragten mit Behinderung haben den Wunsch, die falsche Vorstellung zu entkräften, sie seien asexuell.
  • Sex ist nicht schwarzweiß zu denken – es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, sexuelle Gefühle auszudrücken.
  • Bei allen Menschen ist es von großer Bedeutung, dass sie sexuell aufgeklärt sind und stets Zugang zu wichtigen Informationen haben.

Menschen mit Behinderung haben es aufgrund von häufig fehlender Barrierefreiheit und Mangel von Integrationsmöglichkeiten in vielen Bereichen schwerer als Menschen ohne Behinderung. So fühlen sich laut einer Umfrage von LELO in Zusammenarbeit mit Censuswide 10% der Menschen mit Behinderung an den Rand gedrängt. Diese Umfrage wurde im Frühjahr unter rund 1.000 Erwachsenen in Deutschland in Auftrag gegeben, bei der die Hälfte der Befragten Menschen mit Behinderung sind. Ob auf dem Weg zur Bahn oder auf der Suche nach einem Beruf – oft wird Inklusion in vielen Lebensbereichen nicht genügend berücksichtigt. Zudem sehen sie sich Vorurteilen und Missverständnissen gegenüber.

Diese Annahmen machen auch beim Thema Sex nicht halt und so sehen sich viele Menschen mit Behinderung in Sachen Sex und Sexualität mit Stigmata konfrontiert. Der schwedische Sextoy-Hersteller LELO hat es sich deshalb zur Aufgabe gemacht, Aufklärung zu leisten und entschieden, gegen das Vorherrschen dieser Vorurteile anzugehen.

Denn für LELO sind Inklusion und Diversität bei der Frage Sex besonders wichtig. Das fängt bereits damit an, dass bei Produkten und ihrer Vermarktung darauf geachtet wird, alle Menschen zu inkludieren. Bei der LELO Umfrage kam außerdem auch heraus, dass 49 % der Befragten mit Behinderung den Wunsch haben, die falsche Vorstellung zu entkräften, sie seien asexuell. Ein ähnlicher Prozentsatz war außerdem der Meinung, dass ihre Sexualität aufgrund ihrer Behinderung oft falsch eingeschätzt wird (48 %).

Für LELO ist klar: Mit diesen falschen Vorstellungen muss endlich Schluss sein und jeder Einzelne kann durch gezielte Aufklärung dazu beitragen. Um einen kleinen Schritt in Richtung Veränderung zu gehen, hat LELO die folgenden 5 Fakten aufbereitet, die jeder in Bezug auf Sex, Sexualität und Behinderung wissen muss.

Fakt 1: Menschen mit Behinderung können Sex haben und diesen genießen

Eine der größten Hürden, die Menschen mit Behinderung überkommen müssen, ist die ständige Annahme, dass sie nicht sexuell seien. Das stimmt natürlich nicht! Auch sie können sexuelle Bedürfnisse haben, Sex haben und wenn sie möchten auch auf eine abenteuerliche Art. Am Ende des Tages kann jeder für sich selbst entscheiden, ob er intime Beziehungen eingehen möchte.

Fakt 2: Menschen mit Behinderung können Sex haben

Die Möglichkeit “traditionellen” Sex zu haben, kann von der Behinderung einer Person abhängen. Sex ist jedoch nicht schwarzweiß zu denken – es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, sexuelle Gefühle auszudrücken. Für jemanden mit einer Behinderung ist vielleicht nur ein wenig Vorausplanung, Kreativität, Unterstützung und Ausprobieren erforderlich, um eine angenehme Stellung zu finden. Es gibt außerdem keine “richtige” Art und Weise Sex zu haben, sondern es kommt nur darauf an sich wohlzufühlen.

Fakt 3: Menschen mit Behinderung haben nicht nur miteinander Sex

Die Einstellung, dass Menschen mit Behinderung nur miteinander sexuelle Beziehungen eingehen, schränkt die Möglichkeit ein, liebevolle Beziehungen zu entwickeln. Außerdem definiert diese Denkweise jemanden zuerst als Mensch mit Behinderung und erst danach als Mensch. Solange alle Partner glücklich und sicher sind, können sie ein gesundes Sexualleben eingehen. Außerdem stellt eine Beziehung zu einem Menschen mit Behinderung keine Belastung dar! Alle Beziehungen erfordern harte Arbeit und Kompromisse, und mit einer Behinderung zu leben, bedeutet nicht, dass man weniger zu einer Beziehung beiträgt.

Fakt 4: Beim Sex geht es nicht nur um die Intimbereiche

Nur weil jemand keine Erektion oder keinen Orgasmus im “traditionellen” Sinne bekommen kann, heißt es noch lange nicht, dass er Sex nicht genießen kann. So haben beispielsweise Menschen mit Rückenmarksverletzungen berichtet, dass sie bei der Stimulation von Bereichen wie Armen, Ohrläppchen, Nacken, Wangen und Brustwarzen großes Vergnügen empfinden – so sehr, dass es sogar zum Orgasmus führen kann! Es geht nur darum, herauszufinden, was einem persönlich gefällt und was nicht – und das geht am besten mit einem liebevollen Partner, dem man vertraut!

Fakt 5: Alle Menschen müssen Sex lernen und verstehen

Bei allen Menschen ist es von großer Bedeutung, dass sie sexuell aufgeklärt sind und stets Zugang zu wichtigen Informationen haben. Die Themen Consent, Geschlechtskrankheiten, Verhütung, Schwangerschaft und Safe Sex sind ein wichtiger Teil dieser Aufklärung. Nicht nur Menschen mit Behinderung müssen eine angenehme Umgebung vorfinden, in der sie offen über ihre Erfahrungen sprechen können. Wenn Beschwerden benannt werden, müssen diese ernst genommen und angemessen beantwortet werden.

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