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Mehr Sichtbarkeit für das Romanische – 25 Jahre Teilamtssprache des Bundes

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Chur (ots) Am 10. März 1996 anerkannte das Schweizer Stimmvolk das Romanische als Teilamtssprache des Bundes. Trotz vieler Fortschritte in der Förderung der vierten Landessprache seither hapert es vielfach bei der Umsetzung einer mehrsprachigen Kommunikation seitens des Bundes. Die Lia Rumantscha fordert deshalb eine konsequentere Verwendung des Romanischen im Kontakt mit der romanischen Bevölkerung.

Den Status einer Teilamtssprache erachtet die Lia Rumantscha, die Dachorganisation der rätoromanischen Sprach- und Kulturförderung, als wichtig für den Erhalt des Romanischen. Seit der Abstimmung zum Sprachenartikel 1996 wurde viel für die Förderung des Romanischen unternommen, was die Lia Rumantscha dankend anerkennt. So übersetzt der Bund Dokumente besonderer Tragweite, z.B. Erläuterungen zu Abstimmungen, ins Romanische. Wenn eine Bürgerin oder ein Bürger sich auf Romanisch an die Bundesverwaltung richtet, antwortet diese auf Romanisch.

Mehr Sichtbarkeit

Bei der Umsetzung einer mehrsprachigen Kommunikation seitens des Bundes sieht die Lia Rumantscha jedoch Handlungsbedarf. Sie fordert anlässlich des 25-Jahr-Jubiläums der Einführung des Romanischen als Teilamtssprache des Bundes eine konsequentere Verwendung der romanischen Amtssprache auf Bundesebene: Das Parlament, die Bundesverwaltung sowie bundesnahe Betriebe müssen das Romanische vermehrt in ihrer Kommunikation und im Kontakt mit der romanischen Bevölkerung einsetzen.

Konkret fordert die Lia Rumantscha, dass das Romanische gesamtschweizerisch durchgehend bei Beschriftungen und Beschilderungen aller Art verwendet wird. Dies dort, wo die weiteren drei Amtssprachen der Schweiz aufgeführt werden. Im romanischen Sprachgebiet muss das Romanische zudem prioritär eingesetzt werden bei Informationen an die Bevölkerung und dies auf allen Kommunikationskanälen.

“Wenn das Romanische im nationalen Kontext nicht verwendet wird, gerät es zunehmend in Vergessenheit”, begründet Andreas Gabriel, Generalsekretär ad interim der Lia Rumantscha, die Forderung. Zusätzlich zur konsequenten Verwendung des Romanischen wünscht sich die Lia Rumantscha von der Bundesverwaltung und bundesnahen Betrieben, dass sie auf eine korrekte Begrifflichkeit im Zusammenhang mit den Landes- bzw. Amtssprachen achten. “Die Schweiz ist viersprachig bzw. vielsprachig, jedoch nicht dreisprachig”, resümiert Andreas Gabriel das Anliegen.

Um zu verdeutlichen, wie einfach es sein könnte, der romanischen Sprache zu mehr Präsenz zu verhelfen, publizierte die Lia Rumantscha in diesen Tagen in den sozialen Netzwerken einen kurzen Animationsfilm. Mit einem Augenzwinkern weist der Clip beispielhaft auf eine eklatante Unterlassung bei der Verwendung des Romanischen hin.

Link Animationsfilm “Scumandà da traversar ils binaris”: http://bit.ly/25onns

Unterstützung im Parlament

Nationalrat Martin Candinas, Die Mitte – CVP Graubünden, unterstützt die Forderungen der romanischen Sprachorganisation: “Eine Kleinsprache wie das Romanische ist darauf angewiesen, dass sie schweizweit präsent ist.” Der Bund sei dazu verpflichtet, fügt er an. Martin Candinas präsidiert die parlamentarische Gruppe “lingua e cultura rumantscha”, die 2013 in Zusammenarbeit mit der Lia Rumantscha ins Leben gerufen wurde und aktuell mehr als 80 Mitglieder zählt. Das Parlament hat im September 2020 die Kulturbotschaft des Bundes für die Jahre 2021-2024 verabschiedet. Diese sieht erstmals die Förderung des Romanischen auch ausserhalb seines Sprachgebiets in Graubünden vor, also in der gesamten Schweiz.

Bund sensibilisiert

Auf den Tag genau 25 Jahre nach der Abstimmung von 1996 lanciert die Bundesverwaltung, namentlich die Delegierte des Bundes für Mehrsprachigkeit, am 10. März in Zusammenarbeit mit der Lia Rumantscha eine Kampagne, um die Mitarbeitenden der Bundesverwaltung für die romanische Sprache und Kultur zu sensibilisieren (weitere Informationen www.plurilingua.admin.ch).

Bedeutender Entscheid für das Romanische

Am 10. März 1996 sprach sich die Schweizerische Bevölkerung mit 76% Ja-Stimmen für eine Revision des Sprachenartikels in der Bundesverfassung zu. Dieser Entscheid verleiht dem Romanischen den Status einer Teilamtssprache des Bundes. Der in der aktuellen Bundesverfassung unter Artikel 70 zu findende Sprachenartikel hält fest, dass “im Verkehr mit Personen rätoromanischer Sprache auch das Rätoromanische Amtssprache des Bundes” ist. Die weiteren Amtssprachen des Bundes sind Deutsch, Französisch und Italienisch. Seit 1938 ist das Romanische eine der vier Landessprachen der Schweiz. Artikel 4 der Bundesverfassung benennt diese: Die Landessprachen sind Deutsch, Französisch, Italienisch und Rätoromanisch.

Nach Abschluss der obligatorischen Schule absolvierte Marti eine dreijährige Ausbildung zum Koch in der Schweiz. Militärdienst als Presse und Informationsoffizier, anschliessend fotografierte er international für Modezeitschriften. Seit 2020 als Chefredakteur für dasKomma tätig.

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Moderner Fünfkampf: Zehn Nationen an der offenen Schweizermeisterschaft in Bern am Start

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In der Mehrzweckhalle sowie auf der Fahnenwiese der Schweizer Armee an der Papiermühlestrasse finden die Disziplinen Fechten und Laser-Run (Kombination von Schiessen und Laufen) statt. Der Anlass ist öffentlich und Zuschauer sind herzlich willkommen.

 

Moderner Fünfkampf: Zehn Nationen an der offenen Schweizermeisterschaft in Bern am Start

Reiten, Fechten, Schwimmen und Laufen in Kombination mit Schiessen – fünf Disziplinen an einem Tag! Dieser Herausforderung stellen sich rund 60 Athletinnen und Athleten aus zehn Nationen an der offenen Schweizermeisterschaft im Modernen Fünfkampf vom 1. bis 3. Juli in Bern. Auch der Nachwuchs ist am Start und bestreitet je nach Alter den Wettkampf als Vier- oder Dreikampf an einem Tag.

«Alles ist angerichtet und wir freuen uns, dass unsere Elite, der Nachwuchs wie auch Athletinnen und Athleten aus zehn verschiedenen Nationen am 32. Turnier von Bern im Modernen Fünf-, Vier- und Dreikampf bei der offenen Schweizermeisterschaft teilnehmen», sagt der neue OK-Präsident Bernhard Kocher. Die Vorbereitungen für das Turnier laufen auf Hochtouren und ist mit den fünf Disziplinen organisatorisch anspruchsvoll. Für die Wettkämpfe vom 1. bis 3. Juli 2022 haben sich rund 60 Athletinnen und Athleten aus zehn verschiedenen Nationen angemeldet – auch die beiden Titelverteidiger Anna Jurt und Alexandre Dällenbach nehmen teil.

Attraktive Wettkämpfe für Zuschauer

Am Freitag und Samstag findet das Reiten auf dem Gelände des Nationalen Pferdesportzentrums in Bern statt. Und am Sonntag startet der Wettkampftag mit der Disziplin Schwimmen um 8.30 Uhr im Hallenbad Wyler. Ab 10.30 Uhr können Interessierte den Wettkämpfen im Fechten zuschauen, die in der Mehrzweckhalle an der Papiermühlestrasse in Bern stattfinden. Ab 15 bis 18 Uhr steht auf der Wiese davor die spannende Disziplin Laser-Run, eine Kombination mit Schiessen (Laserpistolen) und Laufen auf dem Programm. Besonders dieses Wettkampfformat bietet für die Zuschauer viel Spektakel, weil die Athletinnen und Athleten je nach Punkten mit Vorsprung starten und von der Konkurrenz verfolgt werden. Neben der Laufstärke ist bei dieser Disziplin zum Abschluss des intensiven Wettkampftages auch die Treffsicherheit gefordert. Im Anschluss an den Laser-Run finden die Siegerehrungen statt. Der Anlass ist öffentlich und Zuschauer sind herzlich willkommen.

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Excellence Gourmetfestival ’22 zwischen Basel und Strassburg

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Bildrechte: Excellence Fotograf: Frank Schwarzbach

Weinfelden (ots)

 

Das gute Essen, die hohe Kunst am Herd – das gehört zu den Dingen, auf die man bei der Badener Familienreederei Excellence besonders stolz ist. Die Krönung zum Saisonende: das Excellence Gourmetfestival. Jetzt wurde die Liste der Gastköche bekanntgegeben. Im 10. Jahr des Gipfeltreffens zwischen Basel und Strassburg heuern 35 hochkarätige Köchinnen und Köche an Bord an. Sie bringen es auf insgesamt 560 Gault-Millau-Punkte und 51 Michelin-Sterne. Neben den Stars am Herd treten im Jubiläumsjahr auch Musikstars der Extraklasse auf: Pepe Lienhard und Nubya.

Das gibt’s auf keinem Schiff? Doch. Das Setting des Excellence Gourmetfestivals auf zwei eleganten Flusslinern ist weltweit einmalig. 2013 startete das Festival mit acht Gastköchen. Stephan Frei, Geschäftsführer und Initiator des Events ist selbst erstaunt, wie sich das Festival in den letzten zehn Jahren entwickelt hat. “Nie hätte ich gedacht, dass wir so viel Zuspruch für unsere Fine-Dining-Trips erhalten.” Grund für den Erfolg? Das sei natürlich in erster Linie die ausserordentliche Kochkunst der Gastköche. “Aber unsere Gäste mögen es auch, mit den Köchinnen und Köchen auf Tuchfühlung zu gehen, etwas über ihre Kochphilosophie, die Idee hinter ihren Gerichten zu erfahren und sie auch als Mensch kennenzulernen.” Und dass nach dem Gala-Menü mit Weinbegleitung das behagliche Bett nur wenige Schritte entfernt sei, habe natürlich auch seinen Reiz, so Frei.

Gipfeltreffen der Kochgilde. Es ist die erste Riege der Kochzunft, die Abend für Abend das Publikum begeistert. Klassiker und Avantgardistinnen, gestandene Grandchefs und kreative Talente. Sie zeigen die grosse Vielfalt der Hochküche. Und es ist unübersehbar: Was in den kulinarischen Ideenschmieden geschieht, ist spannend wie nie zuvor. Mehr denn je wird mit verblüffender Kreativität und Mut gekocht. Zu den grossen Namen der 3-Sterne- und 19-Punkte-Chefs gehören Peter Knogl, Tanja Grandits, Heiko Nieder, der Berliner Tim Raue. Ausserdem gastiert der amtierende Gault-Millau-Koch des Jahres Mitja Birlo und der Aufsteiger des Jahres Jeroen Achtien. Aus Slowenien reist die grandiose Autodidaktin Ana Ros an, deren Lokal im Ranking der “Best Restaurants of the World” Platz 21 belegt. Aus den Niederlanden kommt Jan Boerma, der sein berühmtes 3-Sterne-Restaurant “De Leest” schloss und nun am Festival mit Stefan Heilemann zum Four- Hands-Dinner antritt. Dominik Hartmann serviert grandiose vegetarische Küche auf 2-Sterne-Niveau.

Special Acts zum 10-Jährigen. An den Gala-Nights zum Jubiläum treten neben den Meisterköchen Stars der Musikszene auf. Rico Zandonella mit dem legendären Pepe Lienhard & Band und an der Festival-Dernière Dieter Koschina (2-Sterne, Vila Joya, Albufeira) mit der fantastischen Basler Sängerin Nubya.

Sieben Conférenciers, darunter Sven Epiney, Rainer Maria Salzgeber, Nicole Berchtold oder Dani Fohrler führen durch die Gourmet-Galas, berichten zu jedem Gang Interessantes aus der Küche und befragen die Sommeliers – bis zum grossen Finale, wenn die Chefs mit ihrer Crew unter grossem Applaus vor die Gäste treten. Die Gourmet-Nacht endet mit Jazz-, Soul-, Rock und Dance-Sounds bei einem letzten Drink in der Lounge. Wer in Basel an Bord geht, erwacht in Strassburg, oder umgekehrt.

Volle CO2-Kompensation und Frischluft an Bord. Eine 100%-Klimakompensation auf Basis der CO2- Bilanzberechnung der Stiftung Myclimate ist Teil des Reisearrangements und der Nachhaltigkeitsstrategie von Excellence. Die innovative Ionisierungstechnologie von Excellence befreit die Atemluft an Bord und im Bus von virustragenden Aerosolen und schädlichen Partikeln.

Das Excellence Gourmetfestival ’22. Grosse Kochkunst, grosse Weine, prominente Moderator/innen, gute Live-Sounds und Begegnungen mit Freunden der guten Küche. Die exquisiten 2-tägigen Fine Dining-Trips zwischen Basel und Strassburg finden vom 14.10. – 27.11.22 auf den eleganten Flusslinern Excellence Countess und Excellence Princess statt.

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Burda-Vorstand Philipp Welte: Viele Verlage haben für das zweite Halbjahr noch kein Papier

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Burda Fotograf: Max-Louis Koebele/CaptureIt

Wien (ots)

“Viele Verlage wissen bis heute nicht, auf welchem Papier sie im dritten oder vierten Quartal ihre Zeitschriften drucken sollen”, sagte Philipp Welte beim European Publishing Congress Montagabend in Wien. Doch nicht alleine die Produktion ihre Zeitschriften macht den Verlegern derzeit Sorgen. Im Werbemarkt schlägt sich die aktuelle Unsicherheit in einem signifikanten Rückgang bei den Anzeigen nieder. Zugleich leiden deutsche Medien nach wie vor massiv unter der Marktmacht US-amerikanischer Technologieplattformen. Google, Amazon und Facebook werden in diesem Jahr auf dem deutschen Markt über 8,8 Milliarden Euro Werbung abziehen, was einem Marktanteil von 35,9 Prozent entspricht.

Jeder dritte Titel am deutschen Markt gefährdet

“Wir haben es zu tun mit einer bisher nie dagewesenen Kombination von strukturellen Veränderungen und massiven aktuellen Bedrohungen. Und im Ergebnis mit einer erschreckenden Erkenntnis: Die einzigartige Vielfalt der freien, journalistischen Medien, die die Verlage in Europa geschaffen haben, ist ökonomisch substanziell bedroht”, warnte der Vizepräsident des Medienverbandes der freien Presse (vormals VDZ) und Mitglied des Burda-Vorstandes. Welte geht davon aus, dass auf dem deutschen Markt jedes dritte gedruckte Medienangebote in seiner Existenz gefährdet ist.

Politik versteht die Rolle der freien Presse nicht mehr

Die wirtschaftliche Dimension der Gefährdung sei aber nur der eine Teil. “Die andere Gefahr wächst und wuchert viel tiefer – wie ein Geschwür in unserer demokratischen Kultur. Es ist die Bedrohung der Freiheit des Denkens, der Meinungen, eine Bedrohung der Toleranz”, warnte Welte in Wien und kritisierte massiv die Politik. “Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass die Politik die Rolle der freien Presse nicht mehr versteht – oder nicht verstehen will”, so der Burda-Manager.

Viele Medienhäuser sind mit ihrer Digitalstrategie vorangekommen

Beim European Publishing Congress wurde deutlich, dass es neben ernsthaften Sorgen auch berechtigte Hoffnung für die Zukunft der Medien gibt. Viele Medienhäuser sind mit ihren digitalen Angeboten gut vorangekommen und schaffen es auch, dafür zahlende Leserinnen und Leser zu gewinnen. Unter anderem präsentierten in Wien “Zeit”-Chefredakteur Jochen Wegner und Geschäftsführer Christian Röpke die Ergebnisse ihrer Strategie. Die Verlagsgruppe der “Zeit” hat im Vorjahr erneut zugelegt. Bei den Digitalabos sogar um 43 Prozent. Dabei zeigt sich, dass es durchaus noch Lücken für Medien gibt. Bei den diversen Tests haben die Macherinnen und Macher der “Zeit” eine triviale Schwachstelle entdeckt, das Wochenende. Sonntag ist der stärkste Abo-Tag und gleichzeitig bietet hier die Redaktion am wenigsten. Das ändert sich eben. Mit einer digitalen Sonntagsausgabe soll diese Lücke nun geschlossen werden.

Nach zwei Jahren Pandemie-bedingter Pause waren knapp 300 Chefredakteure und Führungskräfte europäischer Medienhäuser nach Wien gekommen, um sich über ihre Konzepte und Strategien auszutauschen. Unterstützt wurde dieser größte europäische Medienkongress unter anderem durch den Verband der österreichischen Zeitungs- und Zeitschriftenverleger, durch die Bundeszentrale für politische Bildung in Deutschland und Readly aus Schweden. Der Kongress endete Montagabend mit der Ehrung der Europas bester Medien. In diesem Jahr kommen diese aus Portugal, Spanien, Belgien, Norwegen und der Schweiz. Veranstalter des Kongresses sind der Medienfachverlag Oberauer und der deutsche Zeitungsdesigner Norbert Küpper.

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Mehr Sichtbarkeit für das Romanische – 25 Jahre Teilamtssprache des Bundes

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Chur (ots) Am 10. März 1996 anerkannte das Schweizer Stimmvolk das Romanische als Teilamtssprache des Bundes. Trotz vieler Fortschritte in der Förderung der vierten Landessprache seither hapert es vielfach bei der Umsetzung einer mehrsprachigen Kommunikation seitens des Bundes. Die Lia Rumantscha fordert deshalb eine konsequentere Verwendung des Romanischen im Kontakt mit der romanischen Bevölkerung.

Den Status einer Teilamtssprache erachtet die Lia Rumantscha, die Dachorganisation der rätoromanischen Sprach- und Kulturförderung, als wichtig für den Erhalt des Romanischen. Seit der Abstimmung zum Sprachenartikel 1996 wurde viel für die Förderung des Romanischen unternommen, was die Lia Rumantscha dankend anerkennt. So übersetzt der Bund Dokumente besonderer Tragweite, z.B. Erläuterungen zu Abstimmungen, ins Romanische. Wenn eine Bürgerin oder ein Bürger sich auf Romanisch an die Bundesverwaltung richtet, antwortet diese auf Romanisch.

Mehr Sichtbarkeit

Bei der Umsetzung einer mehrsprachigen Kommunikation seitens des Bundes sieht die Lia Rumantscha jedoch Handlungsbedarf. Sie fordert anlässlich des 25-Jahr-Jubiläums der Einführung des Romanischen als Teilamtssprache des Bundes eine konsequentere Verwendung der romanischen Amtssprache auf Bundesebene: Das Parlament, die Bundesverwaltung sowie bundesnahe Betriebe müssen das Romanische vermehrt in ihrer Kommunikation und im Kontakt mit der romanischen Bevölkerung einsetzen.

Konkret fordert die Lia Rumantscha, dass das Romanische gesamtschweizerisch durchgehend bei Beschriftungen und Beschilderungen aller Art verwendet wird. Dies dort, wo die weiteren drei Amtssprachen der Schweiz aufgeführt werden. Im romanischen Sprachgebiet muss das Romanische zudem prioritär eingesetzt werden bei Informationen an die Bevölkerung und dies auf allen Kommunikationskanälen.

“Wenn das Romanische im nationalen Kontext nicht verwendet wird, gerät es zunehmend in Vergessenheit”, begründet Andreas Gabriel, Generalsekretär ad interim der Lia Rumantscha, die Forderung. Zusätzlich zur konsequenten Verwendung des Romanischen wünscht sich die Lia Rumantscha von der Bundesverwaltung und bundesnahen Betrieben, dass sie auf eine korrekte Begrifflichkeit im Zusammenhang mit den Landes- bzw. Amtssprachen achten. “Die Schweiz ist viersprachig bzw. vielsprachig, jedoch nicht dreisprachig”, resümiert Andreas Gabriel das Anliegen.

Um zu verdeutlichen, wie einfach es sein könnte, der romanischen Sprache zu mehr Präsenz zu verhelfen, publizierte die Lia Rumantscha in diesen Tagen in den sozialen Netzwerken einen kurzen Animationsfilm. Mit einem Augenzwinkern weist der Clip beispielhaft auf eine eklatante Unterlassung bei der Verwendung des Romanischen hin.

Link Animationsfilm “Scumandà da traversar ils binaris”: http://bit.ly/25onns

Unterstützung im Parlament

Nationalrat Martin Candinas, Die Mitte – CVP Graubünden, unterstützt die Forderungen der romanischen Sprachorganisation: “Eine Kleinsprache wie das Romanische ist darauf angewiesen, dass sie schweizweit präsent ist.” Der Bund sei dazu verpflichtet, fügt er an. Martin Candinas präsidiert die parlamentarische Gruppe “lingua e cultura rumantscha”, die 2013 in Zusammenarbeit mit der Lia Rumantscha ins Leben gerufen wurde und aktuell mehr als 80 Mitglieder zählt. Das Parlament hat im September 2020 die Kulturbotschaft des Bundes für die Jahre 2021-2024 verabschiedet. Diese sieht erstmals die Förderung des Romanischen auch ausserhalb seines Sprachgebiets in Graubünden vor, also in der gesamten Schweiz.

Bund sensibilisiert

Auf den Tag genau 25 Jahre nach der Abstimmung von 1996 lanciert die Bundesverwaltung, namentlich die Delegierte des Bundes für Mehrsprachigkeit, am 10. März in Zusammenarbeit mit der Lia Rumantscha eine Kampagne, um die Mitarbeitenden der Bundesverwaltung für die romanische Sprache und Kultur zu sensibilisieren (weitere Informationen www.plurilingua.admin.ch).

Bedeutender Entscheid für das Romanische

Am 10. März 1996 sprach sich die Schweizerische Bevölkerung mit 76% Ja-Stimmen für eine Revision des Sprachenartikels in der Bundesverfassung zu. Dieser Entscheid verleiht dem Romanischen den Status einer Teilamtssprache des Bundes. Der in der aktuellen Bundesverfassung unter Artikel 70 zu findende Sprachenartikel hält fest, dass “im Verkehr mit Personen rätoromanischer Sprache auch das Rätoromanische Amtssprache des Bundes” ist. Die weiteren Amtssprachen des Bundes sind Deutsch, Französisch und Italienisch. Seit 1938 ist das Romanische eine der vier Landessprachen der Schweiz. Artikel 4 der Bundesverfassung benennt diese: Die Landessprachen sind Deutsch, Französisch, Italienisch und Rätoromanisch.

Nach Abschluss der obligatorischen Schule absolvierte Marti eine dreijährige Ausbildung zum Koch in der Schweiz. Militärdienst als Presse und Informationsoffizier, anschliessend fotografierte er international für Modezeitschriften. Seit 2020 als Chefredakteur für dasKomma tätig.

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Moderner Fünfkampf: Zehn Nationen an der offenen Schweizermeisterschaft in Bern am Start

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In der Mehrzweckhalle sowie auf der Fahnenwiese der Schweizer Armee an der Papiermühlestrasse finden die Disziplinen Fechten und Laser-Run (Kombination von Schiessen und Laufen) statt. Der Anlass ist öffentlich und Zuschauer sind herzlich willkommen.

 

Moderner Fünfkampf: Zehn Nationen an der offenen Schweizermeisterschaft in Bern am Start

Reiten, Fechten, Schwimmen und Laufen in Kombination mit Schiessen – fünf Disziplinen an einem Tag! Dieser Herausforderung stellen sich rund 60 Athletinnen und Athleten aus zehn Nationen an der offenen Schweizermeisterschaft im Modernen Fünfkampf vom 1. bis 3. Juli in Bern. Auch der Nachwuchs ist am Start und bestreitet je nach Alter den Wettkampf als Vier- oder Dreikampf an einem Tag.

«Alles ist angerichtet und wir freuen uns, dass unsere Elite, der Nachwuchs wie auch Athletinnen und Athleten aus zehn verschiedenen Nationen am 32. Turnier von Bern im Modernen Fünf-, Vier- und Dreikampf bei der offenen Schweizermeisterschaft teilnehmen», sagt der neue OK-Präsident Bernhard Kocher. Die Vorbereitungen für das Turnier laufen auf Hochtouren und ist mit den fünf Disziplinen organisatorisch anspruchsvoll. Für die Wettkämpfe vom 1. bis 3. Juli 2022 haben sich rund 60 Athletinnen und Athleten aus zehn verschiedenen Nationen angemeldet – auch die beiden Titelverteidiger Anna Jurt und Alexandre Dällenbach nehmen teil.

Attraktive Wettkämpfe für Zuschauer

Am Freitag und Samstag findet das Reiten auf dem Gelände des Nationalen Pferdesportzentrums in Bern statt. Und am Sonntag startet der Wettkampftag mit der Disziplin Schwimmen um 8.30 Uhr im Hallenbad Wyler. Ab 10.30 Uhr können Interessierte den Wettkämpfen im Fechten zuschauen, die in der Mehrzweckhalle an der Papiermühlestrasse in Bern stattfinden. Ab 15 bis 18 Uhr steht auf der Wiese davor die spannende Disziplin Laser-Run, eine Kombination mit Schiessen (Laserpistolen) und Laufen auf dem Programm. Besonders dieses Wettkampfformat bietet für die Zuschauer viel Spektakel, weil die Athletinnen und Athleten je nach Punkten mit Vorsprung starten und von der Konkurrenz verfolgt werden. Neben der Laufstärke ist bei dieser Disziplin zum Abschluss des intensiven Wettkampftages auch die Treffsicherheit gefordert. Im Anschluss an den Laser-Run finden die Siegerehrungen statt. Der Anlass ist öffentlich und Zuschauer sind herzlich willkommen.

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Excellence Gourmetfestival ’22 zwischen Basel und Strassburg

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Bildrechte: Excellence Fotograf: Frank Schwarzbach

Weinfelden (ots)

 

Das gute Essen, die hohe Kunst am Herd – das gehört zu den Dingen, auf die man bei der Badener Familienreederei Excellence besonders stolz ist. Die Krönung zum Saisonende: das Excellence Gourmetfestival. Jetzt wurde die Liste der Gastköche bekanntgegeben. Im 10. Jahr des Gipfeltreffens zwischen Basel und Strassburg heuern 35 hochkarätige Köchinnen und Köche an Bord an. Sie bringen es auf insgesamt 560 Gault-Millau-Punkte und 51 Michelin-Sterne. Neben den Stars am Herd treten im Jubiläumsjahr auch Musikstars der Extraklasse auf: Pepe Lienhard und Nubya.

Das gibt’s auf keinem Schiff? Doch. Das Setting des Excellence Gourmetfestivals auf zwei eleganten Flusslinern ist weltweit einmalig. 2013 startete das Festival mit acht Gastköchen. Stephan Frei, Geschäftsführer und Initiator des Events ist selbst erstaunt, wie sich das Festival in den letzten zehn Jahren entwickelt hat. “Nie hätte ich gedacht, dass wir so viel Zuspruch für unsere Fine-Dining-Trips erhalten.” Grund für den Erfolg? Das sei natürlich in erster Linie die ausserordentliche Kochkunst der Gastköche. “Aber unsere Gäste mögen es auch, mit den Köchinnen und Köchen auf Tuchfühlung zu gehen, etwas über ihre Kochphilosophie, die Idee hinter ihren Gerichten zu erfahren und sie auch als Mensch kennenzulernen.” Und dass nach dem Gala-Menü mit Weinbegleitung das behagliche Bett nur wenige Schritte entfernt sei, habe natürlich auch seinen Reiz, so Frei.

Gipfeltreffen der Kochgilde. Es ist die erste Riege der Kochzunft, die Abend für Abend das Publikum begeistert. Klassiker und Avantgardistinnen, gestandene Grandchefs und kreative Talente. Sie zeigen die grosse Vielfalt der Hochküche. Und es ist unübersehbar: Was in den kulinarischen Ideenschmieden geschieht, ist spannend wie nie zuvor. Mehr denn je wird mit verblüffender Kreativität und Mut gekocht. Zu den grossen Namen der 3-Sterne- und 19-Punkte-Chefs gehören Peter Knogl, Tanja Grandits, Heiko Nieder, der Berliner Tim Raue. Ausserdem gastiert der amtierende Gault-Millau-Koch des Jahres Mitja Birlo und der Aufsteiger des Jahres Jeroen Achtien. Aus Slowenien reist die grandiose Autodidaktin Ana Ros an, deren Lokal im Ranking der “Best Restaurants of the World” Platz 21 belegt. Aus den Niederlanden kommt Jan Boerma, der sein berühmtes 3-Sterne-Restaurant “De Leest” schloss und nun am Festival mit Stefan Heilemann zum Four- Hands-Dinner antritt. Dominik Hartmann serviert grandiose vegetarische Küche auf 2-Sterne-Niveau.

Special Acts zum 10-Jährigen. An den Gala-Nights zum Jubiläum treten neben den Meisterköchen Stars der Musikszene auf. Rico Zandonella mit dem legendären Pepe Lienhard & Band und an der Festival-Dernière Dieter Koschina (2-Sterne, Vila Joya, Albufeira) mit der fantastischen Basler Sängerin Nubya.

Sieben Conférenciers, darunter Sven Epiney, Rainer Maria Salzgeber, Nicole Berchtold oder Dani Fohrler führen durch die Gourmet-Galas, berichten zu jedem Gang Interessantes aus der Küche und befragen die Sommeliers – bis zum grossen Finale, wenn die Chefs mit ihrer Crew unter grossem Applaus vor die Gäste treten. Die Gourmet-Nacht endet mit Jazz-, Soul-, Rock und Dance-Sounds bei einem letzten Drink in der Lounge. Wer in Basel an Bord geht, erwacht in Strassburg, oder umgekehrt.

Volle CO2-Kompensation und Frischluft an Bord. Eine 100%-Klimakompensation auf Basis der CO2- Bilanzberechnung der Stiftung Myclimate ist Teil des Reisearrangements und der Nachhaltigkeitsstrategie von Excellence. Die innovative Ionisierungstechnologie von Excellence befreit die Atemluft an Bord und im Bus von virustragenden Aerosolen und schädlichen Partikeln.

Das Excellence Gourmetfestival ’22. Grosse Kochkunst, grosse Weine, prominente Moderator/innen, gute Live-Sounds und Begegnungen mit Freunden der guten Küche. Die exquisiten 2-tägigen Fine Dining-Trips zwischen Basel und Strassburg finden vom 14.10. – 27.11.22 auf den eleganten Flusslinern Excellence Countess und Excellence Princess statt.

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Burda-Vorstand Philipp Welte: Viele Verlage haben für das zweite Halbjahr noch kein Papier

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Burda Fotograf: Max-Louis Koebele/CaptureIt

Wien (ots)

“Viele Verlage wissen bis heute nicht, auf welchem Papier sie im dritten oder vierten Quartal ihre Zeitschriften drucken sollen”, sagte Philipp Welte beim European Publishing Congress Montagabend in Wien. Doch nicht alleine die Produktion ihre Zeitschriften macht den Verlegern derzeit Sorgen. Im Werbemarkt schlägt sich die aktuelle Unsicherheit in einem signifikanten Rückgang bei den Anzeigen nieder. Zugleich leiden deutsche Medien nach wie vor massiv unter der Marktmacht US-amerikanischer Technologieplattformen. Google, Amazon und Facebook werden in diesem Jahr auf dem deutschen Markt über 8,8 Milliarden Euro Werbung abziehen, was einem Marktanteil von 35,9 Prozent entspricht.

Jeder dritte Titel am deutschen Markt gefährdet

“Wir haben es zu tun mit einer bisher nie dagewesenen Kombination von strukturellen Veränderungen und massiven aktuellen Bedrohungen. Und im Ergebnis mit einer erschreckenden Erkenntnis: Die einzigartige Vielfalt der freien, journalistischen Medien, die die Verlage in Europa geschaffen haben, ist ökonomisch substanziell bedroht”, warnte der Vizepräsident des Medienverbandes der freien Presse (vormals VDZ) und Mitglied des Burda-Vorstandes. Welte geht davon aus, dass auf dem deutschen Markt jedes dritte gedruckte Medienangebote in seiner Existenz gefährdet ist.

Politik versteht die Rolle der freien Presse nicht mehr

Die wirtschaftliche Dimension der Gefährdung sei aber nur der eine Teil. “Die andere Gefahr wächst und wuchert viel tiefer – wie ein Geschwür in unserer demokratischen Kultur. Es ist die Bedrohung der Freiheit des Denkens, der Meinungen, eine Bedrohung der Toleranz”, warnte Welte in Wien und kritisierte massiv die Politik. “Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass die Politik die Rolle der freien Presse nicht mehr versteht – oder nicht verstehen will”, so der Burda-Manager.

Viele Medienhäuser sind mit ihrer Digitalstrategie vorangekommen

Beim European Publishing Congress wurde deutlich, dass es neben ernsthaften Sorgen auch berechtigte Hoffnung für die Zukunft der Medien gibt. Viele Medienhäuser sind mit ihren digitalen Angeboten gut vorangekommen und schaffen es auch, dafür zahlende Leserinnen und Leser zu gewinnen. Unter anderem präsentierten in Wien “Zeit”-Chefredakteur Jochen Wegner und Geschäftsführer Christian Röpke die Ergebnisse ihrer Strategie. Die Verlagsgruppe der “Zeit” hat im Vorjahr erneut zugelegt. Bei den Digitalabos sogar um 43 Prozent. Dabei zeigt sich, dass es durchaus noch Lücken für Medien gibt. Bei den diversen Tests haben die Macherinnen und Macher der “Zeit” eine triviale Schwachstelle entdeckt, das Wochenende. Sonntag ist der stärkste Abo-Tag und gleichzeitig bietet hier die Redaktion am wenigsten. Das ändert sich eben. Mit einer digitalen Sonntagsausgabe soll diese Lücke nun geschlossen werden.

Nach zwei Jahren Pandemie-bedingter Pause waren knapp 300 Chefredakteure und Führungskräfte europäischer Medienhäuser nach Wien gekommen, um sich über ihre Konzepte und Strategien auszutauschen. Unterstützt wurde dieser größte europäische Medienkongress unter anderem durch den Verband der österreichischen Zeitungs- und Zeitschriftenverleger, durch die Bundeszentrale für politische Bildung in Deutschland und Readly aus Schweden. Der Kongress endete Montagabend mit der Ehrung der Europas bester Medien. In diesem Jahr kommen diese aus Portugal, Spanien, Belgien, Norwegen und der Schweiz. Veranstalter des Kongresses sind der Medienfachverlag Oberauer und der deutsche Zeitungsdesigner Norbert Küpper.

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