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Wirtschaft

Mehr Geld für die Deutschschweiz: FinanceScout24 analysiert das Kreditverhalten im Corona-Jahr

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Vor knapp zwölf Monaten verkündete der Bundesrat in der Schweiz die ausserordentliche Lage. 2020 war ein Jahr der Extreme: die erste und die zweite Welle der COVID-19-Infektionen, Lockdown und Öffnungsmassnahmen, die neue Normalität mit Abstandsregeln, Kontaktbeschränkungen und Maskenpflicht. Das alles wirkte sich nicht nur auf die Stimmung der Menschen aus, sondern auch auf Konsumgewohnheiten, Investitions- und Kreditentscheidungen. Wie sah es im Corona-Jahr mit privaten Kreditanfragen aus?

Im Januar vergangenen Jahres war SARS-CoV-2 ein neuartiges Virus, das zu der Zeit hauptsächlich auf China und dessen Nachbarländer begrenzt und in der Schweiz noch kein Thema war. Saisontypisch war die durchschnittlich angefragte Kreditsumme im Januar auf dem Jahrestiefstand. Die Analyse von FinanceScout24 von etwa 150’000 privaten Kreditanfragen zeigt, dass schon bald die Winterruhe vorbei war und viele Schweizerinnen und Schweizer ihre Pläne für das Jahr 2020 umsetzen wollten: Im Februar stieg die angefragte Summe für Konsumkredite um 11.74 Prozent im Vergleich zum Januar.

Lockdown durchkreuzt Jahresplanung

Während des Lockdowns im März und April 2020 legten offenbar viele ihre Pläne auf Eis, denn die durchschnittlich angefragte Kreditsumme in den Frühjahrsmonaten war deutlich niedriger als im Februar. Nach den ersten Lockerungen im Mai erhöhte sie sich wieder und pendelte sich über die Sommermonate auf einem mittleren Niveau ein. Einen markanten Anstieg gab es aber erst im Herbst, der sich auch während der «zweiten Welle» fortsetzte. Im Dezember 2020 lagen die durchschnittlichen Kreditbeträge rund 24 Prozent höher als zu Beginn des Corona-Jahres.

Kreditspezialistin Angela Lopes von FinanceScout24 schätzt diese Entwicklung so ein: «Der Anstieg der Kreditsumme im Winter 2020 hat wahrscheinlich damit zu tun, dass aufgrund der pandemiebedingten Unsicherheit im Frühjahr und im Sommer viele Investitionen zunächst aufgeschoben und dann erst kurz vor Weihnachten getätigt wurden. Ein weiterer Grund könnte sein, dass manche Banken in den Wintermonaten ihre restriktive Politik ein wenig gelockert haben.»

Mehr Kreditanfragen aus der Deutschschweiz

Im kantonalen Vergleich kamen die meisten Kreditanfragen aus den bevölkerungsreichsten Kantonen der Deutschschweiz. Dabei bildeten der Kanton Zürich mit 18 Prozent aller Anfragen, der Kanton Bern (11.6 Prozent) und der Kanton Aargau (9.3 Prozent) die Top 3. Aufgeschlüsselt nach der durchschnittlich höchsten Kreditsumme landete der Kanton Zug (37‘461 Franken) auf Platz eins, gefolgt vom Kanton Zürich (35‘110 Franken) und dem Kanton Basel-Stadt (33‘339 Franken). Das Schlusslicht bildete der Kanton Wallis (28‘404 Franken).

Die Unsicherheit bleibt

Trotz erneutem Shutdown, dem anlaufenden Impfprogramm und sinkender Infektionszahlen in der Schweiz ist auch der Jahresanfang 2021 von Unsicherheit geprägt. «Wie sich die generelle Verunsicherung auf Kreditanfragen im Jahr 2021 auswirken wird, ist im Detail schwer vorherzusagen. Doch je länger die Corona-Krise und deren Auswirkungen andauern, desto grösser wird der finanzielle Druck auf die Bevölkerung. Daher ist nicht mit einem starken Rückgang der Kreditanfragen zu rechnen. Vermutlich bleibt es im Vergleich zu den Jahren davor unverändert, da die Banken sich mit der Pandemie arrangieren und immer mehr ihre Risikopolitik lockern», sagt Angela Lopes, Kreditspezialistin bei FinanceScout24.

Nach Abschluss der obligatorischen Schule absolvierte Marti eine dreijährige Ausbildung zum Koch in der Schweiz. Militärdienst als Presse und Informationsoffizier, anschliessend fotografierte er international für Modezeitschriften. Seit 2020 als Chefredakteur für dasKomma tätig.

Aktuell

Burda-Vorstand Philipp Welte: Viele Verlage haben für das zweite Halbjahr noch kein Papier

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Burda Fotograf: Max-Louis Koebele/CaptureIt

Wien (ots)

“Viele Verlage wissen bis heute nicht, auf welchem Papier sie im dritten oder vierten Quartal ihre Zeitschriften drucken sollen”, sagte Philipp Welte beim European Publishing Congress Montagabend in Wien. Doch nicht alleine die Produktion ihre Zeitschriften macht den Verlegern derzeit Sorgen. Im Werbemarkt schlägt sich die aktuelle Unsicherheit in einem signifikanten Rückgang bei den Anzeigen nieder. Zugleich leiden deutsche Medien nach wie vor massiv unter der Marktmacht US-amerikanischer Technologieplattformen. Google, Amazon und Facebook werden in diesem Jahr auf dem deutschen Markt über 8,8 Milliarden Euro Werbung abziehen, was einem Marktanteil von 35,9 Prozent entspricht.

Jeder dritte Titel am deutschen Markt gefährdet

“Wir haben es zu tun mit einer bisher nie dagewesenen Kombination von strukturellen Veränderungen und massiven aktuellen Bedrohungen. Und im Ergebnis mit einer erschreckenden Erkenntnis: Die einzigartige Vielfalt der freien, journalistischen Medien, die die Verlage in Europa geschaffen haben, ist ökonomisch substanziell bedroht”, warnte der Vizepräsident des Medienverbandes der freien Presse (vormals VDZ) und Mitglied des Burda-Vorstandes. Welte geht davon aus, dass auf dem deutschen Markt jedes dritte gedruckte Medienangebote in seiner Existenz gefährdet ist.

Politik versteht die Rolle der freien Presse nicht mehr

Die wirtschaftliche Dimension der Gefährdung sei aber nur der eine Teil. “Die andere Gefahr wächst und wuchert viel tiefer – wie ein Geschwür in unserer demokratischen Kultur. Es ist die Bedrohung der Freiheit des Denkens, der Meinungen, eine Bedrohung der Toleranz”, warnte Welte in Wien und kritisierte massiv die Politik. “Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass die Politik die Rolle der freien Presse nicht mehr versteht – oder nicht verstehen will”, so der Burda-Manager.

Viele Medienhäuser sind mit ihrer Digitalstrategie vorangekommen

Beim European Publishing Congress wurde deutlich, dass es neben ernsthaften Sorgen auch berechtigte Hoffnung für die Zukunft der Medien gibt. Viele Medienhäuser sind mit ihren digitalen Angeboten gut vorangekommen und schaffen es auch, dafür zahlende Leserinnen und Leser zu gewinnen. Unter anderem präsentierten in Wien “Zeit”-Chefredakteur Jochen Wegner und Geschäftsführer Christian Röpke die Ergebnisse ihrer Strategie. Die Verlagsgruppe der “Zeit” hat im Vorjahr erneut zugelegt. Bei den Digitalabos sogar um 43 Prozent. Dabei zeigt sich, dass es durchaus noch Lücken für Medien gibt. Bei den diversen Tests haben die Macherinnen und Macher der “Zeit” eine triviale Schwachstelle entdeckt, das Wochenende. Sonntag ist der stärkste Abo-Tag und gleichzeitig bietet hier die Redaktion am wenigsten. Das ändert sich eben. Mit einer digitalen Sonntagsausgabe soll diese Lücke nun geschlossen werden.

Nach zwei Jahren Pandemie-bedingter Pause waren knapp 300 Chefredakteure und Führungskräfte europäischer Medienhäuser nach Wien gekommen, um sich über ihre Konzepte und Strategien auszutauschen. Unterstützt wurde dieser größte europäische Medienkongress unter anderem durch den Verband der österreichischen Zeitungs- und Zeitschriftenverleger, durch die Bundeszentrale für politische Bildung in Deutschland und Readly aus Schweden. Der Kongress endete Montagabend mit der Ehrung der Europas bester Medien. In diesem Jahr kommen diese aus Portugal, Spanien, Belgien, Norwegen und der Schweiz. Veranstalter des Kongresses sind der Medienfachverlag Oberauer und der deutsche Zeitungsdesigner Norbert Küpper.

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Aktuell

Am Mittwoch startet die ILA 2022 am Flughafen Berlin Brandenburg

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© Messe Berlin GmbH

Nach zwei Jahren Corona-Zwangspause ist die Internationale Luft- und Raumfahrtausstellung (ILA) wieder zurück. Sie gehört zu einer der grössten Luftfahrtmessen der Welt und findet dieses Jahr zum ersten Mal am neu eröffneten Flughafen Berlin Brandenburg (BER) statt. Vom 22. bis und mit 26. Juni 2022 kommen Luftfahrtbegeisterte an der diesjährigen ILA wieder auf ihre Kosten. Von Mittwoch bis Freitag ist die Messe Fachbesuchern aus der Luftfahrtindustrie vorenthalten. Am Wochenende, Samstag und Sonntag sind Privatbesuchertage. An allen Tagen ist die ILA 2022 von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Zum Hauptthema gehört die Nachhaltigkeit und ihre neuen Technologien, besonders das klimaneutralen Fliegen wird dieses Jahr im Fokus liegen. Das Live-Programm mit geplanten Flugshows an allen Messetagen wird erstmalig durch die neue Digitalplattform ILA Digital ergänzt.

 

 

 

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Aktuell

Ferien-Boom: So findest du trotzdem noch ein Reise-Schnäppchen!

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Screenshot ab-in-den-urlaub.ch

Die Corona-Pandemie ist in vielen Länder schon fast vergessen und gefühlt alle wollen nur eins: ihre Ferien nachholen. Doch besonders zur Hochsaison schiessen die Preise in die Höhe. Die Auswahl wird von Tag zu Tag knapper und erste Fluggesellschaften streichen Flüge wegen Personalmangel. Wie du jetzt doch noch ein Schnäppchen finden kannst, zeigen wir dir.

Erwartungen und Budget festlegen und sich daran halten. Wenn ihr zu zweit oder in einer Gruppe verreist, solltet ihr euch gemeinsam Gedanken über eure Erwartungen und über das Budget machen. Je nach Erwartungen und Wünsche kann es hilfreich sein, eine Liste mit den Ausschlusskriterien zu machen oder aber klassisch alle Must-Haves aufzulisten. Macht euch klare Gedanken, was ihr wollt oder was ihr zwingend braucht.

In der Nebensaison verreisen. Die Preise sind bekanntlich in der Hochsaison und zu Schul- und Ferienzeiten deutlich höher, als in der Nebensaison. Prüft und vergleicht die Preise der Hochsaison mit der Nebensaison. Schon wenige Tage vor oder nach der Schulferienzeit sind die Preise oftmals um ein vielfaches tiefer.

Beliebtes oder alle Reiseziele wählen um Inspiration zu erhalten. Statt gezielt nach einer Reisedestination oder Region zu suchen, gibt es auf vielen Such- und Vermittlungsplattformen die Möglichkeit, nach allen Reisezielen zu suchen und so die günstigsten Reiseziele zu finden. Das ganze gilt bei den Flügen auch für die Abflughäfen. Umso mehr Abflughäfen du nutzen kannst, umso mehr Auswahl wirst du angezeigt bekommen.

Auto, Bus, Flugzeug oder Zug. Die hohen Spritpreise bemerken vor allem Autofahrer. Vergleicht, welches Transportmittel am günstigsten ist und am meisten Sinn macht. Nicht immer zählt der Preis, sondern Komfort und die Reisedauer.

Pauschalreisen oder selber buchen? Flug, Transfer und Hotel in einer Buchung. Ob nur mit Frühstück, Halbpension oder sogar All-Inclusive – mit einer Pauschalreise musst du dich um fast nichts kümmern und hast einen Preis für alles. Auch hier macht es Sinn, vorgängig das Pauschalangebot mit verschiedenen Reiseveranstalter und Buchungsplattformen zu vergleichen. Oftmals sind Pauschalangebote preislich attraktiver als Hotel und Flug selber zu buchen, zumal du dich dann bei Problemen jederzeit an den Reiseveranstalter melden kannst.

Übrige Kosten miteinkalkulierten. Bevor es bereits losgeht, kannst du bereits sparen. An fast allen Flughäfen kann das Parking vorab Online reserviert und bezahlt werden und das in den Regel zu einem Spezialtarif. Auch Spartickets für den Öffentlichen Verkehr sind vorab günstiger und Mietwagen für am Reiseziel lassen sich Online in wenigen Klicks buchen. Berechne Ausflüge und Verpflegung mit ein.

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Mehr Geld für die Deutschschweiz: FinanceScout24 analysiert das Kreditverhalten im Corona-Jahr

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Vor knapp zwölf Monaten verkündete der Bundesrat in der Schweiz die ausserordentliche Lage. 2020 war ein Jahr der Extreme: die erste und die zweite Welle der COVID-19-Infektionen, Lockdown und Öffnungsmassnahmen, die neue Normalität mit Abstandsregeln, Kontaktbeschränkungen und Maskenpflicht. Das alles wirkte sich nicht nur auf die Stimmung der Menschen aus, sondern auch auf Konsumgewohnheiten, Investitions- und Kreditentscheidungen. Wie sah es im Corona-Jahr mit privaten Kreditanfragen aus?

Im Januar vergangenen Jahres war SARS-CoV-2 ein neuartiges Virus, das zu der Zeit hauptsächlich auf China und dessen Nachbarländer begrenzt und in der Schweiz noch kein Thema war. Saisontypisch war die durchschnittlich angefragte Kreditsumme im Januar auf dem Jahrestiefstand. Die Analyse von FinanceScout24 von etwa 150’000 privaten Kreditanfragen zeigt, dass schon bald die Winterruhe vorbei war und viele Schweizerinnen und Schweizer ihre Pläne für das Jahr 2020 umsetzen wollten: Im Februar stieg die angefragte Summe für Konsumkredite um 11.74 Prozent im Vergleich zum Januar.

Lockdown durchkreuzt Jahresplanung

Während des Lockdowns im März und April 2020 legten offenbar viele ihre Pläne auf Eis, denn die durchschnittlich angefragte Kreditsumme in den Frühjahrsmonaten war deutlich niedriger als im Februar. Nach den ersten Lockerungen im Mai erhöhte sie sich wieder und pendelte sich über die Sommermonate auf einem mittleren Niveau ein. Einen markanten Anstieg gab es aber erst im Herbst, der sich auch während der «zweiten Welle» fortsetzte. Im Dezember 2020 lagen die durchschnittlichen Kreditbeträge rund 24 Prozent höher als zu Beginn des Corona-Jahres.

Kreditspezialistin Angela Lopes von FinanceScout24 schätzt diese Entwicklung so ein: «Der Anstieg der Kreditsumme im Winter 2020 hat wahrscheinlich damit zu tun, dass aufgrund der pandemiebedingten Unsicherheit im Frühjahr und im Sommer viele Investitionen zunächst aufgeschoben und dann erst kurz vor Weihnachten getätigt wurden. Ein weiterer Grund könnte sein, dass manche Banken in den Wintermonaten ihre restriktive Politik ein wenig gelockert haben.»

Mehr Kreditanfragen aus der Deutschschweiz

Im kantonalen Vergleich kamen die meisten Kreditanfragen aus den bevölkerungsreichsten Kantonen der Deutschschweiz. Dabei bildeten der Kanton Zürich mit 18 Prozent aller Anfragen, der Kanton Bern (11.6 Prozent) und der Kanton Aargau (9.3 Prozent) die Top 3. Aufgeschlüsselt nach der durchschnittlich höchsten Kreditsumme landete der Kanton Zug (37‘461 Franken) auf Platz eins, gefolgt vom Kanton Zürich (35‘110 Franken) und dem Kanton Basel-Stadt (33‘339 Franken). Das Schlusslicht bildete der Kanton Wallis (28‘404 Franken).

Die Unsicherheit bleibt

Trotz erneutem Shutdown, dem anlaufenden Impfprogramm und sinkender Infektionszahlen in der Schweiz ist auch der Jahresanfang 2021 von Unsicherheit geprägt. «Wie sich die generelle Verunsicherung auf Kreditanfragen im Jahr 2021 auswirken wird, ist im Detail schwer vorherzusagen. Doch je länger die Corona-Krise und deren Auswirkungen andauern, desto grösser wird der finanzielle Druck auf die Bevölkerung. Daher ist nicht mit einem starken Rückgang der Kreditanfragen zu rechnen. Vermutlich bleibt es im Vergleich zu den Jahren davor unverändert, da die Banken sich mit der Pandemie arrangieren und immer mehr ihre Risikopolitik lockern», sagt Angela Lopes, Kreditspezialistin bei FinanceScout24.

Nach Abschluss der obligatorischen Schule absolvierte Marti eine dreijährige Ausbildung zum Koch in der Schweiz. Militärdienst als Presse und Informationsoffizier, anschliessend fotografierte er international für Modezeitschriften. Seit 2020 als Chefredakteur für dasKomma tätig.

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Burda-Vorstand Philipp Welte: Viele Verlage haben für das zweite Halbjahr noch kein Papier

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Burda Fotograf: Max-Louis Koebele/CaptureIt

Wien (ots)

“Viele Verlage wissen bis heute nicht, auf welchem Papier sie im dritten oder vierten Quartal ihre Zeitschriften drucken sollen”, sagte Philipp Welte beim European Publishing Congress Montagabend in Wien. Doch nicht alleine die Produktion ihre Zeitschriften macht den Verlegern derzeit Sorgen. Im Werbemarkt schlägt sich die aktuelle Unsicherheit in einem signifikanten Rückgang bei den Anzeigen nieder. Zugleich leiden deutsche Medien nach wie vor massiv unter der Marktmacht US-amerikanischer Technologieplattformen. Google, Amazon und Facebook werden in diesem Jahr auf dem deutschen Markt über 8,8 Milliarden Euro Werbung abziehen, was einem Marktanteil von 35,9 Prozent entspricht.

Jeder dritte Titel am deutschen Markt gefährdet

“Wir haben es zu tun mit einer bisher nie dagewesenen Kombination von strukturellen Veränderungen und massiven aktuellen Bedrohungen. Und im Ergebnis mit einer erschreckenden Erkenntnis: Die einzigartige Vielfalt der freien, journalistischen Medien, die die Verlage in Europa geschaffen haben, ist ökonomisch substanziell bedroht”, warnte der Vizepräsident des Medienverbandes der freien Presse (vormals VDZ) und Mitglied des Burda-Vorstandes. Welte geht davon aus, dass auf dem deutschen Markt jedes dritte gedruckte Medienangebote in seiner Existenz gefährdet ist.

Politik versteht die Rolle der freien Presse nicht mehr

Die wirtschaftliche Dimension der Gefährdung sei aber nur der eine Teil. “Die andere Gefahr wächst und wuchert viel tiefer – wie ein Geschwür in unserer demokratischen Kultur. Es ist die Bedrohung der Freiheit des Denkens, der Meinungen, eine Bedrohung der Toleranz”, warnte Welte in Wien und kritisierte massiv die Politik. “Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass die Politik die Rolle der freien Presse nicht mehr versteht – oder nicht verstehen will”, so der Burda-Manager.

Viele Medienhäuser sind mit ihrer Digitalstrategie vorangekommen

Beim European Publishing Congress wurde deutlich, dass es neben ernsthaften Sorgen auch berechtigte Hoffnung für die Zukunft der Medien gibt. Viele Medienhäuser sind mit ihren digitalen Angeboten gut vorangekommen und schaffen es auch, dafür zahlende Leserinnen und Leser zu gewinnen. Unter anderem präsentierten in Wien “Zeit”-Chefredakteur Jochen Wegner und Geschäftsführer Christian Röpke die Ergebnisse ihrer Strategie. Die Verlagsgruppe der “Zeit” hat im Vorjahr erneut zugelegt. Bei den Digitalabos sogar um 43 Prozent. Dabei zeigt sich, dass es durchaus noch Lücken für Medien gibt. Bei den diversen Tests haben die Macherinnen und Macher der “Zeit” eine triviale Schwachstelle entdeckt, das Wochenende. Sonntag ist der stärkste Abo-Tag und gleichzeitig bietet hier die Redaktion am wenigsten. Das ändert sich eben. Mit einer digitalen Sonntagsausgabe soll diese Lücke nun geschlossen werden.

Nach zwei Jahren Pandemie-bedingter Pause waren knapp 300 Chefredakteure und Führungskräfte europäischer Medienhäuser nach Wien gekommen, um sich über ihre Konzepte und Strategien auszutauschen. Unterstützt wurde dieser größte europäische Medienkongress unter anderem durch den Verband der österreichischen Zeitungs- und Zeitschriftenverleger, durch die Bundeszentrale für politische Bildung in Deutschland und Readly aus Schweden. Der Kongress endete Montagabend mit der Ehrung der Europas bester Medien. In diesem Jahr kommen diese aus Portugal, Spanien, Belgien, Norwegen und der Schweiz. Veranstalter des Kongresses sind der Medienfachverlag Oberauer und der deutsche Zeitungsdesigner Norbert Küpper.

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Am Mittwoch startet die ILA 2022 am Flughafen Berlin Brandenburg

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Nach zwei Jahren Corona-Zwangspause ist die Internationale Luft- und Raumfahrtausstellung (ILA) wieder zurück. Sie gehört zu einer der grössten Luftfahrtmessen der Welt und findet dieses Jahr zum ersten Mal am neu eröffneten Flughafen Berlin Brandenburg (BER) statt. Vom 22. bis und mit 26. Juni 2022 kommen Luftfahrtbegeisterte an der diesjährigen ILA wieder auf ihre Kosten. Von Mittwoch bis Freitag ist die Messe Fachbesuchern aus der Luftfahrtindustrie vorenthalten. Am Wochenende, Samstag und Sonntag sind Privatbesuchertage. An allen Tagen ist die ILA 2022 von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Zum Hauptthema gehört die Nachhaltigkeit und ihre neuen Technologien, besonders das klimaneutralen Fliegen wird dieses Jahr im Fokus liegen. Das Live-Programm mit geplanten Flugshows an allen Messetagen wird erstmalig durch die neue Digitalplattform ILA Digital ergänzt.

 

 

 

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Ferien-Boom: So findest du trotzdem noch ein Reise-Schnäppchen!

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Die Corona-Pandemie ist in vielen Länder schon fast vergessen und gefühlt alle wollen nur eins: ihre Ferien nachholen. Doch besonders zur Hochsaison schiessen die Preise in die Höhe. Die Auswahl wird von Tag zu Tag knapper und erste Fluggesellschaften streichen Flüge wegen Personalmangel. Wie du jetzt doch noch ein Schnäppchen finden kannst, zeigen wir dir.

Erwartungen und Budget festlegen und sich daran halten. Wenn ihr zu zweit oder in einer Gruppe verreist, solltet ihr euch gemeinsam Gedanken über eure Erwartungen und über das Budget machen. Je nach Erwartungen und Wünsche kann es hilfreich sein, eine Liste mit den Ausschlusskriterien zu machen oder aber klassisch alle Must-Haves aufzulisten. Macht euch klare Gedanken, was ihr wollt oder was ihr zwingend braucht.

In der Nebensaison verreisen. Die Preise sind bekanntlich in der Hochsaison und zu Schul- und Ferienzeiten deutlich höher, als in der Nebensaison. Prüft und vergleicht die Preise der Hochsaison mit der Nebensaison. Schon wenige Tage vor oder nach der Schulferienzeit sind die Preise oftmals um ein vielfaches tiefer.

Beliebtes oder alle Reiseziele wählen um Inspiration zu erhalten. Statt gezielt nach einer Reisedestination oder Region zu suchen, gibt es auf vielen Such- und Vermittlungsplattformen die Möglichkeit, nach allen Reisezielen zu suchen und so die günstigsten Reiseziele zu finden. Das ganze gilt bei den Flügen auch für die Abflughäfen. Umso mehr Abflughäfen du nutzen kannst, umso mehr Auswahl wirst du angezeigt bekommen.

Auto, Bus, Flugzeug oder Zug. Die hohen Spritpreise bemerken vor allem Autofahrer. Vergleicht, welches Transportmittel am günstigsten ist und am meisten Sinn macht. Nicht immer zählt der Preis, sondern Komfort und die Reisedauer.

Pauschalreisen oder selber buchen? Flug, Transfer und Hotel in einer Buchung. Ob nur mit Frühstück, Halbpension oder sogar All-Inclusive – mit einer Pauschalreise musst du dich um fast nichts kümmern und hast einen Preis für alles. Auch hier macht es Sinn, vorgängig das Pauschalangebot mit verschiedenen Reiseveranstalter und Buchungsplattformen zu vergleichen. Oftmals sind Pauschalangebote preislich attraktiver als Hotel und Flug selber zu buchen, zumal du dich dann bei Problemen jederzeit an den Reiseveranstalter melden kannst.

Übrige Kosten miteinkalkulierten. Bevor es bereits losgeht, kannst du bereits sparen. An fast allen Flughäfen kann das Parking vorab Online reserviert und bezahlt werden und das in den Regel zu einem Spezialtarif. Auch Spartickets für den Öffentlichen Verkehr sind vorab günstiger und Mietwagen für am Reiseziel lassen sich Online in wenigen Klicks buchen. Berechne Ausflüge und Verpflegung mit ein.

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