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Jungen Menschen fehlt bei journalistischen Nachrichten oft der Bezug zur eigenen Lebenswirklichkeit #UseTheNews

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Eine bundesweite Studie des Projekts #UseTheNews offenbart eine tiefe Informationskluft in der nachwachsenden Generation: Die Hälfte der Jugendlichen hält es nicht für wichtig, sich über Neuigkeiten und aktuelle Ereignisse zu informieren. Nachrichten journalistischer Prägung sind bei Jugendlichen und jungen Menschen bei der Meinungsbildung nicht mehr von entscheidender Bedeutung. Freunde, Familie und Bekannte haben eine spürbar höhere Relevanz. Zu diesen Ergebnissen kommt die #UseTheNews-Studie ,,Nachrichtennutzung und Nachrichtenkompetenz im digitalen Zeitalter”, initiiert von dpa und der Hamburger Behörde für Kultur und Medien. Durchgeführt wurde die Studie vom Leibniz-Institut für Medienforschung. Die Ergebnisse wurden heute beim Mediendialog Hamburg vorgestellt und diskutiert. /

Hamburg (ots) Eine bundesweite Studie des Projekts #UseTheNews offenbart eine tiefe Informationskluft in der nachwachsenden Generation: Die Hälfte der Jugendlichen hält es nicht für wichtig, sich über Neuigkeiten und aktuelle Ereignisse zu informieren. Sie sind zugleich deutlich schlechter informiert als ihre Altersgenossen, die regelmäßig auch journalistische Nachrichtenquellen nutzen. Journalistische Angebote sind allerdings nur noch eine von vielen genutzten Informationsquellen. Zu diesen Ergebnissen kommt die #UseTheNews-Studie “Nachrichtennutzung und Nachrichtenkompetenz im digitalen Zeitalter”, initiiert von dpa und der Hamburger Behörde für Kultur und Medien. Durchgeführt wurde die Studie vom Leibniz-Institut für Medienforschung. Die Ergebnisse wurden heute beim Mediendialog Hamburg vorgestellt und diskutiert.

Erstmals schlüsselt eine Studie derart präzise und differenziert auf, wie junge Menschen mit Nachrichten umgehen. #UseTheNews liefert damit neue fundierte Erkenntnisse für Medienunternehmen und Medienpädagogik. Denn auch, wenn viele häufig Social Media nutzen, so muss das nicht automatisch bedeuten, dass sie nicht an Nachrichten interessiert sind. Denn viele konsumieren zusätzlich auch die Nachrichten im Fernsehen oder Radio, lesen eine Tageszeitung oder informieren sich über die Online-Angebote klassischer Nachrichtenanbieter. So zeigen sich innerhalb einer Alters- und Bildungsgruppe verschiedene Typen mit spezifischen Ausprägungen von Interesse, Nutzung, zugeschriebener Meinungsbildungsrelevanz und Informiertheit. Diese vier identifizierten Typen sind:

1. Journalistisch Informationsorientierte: hohes Nachrichteninteresse, umfangreiche Nutzung und große Relevanz journalistischer Quellen bei geringer Relevanz nicht-journalistischer Angebote; gut informiert

2. Gering Informationsorientierte: geringes Nachrichteninteresse, keine Nutzung und Relevanz journalistischer Quellen bei ebenfalls geringer Nutzung und Relevanz nicht-journalistischer Angebote; nicht gut informiert

3. Umfassend Informationsorientierte: hohes Nachrichteninteresse, umfangreiche Nutzung und große Relevanz journalistischer und nicht-journalistischer Angebote; gut informiert

4. Nicht-Journalistisch Informationsorientierte: mittleres Nachrichteninteresse, keine Nutzung und Relevanz journalistischer Quellen bei hoher Relevanz nicht-journalistischer Angebote; nicht gut informiert

Eine bundesweite Studie des Projekts #UseTheNews offenbart eine tiefe Informationskluft in der nachwachsenden Generation: Die Hälfte der Jugendlichen hält es nicht für wichtig, sich über Neuigkeiten und aktuelle Ereignisse zu informieren. Die Gruppe der Journalistisch Informationsorientierten im Alter von 18 bis 24 Jahren ist beim Liken von Nachrichten auffallend zurückhaltend. Zu diesen Ergebnissen kommt die #UseTheNews-Studie ,,Nachrichtennutzung und Nachrichtenkompetenz im digitalen Zeitalter”, initiiert von dpa und der Hamburger Behörde für Kultur und Medien. Durchgeführt wurde die Studie vom Leibniz-Institut für Medienforschung. Die Ergebnisse wurden heute beim Mediendialog Hamburg vorgestellt und diskutiert. /

Oft fehlt bei journalistischen Nachrichten der Bezug zum eigenen Leben

Die Hälfte der Jugendlichen und jungen Erwachsenen hält es nicht für wichtig, sich über Neuigkeiten und aktuelle Ereignisse zu informieren. Bei journalistischen Nachrichten fehlt ihnen oft der Bezug zu ihrem persönlichen Alltag. Das sagen beispielsweise in der Altersgruppe der 14- bis 17-Jährigen mehr als zwei Drittel der Nicht-Journalistisch Informationsorientierten (67 Prozent). In der Altersgruppe der 18- bis 24-Jährigen sind es etwas weniger (59 Prozent). Aber auch bei den Journalistisch Informationsorientierten – also den Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die den stärksten Bezug zu klassischen Medien haben – ist der Wert in beiden Altersgruppen mit jeweils knapp 40 Prozent vergleichsweise hoch.

Mit 46 Prozent widmet sich insgesamt knapp die Hälfte der befragten Jugendlichen im Alter zwischen 14 und 17 Jahren mehrmals pro Woche journalistischen Angeboten, aber 58 Prozent schauen auch auf nicht-journalistische Akteure. Rund die Hälfte der Jugendlichen und jungen Erwachsenen hält es nicht für wichtig, sich über Neuigkeiten und aktuelle Ereignisse zu informieren.

Freunde, Familie und Bekannte sind für die Meinungsbildung am wichtigsten

Nachrichten journalistischer Prägung sind bei Jugendlichen und jungen Menschen bei der Meinungsbildung nicht mehr von entscheidender Bedeutung. Freunde, Familie und Bekannte haben eine spürbar höhere Relevanz. Allein bei den 18- bis 24-Jährigen liegt in der Gruppe der Journalistisch Informationsorientierten das persönliche Umfeld mit den journalistischen Nachrichtenmedien gleichauf (59 Prozent, bzw. 61 Prozent). Auffällig ist die hohe Relevanz von Influencern auf die Meinungsbildung in der Gruppe der Nicht-Journalistisch Informationsorientierten aber auch bei den Umfassend Informationsorientierten. So halten in der Gruppe der 14- bis 17-Jährigen 41 Prozent der Umfassend Informationsorientierten, in der Gruppe der 18- bis 24-Jährigen 35 Prozent Influencer für äußerst und sehr wichtig für die eigene Meinungsbildung.

Liken und kommentieren

Die Gruppe der Journalistisch Informationsorientierten im Alter von 18 bis 24 Jahren ist beim Liken von Nachrichten affallend zurückhaltend. Während von ihnen nur 28 Prozent regelmäßig den Like-Button klicken, sind es bei den Nicht-Journalistisch Informationsorientierten 73 Prozent. Am aktivsten nutzen in beiden Altersgruppen die Umfassend Informationsorientierten die Kommentarfunktion der Sozialen Netzwerke. Kommentare auf journalistischen Nachrichtenseiten werden von allen Gruppen nur sehr sporadisch gepostet.

Handlungsempfehlungen an Medien und Bildungseinrichtungen

“Journalistische Anbieter sollten Wege entwickeln und erproben, die Alltagsrelevanz ihrer Angebote für Jugendliche und junge Erwachsene herauszustellen und gleichzeitig zu zeigen, dass sie aufgrund ihrer Kompetenzen und Arbeitsweisen besser als andere Informationsanbieter in der Lage sind, relevante Informationen zu liefern”, sagen die Studienautoren Uwe Hasebrink, Sascha Hölig und Leonie Wunderlich vom Leibniz-Institut für Medienforschung in Hamburg. “Nur durch solides Handwerk sowie verlässliche und tiefgründige Inhalte aus verschiedenen Perspektiven kann es gelingen, sich von nicht-journalistischen und meinungsstarken Akteuren abzugrenzen und einen überzeugenden Mehrwert zu schaffen, für den man im Zweifel auch bereit ist, Geld zu bezahlen”, so die Medienforscher.

Darüber hinaus stellen die Autoren fest, dass das Wissen über Funktionen und Arbeitsweisen des Journalismus begrenzt ist. Daher erscheine es ratsam, der schulischen Medienbildung mehr Aufmerksamkeit zukommen zu lassen. Ziel sollte ein besseres Verständnis grundlegender Funktionen des Journalismus in einer Demokratie und der Strukturen des Mediensystems inklusive der Rolle des öffentlich-rechtlichen Rundfunks sein, aber auch die Kenntnis der Aufmerksamkeitsmechanismen und der spezifischen Arbeitsweisen des professionellen Journalismus.

Eine bundesweite Studie des Projekts #UseTheNews offenbart eine tiefe Informationskluft in der nachwachsenden Generation: Die Hälfte der Jugendlichen und jungen Erwachsenen hält es nicht für wichtig, sich über Neuigkeiten und aktuelle Ereignisse zu informieren. Bei journalistischen Nachrichten fehlt ihnen oft der Bezug zu ihrem persönlichen Alltag. Zu diesen Ergebnissen kommt die #UseTheNews-Studie ,,Nachrichtennutzung und Nachrichtenkompetenz im digitalen Zeitalter”, initiiert von dpa und der Hamburger Behörde für Kultur und Medien. Durchgeführt wurde die Studie vom Leibniz-Institut für Medienforschung. Die Ergebnisse wurden heute beim Mediendialog Hamburg vorgestellt und diskutiert. /

Studiendesign: Face-to-Face-Befragung von gut 1500 Personen im Herbst 2020

Das Design der Studie wurde entlang mehrerer Leitfragen entwickelt: Welchen Unterschied macht es, wo und wie sich Jugendliche und junge Erwachsene informieren? Und welche allgemeinen Muster der Orientierung gegenüber Nachrichten lassen sich in der digitalen Medienumgebung beobachten? Um diese Fragen zu beantworten, wurde in der Untersuchung das Zusammenspiel zwischen Nachrichteninteresse, Nachrichtennutzung, Informiertheit und Meinungsbildung untersucht. Dabei lag der Fokus auf der Bedeutung, die den verschiedenen journalistischen und nicht-journalistischen Nachrichtenangeboten bei diesem Zusammenspiel zukommt. Es wurden acht Gruppendiskussionen mit insgesamt 35 Teilnehmenden und eine Face-to-Face-Befragung mit jeweils 500 Personen aus den Altersgruppen 14 bis 17 Jahre, 18 bis 24 Jahre und 40 bis 50 Jahre (n = 1.508) durchgeführt. Die Stichproben bilden ein strukturgleiches Abbild der deutschsprechenden Bevölkerung in Privathaushalten in den jeweiligen Altersgruppen hinsichtlich der Variablen Alter, Geschlecht, Region und Bildung (je 50 Prozent formal hoch und formal niedrig). Die Feldarbeit erfolgte durch die Gesellschaft für Innovative Marktforschung (GIM) zwischen dem 12.10. und dem 06.12.2020.

Stimmen aus dem #UseTheNews-Kuratorium

Julia Becker, Aufsichtsratsvorsitzende, Funke-Mediengruppe:

“Gerade weil Jugendliche die sozialen Medien so intensiv nutzen, braucht es solide recherchierten, verlässlichen Journalismus, der auf Fakten und Vielstimmigkeit setzt, nicht auf eine Agenda, die Algorithmen oder Influencer festgelegt haben. Mehr denn je leisten Verlage diese demokratiebewahrende Arbeit. Wir müssen bei aller Verlässlichkeit und Glaubwürdigkeit jedoch auch die Wellenlänge junger Menschen treffen – etwa durch digitale Formate wie Podcasts, Videos oder Online-Beiträge direkt aus der Lebenswelt dieser Generation. Ich freue mich deshalb, dass #UseTheNews als Kompetenzzentrum für junge Zielgruppen gemeinsam mit FUNKE solche neuen Formate für die Medienbranche konzipiert. Das Projekt entbindet uns, die Verlage, allerdings nicht von der Pflicht, unsere Redaktionen auch personell so divers aufzustellen, dass sich junge Menschen mit all ihren Erwartungen und Sorgen in unseren Produkten wiederfinden können.”

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien der Freien und Hansestadt Hamburg:

“Die Studie ist ein Wegweiser für Journalismus und Politik. Junge Menschen artikulieren ein klares Bedürfnis nach Informationen und Fakten. Ziel professioneller Redaktionen muss es sein, den Wert guter journalistischer Arbeit gerade auch für das Leben junger Menschen deutlich zu machen. Zugleich muss die Vermittlung von Nachrichtenkompetenz und der Rolle des Journalismus für die demokratische Öffentlichkeit besser gelingen. Hier tragen öffentliche Bildungseinrichtungen eine wichtige Verantwortung. Zu beiden Aspekten kann #UseTheNews wichtige Beiträge leisten.”

Dr. Peter Frey, Chefredakteur, ZDF:

“Die #UseTheNews-Studie macht noch einmal deutlich, wie wichtig es ist, dass wir auf die junge Zielgruppe zugehen. Wir wollen Jugendliche und junge Erwachsene dort erreichen, wo sie sowieso unterwegs sind: in den digitalen Netzwerken. Dort müssen wir unsere journalistischen Inhalte plattform-gerecht aufbereiten. An einigen Stellen gelingt uns das bereits, aber in der Breite noch nicht. Besonders wichtig ist, dass wir eine noch bessere Übersetzungsleistung erbringen und erklären, welche konkreten Auswirkungen Nachrichten aus Politik und Wirtschaft auf den Alltag von jungen Menschen haben.”

Prof. Dr. Kai Gniffke, Intendant Südwestrundfunk:

“Unsere Aufgabe als öffentlich-rechtlicher Medienanbieter ist es, junge Menschen für Nachrichteninhalte zu begeistern. Es geht darum, relevante Themen für diese Zielgruppe spannend aufzuarbeiten. Dafür verknüpfen wir fundierte Recherchen und verlässliche Informationen mit der Lebenswirklichkeit junger Menschen. Wir werden auch im Informationsbereich mit unserem neu aufgestellten Nachrichtenangebot auf die jungen Nutzerinnen und Nutzer zugehen – um die ganze Gesellschaft am demokratischen Prozess zu beteiligen. #UseTheNews liefert uns dafür wichtige Einblicke und spannende Erkenntnisse.”

Peter Kropsch, Vorsitzender der Geschäftsführung, dpa:

“Die Ergebnisse der Studie zeigen eindringlich, dass die Medienbranche stärker auf junge Menschen zugehen muss. Anbieter journalistischer Nachrichtenformate stehen vor der Herausforderung, sich ihre Relevanz immer wieder neu zu erkämpfen. Im Projekt #UseTheNews arbeiten wir in einem starken Team zusammen an den passenden Antworten für unsere künftigen Angebote. Denn nur ein Journalismus, der für das Leben der jungen Generation einen echten und spürbaren Wert hat, kann seine gesellschaftliche Aufgabe langfristig erfüllen.”

Über #UseTheNews

Das bundesweite Projekt #UseTheNews geht der Nachrichtennutzung und -kompetenz junger Menschen auf den Grund und entwickelt neue Informations- und Bildungsangebote. In einem News Literacy Lab werden auf Basis der Studienergebnisse neue Nachrichtenangebote konzipiert. Begleitet wird das News Literacy Lab von Journalismus-Experten der Hamburger Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW). Darüber hinaus werden unter dem Titel Open News Education (ONE) Bildungsangebote, Unterrichtsmaterialien und Fortbildungen für Lehrkräfte entwickelt, um die Vermittlung von Nachrichtenkompetenz in Schulen zu stärken. Initiiert wurde #UseTheNews von der Deutschen Presse-Agentur dpa und der Hamburger Behörde für Kultur und Medien. Unterstützt wird das Projekt von einem Kuratorium aus namhaften Persönlichkeiten aus Medien und Politik.

Nach Abschluss der obligatorischen Schule absolvierte Marti eine dreijährige Ausbildung zum Koch in der Schweiz. Militärdienst als Presse und Informationsoffizier, anschliessend fotografierte er international für Modezeitschriften. Seit 2020 als Chefredakteur für dasKomma tätig.

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Moderner Fünfkampf: Zehn Nationen an der offenen Schweizermeisterschaft in Bern am Start

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In der Mehrzweckhalle sowie auf der Fahnenwiese der Schweizer Armee an der Papiermühlestrasse finden die Disziplinen Fechten und Laser-Run (Kombination von Schiessen und Laufen) statt. Der Anlass ist öffentlich und Zuschauer sind herzlich willkommen.

 

Moderner Fünfkampf: Zehn Nationen an der offenen Schweizermeisterschaft in Bern am Start

Reiten, Fechten, Schwimmen und Laufen in Kombination mit Schiessen – fünf Disziplinen an einem Tag! Dieser Herausforderung stellen sich rund 60 Athletinnen und Athleten aus zehn Nationen an der offenen Schweizermeisterschaft im Modernen Fünfkampf vom 1. bis 3. Juli in Bern. Auch der Nachwuchs ist am Start und bestreitet je nach Alter den Wettkampf als Vier- oder Dreikampf an einem Tag.

«Alles ist angerichtet und wir freuen uns, dass unsere Elite, der Nachwuchs wie auch Athletinnen und Athleten aus zehn verschiedenen Nationen am 32. Turnier von Bern im Modernen Fünf-, Vier- und Dreikampf bei der offenen Schweizermeisterschaft teilnehmen», sagt der neue OK-Präsident Bernhard Kocher. Die Vorbereitungen für das Turnier laufen auf Hochtouren und ist mit den fünf Disziplinen organisatorisch anspruchsvoll. Für die Wettkämpfe vom 1. bis 3. Juli 2022 haben sich rund 60 Athletinnen und Athleten aus zehn verschiedenen Nationen angemeldet – auch die beiden Titelverteidiger Anna Jurt und Alexandre Dällenbach nehmen teil.

Attraktive Wettkämpfe für Zuschauer

Am Freitag und Samstag findet das Reiten auf dem Gelände des Nationalen Pferdesportzentrums in Bern statt. Und am Sonntag startet der Wettkampftag mit der Disziplin Schwimmen um 8.30 Uhr im Hallenbad Wyler. Ab 10.30 Uhr können Interessierte den Wettkämpfen im Fechten zuschauen, die in der Mehrzweckhalle an der Papiermühlestrasse in Bern stattfinden. Ab 15 bis 18 Uhr steht auf der Wiese davor die spannende Disziplin Laser-Run, eine Kombination mit Schiessen (Laserpistolen) und Laufen auf dem Programm. Besonders dieses Wettkampfformat bietet für die Zuschauer viel Spektakel, weil die Athletinnen und Athleten je nach Punkten mit Vorsprung starten und von der Konkurrenz verfolgt werden. Neben der Laufstärke ist bei dieser Disziplin zum Abschluss des intensiven Wettkampftages auch die Treffsicherheit gefordert. Im Anschluss an den Laser-Run finden die Siegerehrungen statt. Der Anlass ist öffentlich und Zuschauer sind herzlich willkommen.

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Excellence Gourmetfestival ’22 zwischen Basel und Strassburg

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Bildrechte: Excellence Fotograf: Frank Schwarzbach

Weinfelden (ots)

 

Das gute Essen, die hohe Kunst am Herd – das gehört zu den Dingen, auf die man bei der Badener Familienreederei Excellence besonders stolz ist. Die Krönung zum Saisonende: das Excellence Gourmetfestival. Jetzt wurde die Liste der Gastköche bekanntgegeben. Im 10. Jahr des Gipfeltreffens zwischen Basel und Strassburg heuern 35 hochkarätige Köchinnen und Köche an Bord an. Sie bringen es auf insgesamt 560 Gault-Millau-Punkte und 51 Michelin-Sterne. Neben den Stars am Herd treten im Jubiläumsjahr auch Musikstars der Extraklasse auf: Pepe Lienhard und Nubya.

Das gibt’s auf keinem Schiff? Doch. Das Setting des Excellence Gourmetfestivals auf zwei eleganten Flusslinern ist weltweit einmalig. 2013 startete das Festival mit acht Gastköchen. Stephan Frei, Geschäftsführer und Initiator des Events ist selbst erstaunt, wie sich das Festival in den letzten zehn Jahren entwickelt hat. “Nie hätte ich gedacht, dass wir so viel Zuspruch für unsere Fine-Dining-Trips erhalten.” Grund für den Erfolg? Das sei natürlich in erster Linie die ausserordentliche Kochkunst der Gastköche. “Aber unsere Gäste mögen es auch, mit den Köchinnen und Köchen auf Tuchfühlung zu gehen, etwas über ihre Kochphilosophie, die Idee hinter ihren Gerichten zu erfahren und sie auch als Mensch kennenzulernen.” Und dass nach dem Gala-Menü mit Weinbegleitung das behagliche Bett nur wenige Schritte entfernt sei, habe natürlich auch seinen Reiz, so Frei.

Gipfeltreffen der Kochgilde. Es ist die erste Riege der Kochzunft, die Abend für Abend das Publikum begeistert. Klassiker und Avantgardistinnen, gestandene Grandchefs und kreative Talente. Sie zeigen die grosse Vielfalt der Hochküche. Und es ist unübersehbar: Was in den kulinarischen Ideenschmieden geschieht, ist spannend wie nie zuvor. Mehr denn je wird mit verblüffender Kreativität und Mut gekocht. Zu den grossen Namen der 3-Sterne- und 19-Punkte-Chefs gehören Peter Knogl, Tanja Grandits, Heiko Nieder, der Berliner Tim Raue. Ausserdem gastiert der amtierende Gault-Millau-Koch des Jahres Mitja Birlo und der Aufsteiger des Jahres Jeroen Achtien. Aus Slowenien reist die grandiose Autodidaktin Ana Ros an, deren Lokal im Ranking der “Best Restaurants of the World” Platz 21 belegt. Aus den Niederlanden kommt Jan Boerma, der sein berühmtes 3-Sterne-Restaurant “De Leest” schloss und nun am Festival mit Stefan Heilemann zum Four- Hands-Dinner antritt. Dominik Hartmann serviert grandiose vegetarische Küche auf 2-Sterne-Niveau.

Special Acts zum 10-Jährigen. An den Gala-Nights zum Jubiläum treten neben den Meisterköchen Stars der Musikszene auf. Rico Zandonella mit dem legendären Pepe Lienhard & Band und an der Festival-Dernière Dieter Koschina (2-Sterne, Vila Joya, Albufeira) mit der fantastischen Basler Sängerin Nubya.

Sieben Conférenciers, darunter Sven Epiney, Rainer Maria Salzgeber, Nicole Berchtold oder Dani Fohrler führen durch die Gourmet-Galas, berichten zu jedem Gang Interessantes aus der Küche und befragen die Sommeliers – bis zum grossen Finale, wenn die Chefs mit ihrer Crew unter grossem Applaus vor die Gäste treten. Die Gourmet-Nacht endet mit Jazz-, Soul-, Rock und Dance-Sounds bei einem letzten Drink in der Lounge. Wer in Basel an Bord geht, erwacht in Strassburg, oder umgekehrt.

Volle CO2-Kompensation und Frischluft an Bord. Eine 100%-Klimakompensation auf Basis der CO2- Bilanzberechnung der Stiftung Myclimate ist Teil des Reisearrangements und der Nachhaltigkeitsstrategie von Excellence. Die innovative Ionisierungstechnologie von Excellence befreit die Atemluft an Bord und im Bus von virustragenden Aerosolen und schädlichen Partikeln.

Das Excellence Gourmetfestival ’22. Grosse Kochkunst, grosse Weine, prominente Moderator/innen, gute Live-Sounds und Begegnungen mit Freunden der guten Küche. Die exquisiten 2-tägigen Fine Dining-Trips zwischen Basel und Strassburg finden vom 14.10. – 27.11.22 auf den eleganten Flusslinern Excellence Countess und Excellence Princess statt.

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Burda-Vorstand Philipp Welte: Viele Verlage haben für das zweite Halbjahr noch kein Papier

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Burda Fotograf: Max-Louis Koebele/CaptureIt

Wien (ots)

“Viele Verlage wissen bis heute nicht, auf welchem Papier sie im dritten oder vierten Quartal ihre Zeitschriften drucken sollen”, sagte Philipp Welte beim European Publishing Congress Montagabend in Wien. Doch nicht alleine die Produktion ihre Zeitschriften macht den Verlegern derzeit Sorgen. Im Werbemarkt schlägt sich die aktuelle Unsicherheit in einem signifikanten Rückgang bei den Anzeigen nieder. Zugleich leiden deutsche Medien nach wie vor massiv unter der Marktmacht US-amerikanischer Technologieplattformen. Google, Amazon und Facebook werden in diesem Jahr auf dem deutschen Markt über 8,8 Milliarden Euro Werbung abziehen, was einem Marktanteil von 35,9 Prozent entspricht.

Jeder dritte Titel am deutschen Markt gefährdet

“Wir haben es zu tun mit einer bisher nie dagewesenen Kombination von strukturellen Veränderungen und massiven aktuellen Bedrohungen. Und im Ergebnis mit einer erschreckenden Erkenntnis: Die einzigartige Vielfalt der freien, journalistischen Medien, die die Verlage in Europa geschaffen haben, ist ökonomisch substanziell bedroht”, warnte der Vizepräsident des Medienverbandes der freien Presse (vormals VDZ) und Mitglied des Burda-Vorstandes. Welte geht davon aus, dass auf dem deutschen Markt jedes dritte gedruckte Medienangebote in seiner Existenz gefährdet ist.

Politik versteht die Rolle der freien Presse nicht mehr

Die wirtschaftliche Dimension der Gefährdung sei aber nur der eine Teil. “Die andere Gefahr wächst und wuchert viel tiefer – wie ein Geschwür in unserer demokratischen Kultur. Es ist die Bedrohung der Freiheit des Denkens, der Meinungen, eine Bedrohung der Toleranz”, warnte Welte in Wien und kritisierte massiv die Politik. “Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass die Politik die Rolle der freien Presse nicht mehr versteht – oder nicht verstehen will”, so der Burda-Manager.

Viele Medienhäuser sind mit ihrer Digitalstrategie vorangekommen

Beim European Publishing Congress wurde deutlich, dass es neben ernsthaften Sorgen auch berechtigte Hoffnung für die Zukunft der Medien gibt. Viele Medienhäuser sind mit ihren digitalen Angeboten gut vorangekommen und schaffen es auch, dafür zahlende Leserinnen und Leser zu gewinnen. Unter anderem präsentierten in Wien “Zeit”-Chefredakteur Jochen Wegner und Geschäftsführer Christian Röpke die Ergebnisse ihrer Strategie. Die Verlagsgruppe der “Zeit” hat im Vorjahr erneut zugelegt. Bei den Digitalabos sogar um 43 Prozent. Dabei zeigt sich, dass es durchaus noch Lücken für Medien gibt. Bei den diversen Tests haben die Macherinnen und Macher der “Zeit” eine triviale Schwachstelle entdeckt, das Wochenende. Sonntag ist der stärkste Abo-Tag und gleichzeitig bietet hier die Redaktion am wenigsten. Das ändert sich eben. Mit einer digitalen Sonntagsausgabe soll diese Lücke nun geschlossen werden.

Nach zwei Jahren Pandemie-bedingter Pause waren knapp 300 Chefredakteure und Führungskräfte europäischer Medienhäuser nach Wien gekommen, um sich über ihre Konzepte und Strategien auszutauschen. Unterstützt wurde dieser größte europäische Medienkongress unter anderem durch den Verband der österreichischen Zeitungs- und Zeitschriftenverleger, durch die Bundeszentrale für politische Bildung in Deutschland und Readly aus Schweden. Der Kongress endete Montagabend mit der Ehrung der Europas bester Medien. In diesem Jahr kommen diese aus Portugal, Spanien, Belgien, Norwegen und der Schweiz. Veranstalter des Kongresses sind der Medienfachverlag Oberauer und der deutsche Zeitungsdesigner Norbert Küpper.

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Jungen Menschen fehlt bei journalistischen Nachrichten oft der Bezug zur eigenen Lebenswirklichkeit #UseTheNews

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Eine bundesweite Studie des Projekts #UseTheNews offenbart eine tiefe Informationskluft in der nachwachsenden Generation: Die Hälfte der Jugendlichen hält es nicht für wichtig, sich über Neuigkeiten und aktuelle Ereignisse zu informieren. Nachrichten journalistischer Prägung sind bei Jugendlichen und jungen Menschen bei der Meinungsbildung nicht mehr von entscheidender Bedeutung. Freunde, Familie und Bekannte haben eine spürbar höhere Relevanz. Zu diesen Ergebnissen kommt die #UseTheNews-Studie ,,Nachrichtennutzung und Nachrichtenkompetenz im digitalen Zeitalter”, initiiert von dpa und der Hamburger Behörde für Kultur und Medien. Durchgeführt wurde die Studie vom Leibniz-Institut für Medienforschung. Die Ergebnisse wurden heute beim Mediendialog Hamburg vorgestellt und diskutiert. /

Hamburg (ots) Eine bundesweite Studie des Projekts #UseTheNews offenbart eine tiefe Informationskluft in der nachwachsenden Generation: Die Hälfte der Jugendlichen hält es nicht für wichtig, sich über Neuigkeiten und aktuelle Ereignisse zu informieren. Sie sind zugleich deutlich schlechter informiert als ihre Altersgenossen, die regelmäßig auch journalistische Nachrichtenquellen nutzen. Journalistische Angebote sind allerdings nur noch eine von vielen genutzten Informationsquellen. Zu diesen Ergebnissen kommt die #UseTheNews-Studie “Nachrichtennutzung und Nachrichtenkompetenz im digitalen Zeitalter”, initiiert von dpa und der Hamburger Behörde für Kultur und Medien. Durchgeführt wurde die Studie vom Leibniz-Institut für Medienforschung. Die Ergebnisse wurden heute beim Mediendialog Hamburg vorgestellt und diskutiert.

Erstmals schlüsselt eine Studie derart präzise und differenziert auf, wie junge Menschen mit Nachrichten umgehen. #UseTheNews liefert damit neue fundierte Erkenntnisse für Medienunternehmen und Medienpädagogik. Denn auch, wenn viele häufig Social Media nutzen, so muss das nicht automatisch bedeuten, dass sie nicht an Nachrichten interessiert sind. Denn viele konsumieren zusätzlich auch die Nachrichten im Fernsehen oder Radio, lesen eine Tageszeitung oder informieren sich über die Online-Angebote klassischer Nachrichtenanbieter. So zeigen sich innerhalb einer Alters- und Bildungsgruppe verschiedene Typen mit spezifischen Ausprägungen von Interesse, Nutzung, zugeschriebener Meinungsbildungsrelevanz und Informiertheit. Diese vier identifizierten Typen sind:

1. Journalistisch Informationsorientierte: hohes Nachrichteninteresse, umfangreiche Nutzung und große Relevanz journalistischer Quellen bei geringer Relevanz nicht-journalistischer Angebote; gut informiert

2. Gering Informationsorientierte: geringes Nachrichteninteresse, keine Nutzung und Relevanz journalistischer Quellen bei ebenfalls geringer Nutzung und Relevanz nicht-journalistischer Angebote; nicht gut informiert

3. Umfassend Informationsorientierte: hohes Nachrichteninteresse, umfangreiche Nutzung und große Relevanz journalistischer und nicht-journalistischer Angebote; gut informiert

4. Nicht-Journalistisch Informationsorientierte: mittleres Nachrichteninteresse, keine Nutzung und Relevanz journalistischer Quellen bei hoher Relevanz nicht-journalistischer Angebote; nicht gut informiert

Eine bundesweite Studie des Projekts #UseTheNews offenbart eine tiefe Informationskluft in der nachwachsenden Generation: Die Hälfte der Jugendlichen hält es nicht für wichtig, sich über Neuigkeiten und aktuelle Ereignisse zu informieren. Die Gruppe der Journalistisch Informationsorientierten im Alter von 18 bis 24 Jahren ist beim Liken von Nachrichten auffallend zurückhaltend. Zu diesen Ergebnissen kommt die #UseTheNews-Studie ,,Nachrichtennutzung und Nachrichtenkompetenz im digitalen Zeitalter”, initiiert von dpa und der Hamburger Behörde für Kultur und Medien. Durchgeführt wurde die Studie vom Leibniz-Institut für Medienforschung. Die Ergebnisse wurden heute beim Mediendialog Hamburg vorgestellt und diskutiert. /

Oft fehlt bei journalistischen Nachrichten der Bezug zum eigenen Leben

Die Hälfte der Jugendlichen und jungen Erwachsenen hält es nicht für wichtig, sich über Neuigkeiten und aktuelle Ereignisse zu informieren. Bei journalistischen Nachrichten fehlt ihnen oft der Bezug zu ihrem persönlichen Alltag. Das sagen beispielsweise in der Altersgruppe der 14- bis 17-Jährigen mehr als zwei Drittel der Nicht-Journalistisch Informationsorientierten (67 Prozent). In der Altersgruppe der 18- bis 24-Jährigen sind es etwas weniger (59 Prozent). Aber auch bei den Journalistisch Informationsorientierten – also den Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die den stärksten Bezug zu klassischen Medien haben – ist der Wert in beiden Altersgruppen mit jeweils knapp 40 Prozent vergleichsweise hoch.

Mit 46 Prozent widmet sich insgesamt knapp die Hälfte der befragten Jugendlichen im Alter zwischen 14 und 17 Jahren mehrmals pro Woche journalistischen Angeboten, aber 58 Prozent schauen auch auf nicht-journalistische Akteure. Rund die Hälfte der Jugendlichen und jungen Erwachsenen hält es nicht für wichtig, sich über Neuigkeiten und aktuelle Ereignisse zu informieren.

Freunde, Familie und Bekannte sind für die Meinungsbildung am wichtigsten

Nachrichten journalistischer Prägung sind bei Jugendlichen und jungen Menschen bei der Meinungsbildung nicht mehr von entscheidender Bedeutung. Freunde, Familie und Bekannte haben eine spürbar höhere Relevanz. Allein bei den 18- bis 24-Jährigen liegt in der Gruppe der Journalistisch Informationsorientierten das persönliche Umfeld mit den journalistischen Nachrichtenmedien gleichauf (59 Prozent, bzw. 61 Prozent). Auffällig ist die hohe Relevanz von Influencern auf die Meinungsbildung in der Gruppe der Nicht-Journalistisch Informationsorientierten aber auch bei den Umfassend Informationsorientierten. So halten in der Gruppe der 14- bis 17-Jährigen 41 Prozent der Umfassend Informationsorientierten, in der Gruppe der 18- bis 24-Jährigen 35 Prozent Influencer für äußerst und sehr wichtig für die eigene Meinungsbildung.

Liken und kommentieren

Die Gruppe der Journalistisch Informationsorientierten im Alter von 18 bis 24 Jahren ist beim Liken von Nachrichten affallend zurückhaltend. Während von ihnen nur 28 Prozent regelmäßig den Like-Button klicken, sind es bei den Nicht-Journalistisch Informationsorientierten 73 Prozent. Am aktivsten nutzen in beiden Altersgruppen die Umfassend Informationsorientierten die Kommentarfunktion der Sozialen Netzwerke. Kommentare auf journalistischen Nachrichtenseiten werden von allen Gruppen nur sehr sporadisch gepostet.

Handlungsempfehlungen an Medien und Bildungseinrichtungen

“Journalistische Anbieter sollten Wege entwickeln und erproben, die Alltagsrelevanz ihrer Angebote für Jugendliche und junge Erwachsene herauszustellen und gleichzeitig zu zeigen, dass sie aufgrund ihrer Kompetenzen und Arbeitsweisen besser als andere Informationsanbieter in der Lage sind, relevante Informationen zu liefern”, sagen die Studienautoren Uwe Hasebrink, Sascha Hölig und Leonie Wunderlich vom Leibniz-Institut für Medienforschung in Hamburg. “Nur durch solides Handwerk sowie verlässliche und tiefgründige Inhalte aus verschiedenen Perspektiven kann es gelingen, sich von nicht-journalistischen und meinungsstarken Akteuren abzugrenzen und einen überzeugenden Mehrwert zu schaffen, für den man im Zweifel auch bereit ist, Geld zu bezahlen”, so die Medienforscher.

Darüber hinaus stellen die Autoren fest, dass das Wissen über Funktionen und Arbeitsweisen des Journalismus begrenzt ist. Daher erscheine es ratsam, der schulischen Medienbildung mehr Aufmerksamkeit zukommen zu lassen. Ziel sollte ein besseres Verständnis grundlegender Funktionen des Journalismus in einer Demokratie und der Strukturen des Mediensystems inklusive der Rolle des öffentlich-rechtlichen Rundfunks sein, aber auch die Kenntnis der Aufmerksamkeitsmechanismen und der spezifischen Arbeitsweisen des professionellen Journalismus.

Eine bundesweite Studie des Projekts #UseTheNews offenbart eine tiefe Informationskluft in der nachwachsenden Generation: Die Hälfte der Jugendlichen und jungen Erwachsenen hält es nicht für wichtig, sich über Neuigkeiten und aktuelle Ereignisse zu informieren. Bei journalistischen Nachrichten fehlt ihnen oft der Bezug zu ihrem persönlichen Alltag. Zu diesen Ergebnissen kommt die #UseTheNews-Studie ,,Nachrichtennutzung und Nachrichtenkompetenz im digitalen Zeitalter”, initiiert von dpa und der Hamburger Behörde für Kultur und Medien. Durchgeführt wurde die Studie vom Leibniz-Institut für Medienforschung. Die Ergebnisse wurden heute beim Mediendialog Hamburg vorgestellt und diskutiert. /

Studiendesign: Face-to-Face-Befragung von gut 1500 Personen im Herbst 2020

Das Design der Studie wurde entlang mehrerer Leitfragen entwickelt: Welchen Unterschied macht es, wo und wie sich Jugendliche und junge Erwachsene informieren? Und welche allgemeinen Muster der Orientierung gegenüber Nachrichten lassen sich in der digitalen Medienumgebung beobachten? Um diese Fragen zu beantworten, wurde in der Untersuchung das Zusammenspiel zwischen Nachrichteninteresse, Nachrichtennutzung, Informiertheit und Meinungsbildung untersucht. Dabei lag der Fokus auf der Bedeutung, die den verschiedenen journalistischen und nicht-journalistischen Nachrichtenangeboten bei diesem Zusammenspiel zukommt. Es wurden acht Gruppendiskussionen mit insgesamt 35 Teilnehmenden und eine Face-to-Face-Befragung mit jeweils 500 Personen aus den Altersgruppen 14 bis 17 Jahre, 18 bis 24 Jahre und 40 bis 50 Jahre (n = 1.508) durchgeführt. Die Stichproben bilden ein strukturgleiches Abbild der deutschsprechenden Bevölkerung in Privathaushalten in den jeweiligen Altersgruppen hinsichtlich der Variablen Alter, Geschlecht, Region und Bildung (je 50 Prozent formal hoch und formal niedrig). Die Feldarbeit erfolgte durch die Gesellschaft für Innovative Marktforschung (GIM) zwischen dem 12.10. und dem 06.12.2020.

Stimmen aus dem #UseTheNews-Kuratorium

Julia Becker, Aufsichtsratsvorsitzende, Funke-Mediengruppe:

“Gerade weil Jugendliche die sozialen Medien so intensiv nutzen, braucht es solide recherchierten, verlässlichen Journalismus, der auf Fakten und Vielstimmigkeit setzt, nicht auf eine Agenda, die Algorithmen oder Influencer festgelegt haben. Mehr denn je leisten Verlage diese demokratiebewahrende Arbeit. Wir müssen bei aller Verlässlichkeit und Glaubwürdigkeit jedoch auch die Wellenlänge junger Menschen treffen – etwa durch digitale Formate wie Podcasts, Videos oder Online-Beiträge direkt aus der Lebenswelt dieser Generation. Ich freue mich deshalb, dass #UseTheNews als Kompetenzzentrum für junge Zielgruppen gemeinsam mit FUNKE solche neuen Formate für die Medienbranche konzipiert. Das Projekt entbindet uns, die Verlage, allerdings nicht von der Pflicht, unsere Redaktionen auch personell so divers aufzustellen, dass sich junge Menschen mit all ihren Erwartungen und Sorgen in unseren Produkten wiederfinden können.”

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien der Freien und Hansestadt Hamburg:

“Die Studie ist ein Wegweiser für Journalismus und Politik. Junge Menschen artikulieren ein klares Bedürfnis nach Informationen und Fakten. Ziel professioneller Redaktionen muss es sein, den Wert guter journalistischer Arbeit gerade auch für das Leben junger Menschen deutlich zu machen. Zugleich muss die Vermittlung von Nachrichtenkompetenz und der Rolle des Journalismus für die demokratische Öffentlichkeit besser gelingen. Hier tragen öffentliche Bildungseinrichtungen eine wichtige Verantwortung. Zu beiden Aspekten kann #UseTheNews wichtige Beiträge leisten.”

Dr. Peter Frey, Chefredakteur, ZDF:

“Die #UseTheNews-Studie macht noch einmal deutlich, wie wichtig es ist, dass wir auf die junge Zielgruppe zugehen. Wir wollen Jugendliche und junge Erwachsene dort erreichen, wo sie sowieso unterwegs sind: in den digitalen Netzwerken. Dort müssen wir unsere journalistischen Inhalte plattform-gerecht aufbereiten. An einigen Stellen gelingt uns das bereits, aber in der Breite noch nicht. Besonders wichtig ist, dass wir eine noch bessere Übersetzungsleistung erbringen und erklären, welche konkreten Auswirkungen Nachrichten aus Politik und Wirtschaft auf den Alltag von jungen Menschen haben.”

Prof. Dr. Kai Gniffke, Intendant Südwestrundfunk:

“Unsere Aufgabe als öffentlich-rechtlicher Medienanbieter ist es, junge Menschen für Nachrichteninhalte zu begeistern. Es geht darum, relevante Themen für diese Zielgruppe spannend aufzuarbeiten. Dafür verknüpfen wir fundierte Recherchen und verlässliche Informationen mit der Lebenswirklichkeit junger Menschen. Wir werden auch im Informationsbereich mit unserem neu aufgestellten Nachrichtenangebot auf die jungen Nutzerinnen und Nutzer zugehen – um die ganze Gesellschaft am demokratischen Prozess zu beteiligen. #UseTheNews liefert uns dafür wichtige Einblicke und spannende Erkenntnisse.”

Peter Kropsch, Vorsitzender der Geschäftsführung, dpa:

“Die Ergebnisse der Studie zeigen eindringlich, dass die Medienbranche stärker auf junge Menschen zugehen muss. Anbieter journalistischer Nachrichtenformate stehen vor der Herausforderung, sich ihre Relevanz immer wieder neu zu erkämpfen. Im Projekt #UseTheNews arbeiten wir in einem starken Team zusammen an den passenden Antworten für unsere künftigen Angebote. Denn nur ein Journalismus, der für das Leben der jungen Generation einen echten und spürbaren Wert hat, kann seine gesellschaftliche Aufgabe langfristig erfüllen.”

Über #UseTheNews

Das bundesweite Projekt #UseTheNews geht der Nachrichtennutzung und -kompetenz junger Menschen auf den Grund und entwickelt neue Informations- und Bildungsangebote. In einem News Literacy Lab werden auf Basis der Studienergebnisse neue Nachrichtenangebote konzipiert. Begleitet wird das News Literacy Lab von Journalismus-Experten der Hamburger Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW). Darüber hinaus werden unter dem Titel Open News Education (ONE) Bildungsangebote, Unterrichtsmaterialien und Fortbildungen für Lehrkräfte entwickelt, um die Vermittlung von Nachrichtenkompetenz in Schulen zu stärken. Initiiert wurde #UseTheNews von der Deutschen Presse-Agentur dpa und der Hamburger Behörde für Kultur und Medien. Unterstützt wird das Projekt von einem Kuratorium aus namhaften Persönlichkeiten aus Medien und Politik.

Nach Abschluss der obligatorischen Schule absolvierte Marti eine dreijährige Ausbildung zum Koch in der Schweiz. Militärdienst als Presse und Informationsoffizier, anschliessend fotografierte er international für Modezeitschriften. Seit 2020 als Chefredakteur für dasKomma tätig.

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Moderner Fünfkampf: Zehn Nationen an der offenen Schweizermeisterschaft in Bern am Start

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In der Mehrzweckhalle sowie auf der Fahnenwiese der Schweizer Armee an der Papiermühlestrasse finden die Disziplinen Fechten und Laser-Run (Kombination von Schiessen und Laufen) statt. Der Anlass ist öffentlich und Zuschauer sind herzlich willkommen.

 

Moderner Fünfkampf: Zehn Nationen an der offenen Schweizermeisterschaft in Bern am Start

Reiten, Fechten, Schwimmen und Laufen in Kombination mit Schiessen – fünf Disziplinen an einem Tag! Dieser Herausforderung stellen sich rund 60 Athletinnen und Athleten aus zehn Nationen an der offenen Schweizermeisterschaft im Modernen Fünfkampf vom 1. bis 3. Juli in Bern. Auch der Nachwuchs ist am Start und bestreitet je nach Alter den Wettkampf als Vier- oder Dreikampf an einem Tag.

«Alles ist angerichtet und wir freuen uns, dass unsere Elite, der Nachwuchs wie auch Athletinnen und Athleten aus zehn verschiedenen Nationen am 32. Turnier von Bern im Modernen Fünf-, Vier- und Dreikampf bei der offenen Schweizermeisterschaft teilnehmen», sagt der neue OK-Präsident Bernhard Kocher. Die Vorbereitungen für das Turnier laufen auf Hochtouren und ist mit den fünf Disziplinen organisatorisch anspruchsvoll. Für die Wettkämpfe vom 1. bis 3. Juli 2022 haben sich rund 60 Athletinnen und Athleten aus zehn verschiedenen Nationen angemeldet – auch die beiden Titelverteidiger Anna Jurt und Alexandre Dällenbach nehmen teil.

Attraktive Wettkämpfe für Zuschauer

Am Freitag und Samstag findet das Reiten auf dem Gelände des Nationalen Pferdesportzentrums in Bern statt. Und am Sonntag startet der Wettkampftag mit der Disziplin Schwimmen um 8.30 Uhr im Hallenbad Wyler. Ab 10.30 Uhr können Interessierte den Wettkämpfen im Fechten zuschauen, die in der Mehrzweckhalle an der Papiermühlestrasse in Bern stattfinden. Ab 15 bis 18 Uhr steht auf der Wiese davor die spannende Disziplin Laser-Run, eine Kombination mit Schiessen (Laserpistolen) und Laufen auf dem Programm. Besonders dieses Wettkampfformat bietet für die Zuschauer viel Spektakel, weil die Athletinnen und Athleten je nach Punkten mit Vorsprung starten und von der Konkurrenz verfolgt werden. Neben der Laufstärke ist bei dieser Disziplin zum Abschluss des intensiven Wettkampftages auch die Treffsicherheit gefordert. Im Anschluss an den Laser-Run finden die Siegerehrungen statt. Der Anlass ist öffentlich und Zuschauer sind herzlich willkommen.

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Excellence Gourmetfestival ’22 zwischen Basel und Strassburg

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Bildrechte: Excellence Fotograf: Frank Schwarzbach

Weinfelden (ots)

 

Das gute Essen, die hohe Kunst am Herd – das gehört zu den Dingen, auf die man bei der Badener Familienreederei Excellence besonders stolz ist. Die Krönung zum Saisonende: das Excellence Gourmetfestival. Jetzt wurde die Liste der Gastköche bekanntgegeben. Im 10. Jahr des Gipfeltreffens zwischen Basel und Strassburg heuern 35 hochkarätige Köchinnen und Köche an Bord an. Sie bringen es auf insgesamt 560 Gault-Millau-Punkte und 51 Michelin-Sterne. Neben den Stars am Herd treten im Jubiläumsjahr auch Musikstars der Extraklasse auf: Pepe Lienhard und Nubya.

Das gibt’s auf keinem Schiff? Doch. Das Setting des Excellence Gourmetfestivals auf zwei eleganten Flusslinern ist weltweit einmalig. 2013 startete das Festival mit acht Gastköchen. Stephan Frei, Geschäftsführer und Initiator des Events ist selbst erstaunt, wie sich das Festival in den letzten zehn Jahren entwickelt hat. “Nie hätte ich gedacht, dass wir so viel Zuspruch für unsere Fine-Dining-Trips erhalten.” Grund für den Erfolg? Das sei natürlich in erster Linie die ausserordentliche Kochkunst der Gastköche. “Aber unsere Gäste mögen es auch, mit den Köchinnen und Köchen auf Tuchfühlung zu gehen, etwas über ihre Kochphilosophie, die Idee hinter ihren Gerichten zu erfahren und sie auch als Mensch kennenzulernen.” Und dass nach dem Gala-Menü mit Weinbegleitung das behagliche Bett nur wenige Schritte entfernt sei, habe natürlich auch seinen Reiz, so Frei.

Gipfeltreffen der Kochgilde. Es ist die erste Riege der Kochzunft, die Abend für Abend das Publikum begeistert. Klassiker und Avantgardistinnen, gestandene Grandchefs und kreative Talente. Sie zeigen die grosse Vielfalt der Hochküche. Und es ist unübersehbar: Was in den kulinarischen Ideenschmieden geschieht, ist spannend wie nie zuvor. Mehr denn je wird mit verblüffender Kreativität und Mut gekocht. Zu den grossen Namen der 3-Sterne- und 19-Punkte-Chefs gehören Peter Knogl, Tanja Grandits, Heiko Nieder, der Berliner Tim Raue. Ausserdem gastiert der amtierende Gault-Millau-Koch des Jahres Mitja Birlo und der Aufsteiger des Jahres Jeroen Achtien. Aus Slowenien reist die grandiose Autodidaktin Ana Ros an, deren Lokal im Ranking der “Best Restaurants of the World” Platz 21 belegt. Aus den Niederlanden kommt Jan Boerma, der sein berühmtes 3-Sterne-Restaurant “De Leest” schloss und nun am Festival mit Stefan Heilemann zum Four- Hands-Dinner antritt. Dominik Hartmann serviert grandiose vegetarische Küche auf 2-Sterne-Niveau.

Special Acts zum 10-Jährigen. An den Gala-Nights zum Jubiläum treten neben den Meisterköchen Stars der Musikszene auf. Rico Zandonella mit dem legendären Pepe Lienhard & Band und an der Festival-Dernière Dieter Koschina (2-Sterne, Vila Joya, Albufeira) mit der fantastischen Basler Sängerin Nubya.

Sieben Conférenciers, darunter Sven Epiney, Rainer Maria Salzgeber, Nicole Berchtold oder Dani Fohrler führen durch die Gourmet-Galas, berichten zu jedem Gang Interessantes aus der Küche und befragen die Sommeliers – bis zum grossen Finale, wenn die Chefs mit ihrer Crew unter grossem Applaus vor die Gäste treten. Die Gourmet-Nacht endet mit Jazz-, Soul-, Rock und Dance-Sounds bei einem letzten Drink in der Lounge. Wer in Basel an Bord geht, erwacht in Strassburg, oder umgekehrt.

Volle CO2-Kompensation und Frischluft an Bord. Eine 100%-Klimakompensation auf Basis der CO2- Bilanzberechnung der Stiftung Myclimate ist Teil des Reisearrangements und der Nachhaltigkeitsstrategie von Excellence. Die innovative Ionisierungstechnologie von Excellence befreit die Atemluft an Bord und im Bus von virustragenden Aerosolen und schädlichen Partikeln.

Das Excellence Gourmetfestival ’22. Grosse Kochkunst, grosse Weine, prominente Moderator/innen, gute Live-Sounds und Begegnungen mit Freunden der guten Küche. Die exquisiten 2-tägigen Fine Dining-Trips zwischen Basel und Strassburg finden vom 14.10. – 27.11.22 auf den eleganten Flusslinern Excellence Countess und Excellence Princess statt.

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Burda-Vorstand Philipp Welte: Viele Verlage haben für das zweite Halbjahr noch kein Papier

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Burda Fotograf: Max-Louis Koebele/CaptureIt

Wien (ots)

“Viele Verlage wissen bis heute nicht, auf welchem Papier sie im dritten oder vierten Quartal ihre Zeitschriften drucken sollen”, sagte Philipp Welte beim European Publishing Congress Montagabend in Wien. Doch nicht alleine die Produktion ihre Zeitschriften macht den Verlegern derzeit Sorgen. Im Werbemarkt schlägt sich die aktuelle Unsicherheit in einem signifikanten Rückgang bei den Anzeigen nieder. Zugleich leiden deutsche Medien nach wie vor massiv unter der Marktmacht US-amerikanischer Technologieplattformen. Google, Amazon und Facebook werden in diesem Jahr auf dem deutschen Markt über 8,8 Milliarden Euro Werbung abziehen, was einem Marktanteil von 35,9 Prozent entspricht.

Jeder dritte Titel am deutschen Markt gefährdet

“Wir haben es zu tun mit einer bisher nie dagewesenen Kombination von strukturellen Veränderungen und massiven aktuellen Bedrohungen. Und im Ergebnis mit einer erschreckenden Erkenntnis: Die einzigartige Vielfalt der freien, journalistischen Medien, die die Verlage in Europa geschaffen haben, ist ökonomisch substanziell bedroht”, warnte der Vizepräsident des Medienverbandes der freien Presse (vormals VDZ) und Mitglied des Burda-Vorstandes. Welte geht davon aus, dass auf dem deutschen Markt jedes dritte gedruckte Medienangebote in seiner Existenz gefährdet ist.

Politik versteht die Rolle der freien Presse nicht mehr

Die wirtschaftliche Dimension der Gefährdung sei aber nur der eine Teil. “Die andere Gefahr wächst und wuchert viel tiefer – wie ein Geschwür in unserer demokratischen Kultur. Es ist die Bedrohung der Freiheit des Denkens, der Meinungen, eine Bedrohung der Toleranz”, warnte Welte in Wien und kritisierte massiv die Politik. “Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass die Politik die Rolle der freien Presse nicht mehr versteht – oder nicht verstehen will”, so der Burda-Manager.

Viele Medienhäuser sind mit ihrer Digitalstrategie vorangekommen

Beim European Publishing Congress wurde deutlich, dass es neben ernsthaften Sorgen auch berechtigte Hoffnung für die Zukunft der Medien gibt. Viele Medienhäuser sind mit ihren digitalen Angeboten gut vorangekommen und schaffen es auch, dafür zahlende Leserinnen und Leser zu gewinnen. Unter anderem präsentierten in Wien “Zeit”-Chefredakteur Jochen Wegner und Geschäftsführer Christian Röpke die Ergebnisse ihrer Strategie. Die Verlagsgruppe der “Zeit” hat im Vorjahr erneut zugelegt. Bei den Digitalabos sogar um 43 Prozent. Dabei zeigt sich, dass es durchaus noch Lücken für Medien gibt. Bei den diversen Tests haben die Macherinnen und Macher der “Zeit” eine triviale Schwachstelle entdeckt, das Wochenende. Sonntag ist der stärkste Abo-Tag und gleichzeitig bietet hier die Redaktion am wenigsten. Das ändert sich eben. Mit einer digitalen Sonntagsausgabe soll diese Lücke nun geschlossen werden.

Nach zwei Jahren Pandemie-bedingter Pause waren knapp 300 Chefredakteure und Führungskräfte europäischer Medienhäuser nach Wien gekommen, um sich über ihre Konzepte und Strategien auszutauschen. Unterstützt wurde dieser größte europäische Medienkongress unter anderem durch den Verband der österreichischen Zeitungs- und Zeitschriftenverleger, durch die Bundeszentrale für politische Bildung in Deutschland und Readly aus Schweden. Der Kongress endete Montagabend mit der Ehrung der Europas bester Medien. In diesem Jahr kommen diese aus Portugal, Spanien, Belgien, Norwegen und der Schweiz. Veranstalter des Kongresses sind der Medienfachverlag Oberauer und der deutsche Zeitungsdesigner Norbert Küpper.

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