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Wirtschaft

Familie Faber-Castell gibt sich neue Inhaberstrategie

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Faber-Castell

Stein (ots) Die neunte Generation der Familie Faber-Castell wird das Unternehmen im Rahmen ihrer neuen Inhaberstrategie als aktiver Gesellschafterkreis kontrollieren. Dafür geht Charles Graf von Faber-Castell in den Aufsichtsrat der Faber-Castell AG, Katharina Gräfin von Faber-Castell in den Verwaltungsrat der A.W. Faber-Castell Unternehmensverwaltung GmbH. Die vier Geschwister – Charles Graf von Faber-Castell, Katharina Gräfin von Faber-Castell, Victoria Gräfin von Faber-Castell und Sarah Gräfin von Faber-Castell – hatten als Hauptgesellschafter*innen im vergangenen Jahr die Erarbeitung einer Inhaberstrategie initiiert, um die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft von Faber-Castell zu stellen.

“Wir freuen uns sehr auf die Aufgabe, die Zukunft von Faber-Castell gemeinsam und aktiv als Gesellschafter*innen mitzugestalten. Wir haben gemeinsam eine moderne, familienkontrollierte Governance-Struktur erarbeitet. So werden wir nicht nur den Herausforderungen unserer Zeit, sondern auch unserer Verantwortung für ein traditionsreiches Unternehmen, eine einzigartige Marke und unsere 6.500 Mitarbeiter*innen auf der ganzen Welt gerecht”, sagten Charles, Katharina, Victoria und Sarah von Faber-Castell in einem gemeinsamen Statement.

“Als neunte Generation spüren wir seit unserer Kindheit, wie viel positive Kraft die Marke Faber-Castell und unsere Produkte auf der ganzen Welt haben. Nun wollen wir im vertrauensvollen Miteinander und offenen Dialog zwischen Gesellschafterkreis, Aufsichtsgremien, Vorstand und der gesamten Belegschaft aktiv daran mitwirken, dass Faber-Castell nicht nur eines der ältesten Familienunternehmen ist, sondern auch eines der jüngsten und innovativsten. Faber-Castell soll auch noch in 260 Jahren kreative Fähigkeiten freisetzen und Menschen auf der ganzen Welt inspirieren.”

Die neunte Generation der Familie Faber-Castell wird die Entwicklung des Unternehmens in einem familienkontrollierten Modell als aktiver Gesellschafterkreis mitgestalten. Zu diesem Zweck haben sie Leitlinien erarbeitet, die dem Vorstand einen verlässlichen Rahmen bieten, um einen nachhaltigen und profitablen Wachstumskurs für Faber-Castell zu entwickeln. Dabei soll Faber-Castell seinem Markenkern als Premium-Marke treu bleiben. Zudem soll die soziale und ökologische Verantwortung weiterhin im Mittelpunkt aller Entscheidungen stehen. Charles Graf von Faber-Castell und Katharina Gräfin von Faber-Castell werden die Positionen der Gesellschafter*innen in den entsprechenden Aufsichtsgremien vertreten. Beide treten in den Gremien jeweils an die Stelle von Detlef Spigiel, der beide Gremien verlässt. Mary Gräfin von Faber-Castell bleibt ebenfalls Mitglied im Aufsichtsrat der Faber-Castell AG.

Gerhard Berssenbrügge, Aufsichtsratsvorsitzender der Faber-Castell AG: “Wir begrüßen Graf von Faber-Castell sehr herzlich als neuen Kollegen im Aufsichtsrat. Bei Herrn Spigiel möchten wir uns für die langjährige vertrauensvolle und kollegiale Zusammenarbeit innerhalb des Aufsichts- und Verwaltungsrats bedanken. Er bleibt dem Unternehmen als Berater des Aufsichtsrates weiterhin eng verbunden. Wir freuen uns darauf, gemeinsam mit der Familie die Weichen für eine erfolgreiche, langfristige Zukunftsausrichtung von Faber-Castell zu stellen.”

Faber-Castell ist eines der weltweit führenden Unternehmen für hochwertige Produkte zum Schreiben, Zeichnen und kreativen Gestalten sowie dekorativer Kosmetikprodukte. Mit über zwei Milliarden Blei- und Farbstiften pro Jahr und ca. 6.500 Mitarbeitern ist Faber-Castell der bedeutendste Hersteller von holzgefassten Stiften weltweit. Heute ist das Unternehmen in über 120 Ländern vertreten und verfügt über eigene Produktionsstätten in zehn sowie Vertriebsgesellschaften in 22 Ländern weltweit. Das 1761 gegründete Industrieunternehmen Faber-Castell ist eines der ältesten der Welt und seit neun Generationen im Besitz derselben Familie. Seine führende Position auf dem internationalen Markt verdankt das Unternehmen der traditionellen Selbstverpflichtung zu höchster Qualität, Umweltverantwortung und der großen Zahl von Produktinnovationen. Der Gruppenumsatz im Geschäftsjahr 19/20 betrug 555 Mio. Euro.

Aktuell

Burda-Vorstand Philipp Welte: Viele Verlage haben für das zweite Halbjahr noch kein Papier

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Burda Fotograf: Max-Louis Koebele/CaptureIt

Wien (ots)

“Viele Verlage wissen bis heute nicht, auf welchem Papier sie im dritten oder vierten Quartal ihre Zeitschriften drucken sollen”, sagte Philipp Welte beim European Publishing Congress Montagabend in Wien. Doch nicht alleine die Produktion ihre Zeitschriften macht den Verlegern derzeit Sorgen. Im Werbemarkt schlägt sich die aktuelle Unsicherheit in einem signifikanten Rückgang bei den Anzeigen nieder. Zugleich leiden deutsche Medien nach wie vor massiv unter der Marktmacht US-amerikanischer Technologieplattformen. Google, Amazon und Facebook werden in diesem Jahr auf dem deutschen Markt über 8,8 Milliarden Euro Werbung abziehen, was einem Marktanteil von 35,9 Prozent entspricht.

Jeder dritte Titel am deutschen Markt gefährdet

“Wir haben es zu tun mit einer bisher nie dagewesenen Kombination von strukturellen Veränderungen und massiven aktuellen Bedrohungen. Und im Ergebnis mit einer erschreckenden Erkenntnis: Die einzigartige Vielfalt der freien, journalistischen Medien, die die Verlage in Europa geschaffen haben, ist ökonomisch substanziell bedroht”, warnte der Vizepräsident des Medienverbandes der freien Presse (vormals VDZ) und Mitglied des Burda-Vorstandes. Welte geht davon aus, dass auf dem deutschen Markt jedes dritte gedruckte Medienangebote in seiner Existenz gefährdet ist.

Politik versteht die Rolle der freien Presse nicht mehr

Die wirtschaftliche Dimension der Gefährdung sei aber nur der eine Teil. “Die andere Gefahr wächst und wuchert viel tiefer – wie ein Geschwür in unserer demokratischen Kultur. Es ist die Bedrohung der Freiheit des Denkens, der Meinungen, eine Bedrohung der Toleranz”, warnte Welte in Wien und kritisierte massiv die Politik. “Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass die Politik die Rolle der freien Presse nicht mehr versteht – oder nicht verstehen will”, so der Burda-Manager.

Viele Medienhäuser sind mit ihrer Digitalstrategie vorangekommen

Beim European Publishing Congress wurde deutlich, dass es neben ernsthaften Sorgen auch berechtigte Hoffnung für die Zukunft der Medien gibt. Viele Medienhäuser sind mit ihren digitalen Angeboten gut vorangekommen und schaffen es auch, dafür zahlende Leserinnen und Leser zu gewinnen. Unter anderem präsentierten in Wien “Zeit”-Chefredakteur Jochen Wegner und Geschäftsführer Christian Röpke die Ergebnisse ihrer Strategie. Die Verlagsgruppe der “Zeit” hat im Vorjahr erneut zugelegt. Bei den Digitalabos sogar um 43 Prozent. Dabei zeigt sich, dass es durchaus noch Lücken für Medien gibt. Bei den diversen Tests haben die Macherinnen und Macher der “Zeit” eine triviale Schwachstelle entdeckt, das Wochenende. Sonntag ist der stärkste Abo-Tag und gleichzeitig bietet hier die Redaktion am wenigsten. Das ändert sich eben. Mit einer digitalen Sonntagsausgabe soll diese Lücke nun geschlossen werden.

Nach zwei Jahren Pandemie-bedingter Pause waren knapp 300 Chefredakteure und Führungskräfte europäischer Medienhäuser nach Wien gekommen, um sich über ihre Konzepte und Strategien auszutauschen. Unterstützt wurde dieser größte europäische Medienkongress unter anderem durch den Verband der österreichischen Zeitungs- und Zeitschriftenverleger, durch die Bundeszentrale für politische Bildung in Deutschland und Readly aus Schweden. Der Kongress endete Montagabend mit der Ehrung der Europas bester Medien. In diesem Jahr kommen diese aus Portugal, Spanien, Belgien, Norwegen und der Schweiz. Veranstalter des Kongresses sind der Medienfachverlag Oberauer und der deutsche Zeitungsdesigner Norbert Küpper.

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Aktuell

Am Mittwoch startet die ILA 2022 am Flughafen Berlin Brandenburg

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© Messe Berlin GmbH

Nach zwei Jahren Corona-Zwangspause ist die Internationale Luft- und Raumfahrtausstellung (ILA) wieder zurück. Sie gehört zu einer der grössten Luftfahrtmessen der Welt und findet dieses Jahr zum ersten Mal am neu eröffneten Flughafen Berlin Brandenburg (BER) statt. Vom 22. bis und mit 26. Juni 2022 kommen Luftfahrtbegeisterte an der diesjährigen ILA wieder auf ihre Kosten. Von Mittwoch bis Freitag ist die Messe Fachbesuchern aus der Luftfahrtindustrie vorenthalten. Am Wochenende, Samstag und Sonntag sind Privatbesuchertage. An allen Tagen ist die ILA 2022 von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Zum Hauptthema gehört die Nachhaltigkeit und ihre neuen Technologien, besonders das klimaneutralen Fliegen wird dieses Jahr im Fokus liegen. Das Live-Programm mit geplanten Flugshows an allen Messetagen wird erstmalig durch die neue Digitalplattform ILA Digital ergänzt.

 

 

 

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Aktuell

Ferien-Boom: So findest du trotzdem noch ein Reise-Schnäppchen!

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Screenshot ab-in-den-urlaub.ch

Die Corona-Pandemie ist in vielen Länder schon fast vergessen und gefühlt alle wollen nur eins: ihre Ferien nachholen. Doch besonders zur Hochsaison schiessen die Preise in die Höhe. Die Auswahl wird von Tag zu Tag knapper und erste Fluggesellschaften streichen Flüge wegen Personalmangel. Wie du jetzt doch noch ein Schnäppchen finden kannst, zeigen wir dir.

Erwartungen und Budget festlegen und sich daran halten. Wenn ihr zu zweit oder in einer Gruppe verreist, solltet ihr euch gemeinsam Gedanken über eure Erwartungen und über das Budget machen. Je nach Erwartungen und Wünsche kann es hilfreich sein, eine Liste mit den Ausschlusskriterien zu machen oder aber klassisch alle Must-Haves aufzulisten. Macht euch klare Gedanken, was ihr wollt oder was ihr zwingend braucht.

In der Nebensaison verreisen. Die Preise sind bekanntlich in der Hochsaison und zu Schul- und Ferienzeiten deutlich höher, als in der Nebensaison. Prüft und vergleicht die Preise der Hochsaison mit der Nebensaison. Schon wenige Tage vor oder nach der Schulferienzeit sind die Preise oftmals um ein vielfaches tiefer.

Beliebtes oder alle Reiseziele wählen um Inspiration zu erhalten. Statt gezielt nach einer Reisedestination oder Region zu suchen, gibt es auf vielen Such- und Vermittlungsplattformen die Möglichkeit, nach allen Reisezielen zu suchen und so die günstigsten Reiseziele zu finden. Das ganze gilt bei den Flügen auch für die Abflughäfen. Umso mehr Abflughäfen du nutzen kannst, umso mehr Auswahl wirst du angezeigt bekommen.

Auto, Bus, Flugzeug oder Zug. Die hohen Spritpreise bemerken vor allem Autofahrer. Vergleicht, welches Transportmittel am günstigsten ist und am meisten Sinn macht. Nicht immer zählt der Preis, sondern Komfort und die Reisedauer.

Pauschalreisen oder selber buchen? Flug, Transfer und Hotel in einer Buchung. Ob nur mit Frühstück, Halbpension oder sogar All-Inclusive – mit einer Pauschalreise musst du dich um fast nichts kümmern und hast einen Preis für alles. Auch hier macht es Sinn, vorgängig das Pauschalangebot mit verschiedenen Reiseveranstalter und Buchungsplattformen zu vergleichen. Oftmals sind Pauschalangebote preislich attraktiver als Hotel und Flug selber zu buchen, zumal du dich dann bei Problemen jederzeit an den Reiseveranstalter melden kannst.

Übrige Kosten miteinkalkulierten. Bevor es bereits losgeht, kannst du bereits sparen. An fast allen Flughäfen kann das Parking vorab Online reserviert und bezahlt werden und das in den Regel zu einem Spezialtarif. Auch Spartickets für den Öffentlichen Verkehr sind vorab günstiger und Mietwagen für am Reiseziel lassen sich Online in wenigen Klicks buchen. Berechne Ausflüge und Verpflegung mit ein.

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Familie Faber-Castell gibt sich neue Inhaberstrategie

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Faber-Castell

Stein (ots) Die neunte Generation der Familie Faber-Castell wird das Unternehmen im Rahmen ihrer neuen Inhaberstrategie als aktiver Gesellschafterkreis kontrollieren. Dafür geht Charles Graf von Faber-Castell in den Aufsichtsrat der Faber-Castell AG, Katharina Gräfin von Faber-Castell in den Verwaltungsrat der A.W. Faber-Castell Unternehmensverwaltung GmbH. Die vier Geschwister – Charles Graf von Faber-Castell, Katharina Gräfin von Faber-Castell, Victoria Gräfin von Faber-Castell und Sarah Gräfin von Faber-Castell – hatten als Hauptgesellschafter*innen im vergangenen Jahr die Erarbeitung einer Inhaberstrategie initiiert, um die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft von Faber-Castell zu stellen.

“Wir freuen uns sehr auf die Aufgabe, die Zukunft von Faber-Castell gemeinsam und aktiv als Gesellschafter*innen mitzugestalten. Wir haben gemeinsam eine moderne, familienkontrollierte Governance-Struktur erarbeitet. So werden wir nicht nur den Herausforderungen unserer Zeit, sondern auch unserer Verantwortung für ein traditionsreiches Unternehmen, eine einzigartige Marke und unsere 6.500 Mitarbeiter*innen auf der ganzen Welt gerecht”, sagten Charles, Katharina, Victoria und Sarah von Faber-Castell in einem gemeinsamen Statement.

“Als neunte Generation spüren wir seit unserer Kindheit, wie viel positive Kraft die Marke Faber-Castell und unsere Produkte auf der ganzen Welt haben. Nun wollen wir im vertrauensvollen Miteinander und offenen Dialog zwischen Gesellschafterkreis, Aufsichtsgremien, Vorstand und der gesamten Belegschaft aktiv daran mitwirken, dass Faber-Castell nicht nur eines der ältesten Familienunternehmen ist, sondern auch eines der jüngsten und innovativsten. Faber-Castell soll auch noch in 260 Jahren kreative Fähigkeiten freisetzen und Menschen auf der ganzen Welt inspirieren.”

Die neunte Generation der Familie Faber-Castell wird die Entwicklung des Unternehmens in einem familienkontrollierten Modell als aktiver Gesellschafterkreis mitgestalten. Zu diesem Zweck haben sie Leitlinien erarbeitet, die dem Vorstand einen verlässlichen Rahmen bieten, um einen nachhaltigen und profitablen Wachstumskurs für Faber-Castell zu entwickeln. Dabei soll Faber-Castell seinem Markenkern als Premium-Marke treu bleiben. Zudem soll die soziale und ökologische Verantwortung weiterhin im Mittelpunkt aller Entscheidungen stehen. Charles Graf von Faber-Castell und Katharina Gräfin von Faber-Castell werden die Positionen der Gesellschafter*innen in den entsprechenden Aufsichtsgremien vertreten. Beide treten in den Gremien jeweils an die Stelle von Detlef Spigiel, der beide Gremien verlässt. Mary Gräfin von Faber-Castell bleibt ebenfalls Mitglied im Aufsichtsrat der Faber-Castell AG.

Gerhard Berssenbrügge, Aufsichtsratsvorsitzender der Faber-Castell AG: “Wir begrüßen Graf von Faber-Castell sehr herzlich als neuen Kollegen im Aufsichtsrat. Bei Herrn Spigiel möchten wir uns für die langjährige vertrauensvolle und kollegiale Zusammenarbeit innerhalb des Aufsichts- und Verwaltungsrats bedanken. Er bleibt dem Unternehmen als Berater des Aufsichtsrates weiterhin eng verbunden. Wir freuen uns darauf, gemeinsam mit der Familie die Weichen für eine erfolgreiche, langfristige Zukunftsausrichtung von Faber-Castell zu stellen.”

Faber-Castell ist eines der weltweit führenden Unternehmen für hochwertige Produkte zum Schreiben, Zeichnen und kreativen Gestalten sowie dekorativer Kosmetikprodukte. Mit über zwei Milliarden Blei- und Farbstiften pro Jahr und ca. 6.500 Mitarbeitern ist Faber-Castell der bedeutendste Hersteller von holzgefassten Stiften weltweit. Heute ist das Unternehmen in über 120 Ländern vertreten und verfügt über eigene Produktionsstätten in zehn sowie Vertriebsgesellschaften in 22 Ländern weltweit. Das 1761 gegründete Industrieunternehmen Faber-Castell ist eines der ältesten der Welt und seit neun Generationen im Besitz derselben Familie. Seine führende Position auf dem internationalen Markt verdankt das Unternehmen der traditionellen Selbstverpflichtung zu höchster Qualität, Umweltverantwortung und der großen Zahl von Produktinnovationen. Der Gruppenumsatz im Geschäftsjahr 19/20 betrug 555 Mio. Euro.

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Burda-Vorstand Philipp Welte: Viele Verlage haben für das zweite Halbjahr noch kein Papier

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Wien (ots)

“Viele Verlage wissen bis heute nicht, auf welchem Papier sie im dritten oder vierten Quartal ihre Zeitschriften drucken sollen”, sagte Philipp Welte beim European Publishing Congress Montagabend in Wien. Doch nicht alleine die Produktion ihre Zeitschriften macht den Verlegern derzeit Sorgen. Im Werbemarkt schlägt sich die aktuelle Unsicherheit in einem signifikanten Rückgang bei den Anzeigen nieder. Zugleich leiden deutsche Medien nach wie vor massiv unter der Marktmacht US-amerikanischer Technologieplattformen. Google, Amazon und Facebook werden in diesem Jahr auf dem deutschen Markt über 8,8 Milliarden Euro Werbung abziehen, was einem Marktanteil von 35,9 Prozent entspricht.

Jeder dritte Titel am deutschen Markt gefährdet

“Wir haben es zu tun mit einer bisher nie dagewesenen Kombination von strukturellen Veränderungen und massiven aktuellen Bedrohungen. Und im Ergebnis mit einer erschreckenden Erkenntnis: Die einzigartige Vielfalt der freien, journalistischen Medien, die die Verlage in Europa geschaffen haben, ist ökonomisch substanziell bedroht”, warnte der Vizepräsident des Medienverbandes der freien Presse (vormals VDZ) und Mitglied des Burda-Vorstandes. Welte geht davon aus, dass auf dem deutschen Markt jedes dritte gedruckte Medienangebote in seiner Existenz gefährdet ist.

Politik versteht die Rolle der freien Presse nicht mehr

Die wirtschaftliche Dimension der Gefährdung sei aber nur der eine Teil. “Die andere Gefahr wächst und wuchert viel tiefer – wie ein Geschwür in unserer demokratischen Kultur. Es ist die Bedrohung der Freiheit des Denkens, der Meinungen, eine Bedrohung der Toleranz”, warnte Welte in Wien und kritisierte massiv die Politik. “Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass die Politik die Rolle der freien Presse nicht mehr versteht – oder nicht verstehen will”, so der Burda-Manager.

Viele Medienhäuser sind mit ihrer Digitalstrategie vorangekommen

Beim European Publishing Congress wurde deutlich, dass es neben ernsthaften Sorgen auch berechtigte Hoffnung für die Zukunft der Medien gibt. Viele Medienhäuser sind mit ihren digitalen Angeboten gut vorangekommen und schaffen es auch, dafür zahlende Leserinnen und Leser zu gewinnen. Unter anderem präsentierten in Wien “Zeit”-Chefredakteur Jochen Wegner und Geschäftsführer Christian Röpke die Ergebnisse ihrer Strategie. Die Verlagsgruppe der “Zeit” hat im Vorjahr erneut zugelegt. Bei den Digitalabos sogar um 43 Prozent. Dabei zeigt sich, dass es durchaus noch Lücken für Medien gibt. Bei den diversen Tests haben die Macherinnen und Macher der “Zeit” eine triviale Schwachstelle entdeckt, das Wochenende. Sonntag ist der stärkste Abo-Tag und gleichzeitig bietet hier die Redaktion am wenigsten. Das ändert sich eben. Mit einer digitalen Sonntagsausgabe soll diese Lücke nun geschlossen werden.

Nach zwei Jahren Pandemie-bedingter Pause waren knapp 300 Chefredakteure und Führungskräfte europäischer Medienhäuser nach Wien gekommen, um sich über ihre Konzepte und Strategien auszutauschen. Unterstützt wurde dieser größte europäische Medienkongress unter anderem durch den Verband der österreichischen Zeitungs- und Zeitschriftenverleger, durch die Bundeszentrale für politische Bildung in Deutschland und Readly aus Schweden. Der Kongress endete Montagabend mit der Ehrung der Europas bester Medien. In diesem Jahr kommen diese aus Portugal, Spanien, Belgien, Norwegen und der Schweiz. Veranstalter des Kongresses sind der Medienfachverlag Oberauer und der deutsche Zeitungsdesigner Norbert Küpper.

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Am Mittwoch startet die ILA 2022 am Flughafen Berlin Brandenburg

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© Messe Berlin GmbH

Nach zwei Jahren Corona-Zwangspause ist die Internationale Luft- und Raumfahrtausstellung (ILA) wieder zurück. Sie gehört zu einer der grössten Luftfahrtmessen der Welt und findet dieses Jahr zum ersten Mal am neu eröffneten Flughafen Berlin Brandenburg (BER) statt. Vom 22. bis und mit 26. Juni 2022 kommen Luftfahrtbegeisterte an der diesjährigen ILA wieder auf ihre Kosten. Von Mittwoch bis Freitag ist die Messe Fachbesuchern aus der Luftfahrtindustrie vorenthalten. Am Wochenende, Samstag und Sonntag sind Privatbesuchertage. An allen Tagen ist die ILA 2022 von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Zum Hauptthema gehört die Nachhaltigkeit und ihre neuen Technologien, besonders das klimaneutralen Fliegen wird dieses Jahr im Fokus liegen. Das Live-Programm mit geplanten Flugshows an allen Messetagen wird erstmalig durch die neue Digitalplattform ILA Digital ergänzt.

 

 

 

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Ferien-Boom: So findest du trotzdem noch ein Reise-Schnäppchen!

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Die Corona-Pandemie ist in vielen Länder schon fast vergessen und gefühlt alle wollen nur eins: ihre Ferien nachholen. Doch besonders zur Hochsaison schiessen die Preise in die Höhe. Die Auswahl wird von Tag zu Tag knapper und erste Fluggesellschaften streichen Flüge wegen Personalmangel. Wie du jetzt doch noch ein Schnäppchen finden kannst, zeigen wir dir.

Erwartungen und Budget festlegen und sich daran halten. Wenn ihr zu zweit oder in einer Gruppe verreist, solltet ihr euch gemeinsam Gedanken über eure Erwartungen und über das Budget machen. Je nach Erwartungen und Wünsche kann es hilfreich sein, eine Liste mit den Ausschlusskriterien zu machen oder aber klassisch alle Must-Haves aufzulisten. Macht euch klare Gedanken, was ihr wollt oder was ihr zwingend braucht.

In der Nebensaison verreisen. Die Preise sind bekanntlich in der Hochsaison und zu Schul- und Ferienzeiten deutlich höher, als in der Nebensaison. Prüft und vergleicht die Preise der Hochsaison mit der Nebensaison. Schon wenige Tage vor oder nach der Schulferienzeit sind die Preise oftmals um ein vielfaches tiefer.

Beliebtes oder alle Reiseziele wählen um Inspiration zu erhalten. Statt gezielt nach einer Reisedestination oder Region zu suchen, gibt es auf vielen Such- und Vermittlungsplattformen die Möglichkeit, nach allen Reisezielen zu suchen und so die günstigsten Reiseziele zu finden. Das ganze gilt bei den Flügen auch für die Abflughäfen. Umso mehr Abflughäfen du nutzen kannst, umso mehr Auswahl wirst du angezeigt bekommen.

Auto, Bus, Flugzeug oder Zug. Die hohen Spritpreise bemerken vor allem Autofahrer. Vergleicht, welches Transportmittel am günstigsten ist und am meisten Sinn macht. Nicht immer zählt der Preis, sondern Komfort und die Reisedauer.

Pauschalreisen oder selber buchen? Flug, Transfer und Hotel in einer Buchung. Ob nur mit Frühstück, Halbpension oder sogar All-Inclusive – mit einer Pauschalreise musst du dich um fast nichts kümmern und hast einen Preis für alles. Auch hier macht es Sinn, vorgängig das Pauschalangebot mit verschiedenen Reiseveranstalter und Buchungsplattformen zu vergleichen. Oftmals sind Pauschalangebote preislich attraktiver als Hotel und Flug selber zu buchen, zumal du dich dann bei Problemen jederzeit an den Reiseveranstalter melden kannst.

Übrige Kosten miteinkalkulierten. Bevor es bereits losgeht, kannst du bereits sparen. An fast allen Flughäfen kann das Parking vorab Online reserviert und bezahlt werden und das in den Regel zu einem Spezialtarif. Auch Spartickets für den Öffentlichen Verkehr sind vorab günstiger und Mietwagen für am Reiseziel lassen sich Online in wenigen Klicks buchen. Berechne Ausflüge und Verpflegung mit ein.

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