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Erwachen aus dem Winterloch

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Geht es nur mir so, oder habt ihr auch das Gefühl, langsam aus dem Winterloch aufzuwachen? Seit die Temperatur steigt und die Tage wieder länger werden, fühle ich mich viel glücklicher und wacher, fast so, als wäre ich in einem Winterschlaf gewesen…

Jeden Frühling fällt mir auf, wie schön das Leben ist und ich freue mich über alles und jeden, unter dem Strich bin ich auf einmal viel glücklicher. An wärmeren Tagen, an denen ich nicht mit Handschuhen, Mütze und Schaal rausgehen kann, könnte ich die ganze Welt umarmen und mir wird bewusst, wie gut es mir geht. Ich empfinde rückblickend die Winterzeit als sehr hart und psychisch anspruchsvoll und merke, wie ich mich den Winter hindurch wie in einer Blase befunden habe. Irgendwie kann ich dann Gefühle nicht richtig wahrnehmen, ich bin müde und in einer melancholischen unmotivierten Stimmung. Auch wenn es im Winter viele tolle Sachen gibt, die mir Freude bereiten wie Weihnachten, Neujahr, Langlaufen, Skifahren und dem Schnee beim Fallen zuzusehen, bin ich doch nicht wirklich glücklich. Im Winter selber merke ich das nicht sehr, doch im Frühling, wenn ich wieder «aufwache» merke ich das extrem, wie anstrengend der Winter für mich war.

Da ich das schon einige Male hatte, versuche ich immer wieder vorzusorgen, indem ich viel Vitamin D zu mir nehme und versuche Sachen zu machen, die mir Freude bereiten. Doch irgendwie klappt das nicht immer.

Weil es mich nervt, dass ich im Winter ständig down bin, habe ich mich erkundet, was das sein könnte und bin auf eine saisonale Depression gestossen. Hier einige Fakten:

Was ist eine saisonale Depression?

Wenn depressive Symptome mehrmals zu bestimmten Jahreszeiten auftreten, spricht man von «saisonal bedingter Depression». Typisch daran ist die gedrückte Stimmung, Antriebs- und Interesselosigkeit, fehlende Freude an Aktivitäten, die früher Spass gemacht haben, und Müdigkeit selbst nach kleinen Anstrengungen. Damit einher gehen oft Schlafstörungen oder verschiedene körperliche Beschwerden.

Welche Ursachen hat die Winterdepression?

Manche Menschen reagieren stark auf fehlendes Licht, Kälte und/oder Dunkelheit. Das allein bewirkt aber noch keine Depression. In der Regel braucht es dazu mehrere Umstände, sowohl biologische als auch psychosoziale. Eine gewisse genetische Veranlagung kann zum Beispiel eine Rolle spielen, aber auch Stress am Arbeitsplatz, Überforderung oder etwa der Verlust eines wichtigen Menschen.

Was hilft bei einer Winterdepression?

Licht, Aktivität und Sport, lautet das Rezept. Auch wenn es schwerfallen mag, sollte man aktiv bleiben und tagsüber an die frische Luft gehen. Selbst bei trübem Himmel dringt etwas UV-Strahlung durch die Wolkendecke oder den Hochnebel. Wenn immer möglich, sollte man im Sonnenlicht Energie tanken.

Die Phototherapie

Diese sogenannte Phototherapie ist wirksam und von den Krankenkassen anerkannt. Sie ist die Behandlung erster Wahl bei der saisonalen Depression, meist spürt man bereits nach einer Woche eine Besserung, die sich in den folgenden Wochen noch verstärkt. 60 bis 90 Prozent der Betroffenen sprechen innerhalb von drei Wochen darauf an. Am besten berät man sich mit dem eigenen Hausarzt über diese Therapie.

 

Nun ja, jetzt ist der Winter hoffentlich vorbei und mir geht es wieder besser. In Zukunft versuche ich einfach meine Routine beizubehalten und mich an die frische Luft zu begeben, auch wenn ich keine Lust habe. Falls du noch einige gute Tipps auf Lager hast, kannst du sie mir gerne auf Instagram schreiben (@mariskavanlavieren).

Ich wünsche allen einen schönen Frühlingsstart und nicht vergessen: «Immer schön dankbar sein, dann kommt das Glück von ganz allein.»

Socken- und Gemüseliebhaberin schreibt über alles mögliche, was sie beschäftigt. Angehende Internationale-Beziehungen-Studentin in Barcelona und gelernte Fachfrau Gesundheit auf der Jagd nach Glück und Wissen. Seit 2019 Model bei der Scoutmodel Agency in Zürich.

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Landei in Barcelona

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Ich, Mariska, bin letzten Donnerstag nach Barcelona gezogen. Zum ersten Mal in meinem Leben, habe ich mein Zuhause verlassen und lebe nun alleine. Ein Landei aus den Bergen zieht in eine 1,62 Mio. Stadt…

Barcelona, eine wunderschöne und vor allem riesige Stadt. Als Landei kennt man das Stadtleben gar nicht. Ich wohne relativ im Zentrum von Barcelona im obersten Stock einer kleinen Wohnung. Nein, im Altbau hat es keinen Lift = ich habe seit 2 Tagen Muskelkater in den Beinen und im Gesäss.

Ich bin überwältigt von dieser Stadt, fühle mich jedoch pudelwohl. Raul, der kleine, ältere Verkäufer gleich um die Ecke ruft mir jedes Mal «Hola Mari!» zu, wenn ich mit meinem Fahrrad vorbeifahre. Ja, Raul der Gute ist mein erster Freund hier.

Da mein Studium erst in einigen Tagen beginnt, habe ich noch etwas Zeit mich einzuleben. Irgendwie dachte ich, ich hätte viel mehr Zeit und mir würde langweilig werden, doch dem ist gar nicht so. Ich erkunde die Stadt, lerne überall neue Menschen kennen und mit den Menschen in meinem Viertel, versuche ich immer wieder kleine Smalltalks zu führen. Auf Märkten erkundige ich mich nach regionalen Rezepten und Lebensmittel und fühle mich auf den Bauernmärkten wie im siebten Himmel. Überall gibt es frisches Gemüse und Obst.

Ich sage euch, die Erdbeeren hier sind nicht zu vergleichen mit jeder Erdbeere, die ich bislang gegessen habe…

Heute hatte ich den ersten Gast in meiner Wohnung: eine Taube. Iiiiiiii, war das eklig. Irgendwie schaffte ich es, die Taube mit einem Handtuch zu fangen und liess sie auf der Terrasse frei. Anschliessend desinfizierte ich die ganze Wohnung. Naja, das war auf jeden Fall ein Erlebnis.

Eine wichtige Lektion, die ich gelernt habe in diesen Tagen: das Wasser aus dem Wasserhahn, kann man nicht trinken! (Ich musste es auf die harte Tour lernen.)

Ich liebe diese Stadt, alle lachen und suchen Kontakt, wenn du ein Lächeln schenkst, bekommst du ein doppeltes und ein «Hola, que tal?» zurück. Es ist einfach, neue Freunde zu finden, solange man aufgeschlossen und mutig ist.

 

PS: Ich konnte sogar schon einen Kauf auf spanisch abwickeln, ohne dass man mir auf englisch geantwortet hat! Wuhuuu!

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Chur: Die grösste offene Drogenszene in der Schweiz

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Drogensüchtige, Alkoholkranke und Randständige prägen das Bild des Churer Stadtparks. Die kürzlich veröffentliche Dokumentation von SRF über die Drogenszene in Chur sorgt für Gesprächsstoff. Die zentral gelegene Grünanlage ist seit Jahren Schauplatz der offenen Churer Drogenszene. Im Schnitt treffen sich hier täglich zwei Dutzend Menschen und konsumieren Drogen. Es sind Bilder, die an die offenen Drogenszenen der 90er-Jahre in Zürich und Bern erinnern.

Die Leiterin der Schweizerischen Koordinations- und Fachstelle Sucht, Franziska Eckmann, sagt gegenüber SRF: «In dieser Grösse gibt es solche Szenen, wo öffentlich konsumiert wird, kaum mehr in der Schweiz.» In anderen Städten gebe es mehr Anlaufstellen für einen Konsum in sicherer Umgebung.

Politischer Druck brachte Stein ins Rollen

Zuständig für die Suchthilfe ist der Kanton. Die Zustände im Stadtpark führten 2018 zu einem politischen Vorstoss im Kantonsparlament. 80 Grossrätinnen und Grossräte verlangten von der Regierung, Anlaufstellen mit Konsumationsräumen zu schaffen. Das Parlament beauftragte dann die Regierung vor zwei Jahren, einen Bericht zur Drogenthematik in Graubünden zu erstellen.

Auf ein «Fixerstübli» warten die Süchtigen noch heute. Erst kürzlich berichtete die Wochenzeitung WOZ ausführlich über die Churer Drogenszene. Nun nimmt der zuständige Regierungsrat erstmals Stellung.

«Es ist nicht so, dass nichts passiert ist», sagt Marcus Caduff (CVP) gegenüber SRF. Man mache bereits heute viel im Drogenbereich. Der besagte Bericht, der vorhandene Lücken aufzeigen soll, liege seit Sommer 2020 vor. Sieben Massnahmen werden darin vorgeschlagen, «ein Konsumraum ist eine davon», erklärt Caduff. Das grösste Manko sei aber im betreuten Wohnbereich, man habe zu wenig Wohnungen für Menschen mit einem Suchtproblem. Insgesamt sieben Empfehlungen enthalte der bisher nicht öffentliche Bericht, darunter auch die Einführung von Gassenarbeit oder ein Monitoring, damit klar wird, wie gross das Drogenproblem ist.

Bis zur Umsetzung noch ein langer Weg

Klar sei, «ein Konsumraum allein löst das Problem noch nicht», gibt der Regierungsrat zu bedenken. Es brauche begleitende Massnahmen. Rund um den Konsumraum gebe es auch noch sehr viele Fragen, die zu klären seien. Wer darf in den Raum? Wie wird das kontrolliert? Wie geht man mit dem Drogenhandel in dieser Umgebung um? Das seien wesentliche Fragen, sagt Caduff. Weiter dürfe ein solcher Raum auch keine Sogwirkung entfalten, denn es gebe in der ganzen Ostschweiz bis jetzt nichts in dieser Art. Bald solle ein Entscheid zur Verbesserung der Situation gefällt werden: «Unser Ziel ist ein Regierungsentscheid noch vor den Sommerferien», stellt der Caduff in Aussicht.

Dann starte aber erst der politische Prozess, «im besten Fall wird man das Thema Konsumraum im Dezember im Parlament behandeln können.» Ein Konsumationsraum in Chur bis Ende Jahr ist für den Bündner Regierungsrat deshalb «illusorisch».

Quelle: SRF

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Geoinformationen – unverzichtbar für Wirtschaft und Verwaltung

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Im März 2021 wurde das Geographische Informationssystem (GIS) des Kantons Graubünden 30‑jährig. Es beinhaltet wesentliche Geoinformationen, welche als Grundlage für Entscheidungen und Massnahmen in Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft und im privaten Umfeld verwendet werden.

Das Erheben und Verbreiten von Geoinformationen auf elektronischem Weg sind heute nicht mehr wegzudenken. Der Kanton Graubünden hat bereits früh die Bedeutung von Geodaten erkannt und im Mai 1987 für den koordinierten Aufbau eines Geoinformationssystems (GIS) in der Verwaltung gesorgt. Zwei Jahre später genehmigte die Regierung die Schaffung eines GIS-Zentrums beim Meliorations- und Vermessungsamt. Die für die Datenerhebung erforderlichen Systeme wurden über die Jahre bedarfsgerecht ausgebaut. Heute ist das GIS ein wichtiger Teil der nationalen Geodateninfrastruktur und bildet in vielen Bereichen ein unverzichtbares Werkzeug.

Gesetzliche Grundlagen zugunsten einer breiten Nutzung

Im Oktober 2007 wurden das Bundesgesetz über Geoinformation und im Juni 2011 das kantonale Geoinformationsgesetz erlassen. Diese Gesetze bezwecken, dass Geodaten den Behörden sowie der Wirtschaft, der Gesellschaft und der Wissenschaft für eine breite Nutzung einfach und zu angemessenen Kosten zur Verfügung gestellt werden. Die rechtlichen Grundlagen sehen ausserdem vor, dass die öffentlich zugänglichen Geodaten kostenlos genutzt werden können.

Geodatendrehscheibe Graubünden

Seit 2007 betreibt die GeoGR AG im Auftrag des Kantons die kantonale Geodatendrehscheibe. Geodaten können via www.geogr.ch eingesehen und nach einer einmaligen Registrierung einfach und kostenlos bezogen werden. Zudem stehen der Öffentlichkeit weitere interaktive Karten der Verwaltung zu rund 115 Themen zur Verfügung. Eine Übersicht zu den publizierten Geodaten, interaktiven Karten und Geodiensten sind unter geo.gr.ch abrufbar.

Weiteres Produkt zur Verfügung

Mit dem Grundstückverzeichnis über die öffentlich-rechtlichen Eigentumsbeschränkungen (ÖREB-Kataster) steht neu unter oereb.geo.gr.ch das nächste Produkt für die Öffentlichkeit zur Verfügung. Damit werden die räumlich abgegrenzten öffentlich-rechtlichen Eigentumsbeschränkungen zentral, einfach und für jede Liegenschaft öffentlich zugänglich gemacht.

Quelle: Amt für Landwirtschaft und Geoinformation

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Erwachen aus dem Winterloch

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Geht es nur mir so, oder habt ihr auch das Gefühl, langsam aus dem Winterloch aufzuwachen? Seit die Temperatur steigt und die Tage wieder länger werden, fühle ich mich viel glücklicher und wacher, fast so, als wäre ich in einem Winterschlaf gewesen…

Jeden Frühling fällt mir auf, wie schön das Leben ist und ich freue mich über alles und jeden, unter dem Strich bin ich auf einmal viel glücklicher. An wärmeren Tagen, an denen ich nicht mit Handschuhen, Mütze und Schaal rausgehen kann, könnte ich die ganze Welt umarmen und mir wird bewusst, wie gut es mir geht. Ich empfinde rückblickend die Winterzeit als sehr hart und psychisch anspruchsvoll und merke, wie ich mich den Winter hindurch wie in einer Blase befunden habe. Irgendwie kann ich dann Gefühle nicht richtig wahrnehmen, ich bin müde und in einer melancholischen unmotivierten Stimmung. Auch wenn es im Winter viele tolle Sachen gibt, die mir Freude bereiten wie Weihnachten, Neujahr, Langlaufen, Skifahren und dem Schnee beim Fallen zuzusehen, bin ich doch nicht wirklich glücklich. Im Winter selber merke ich das nicht sehr, doch im Frühling, wenn ich wieder «aufwache» merke ich das extrem, wie anstrengend der Winter für mich war.

Da ich das schon einige Male hatte, versuche ich immer wieder vorzusorgen, indem ich viel Vitamin D zu mir nehme und versuche Sachen zu machen, die mir Freude bereiten. Doch irgendwie klappt das nicht immer.

Weil es mich nervt, dass ich im Winter ständig down bin, habe ich mich erkundet, was das sein könnte und bin auf eine saisonale Depression gestossen. Hier einige Fakten:

Was ist eine saisonale Depression?

Wenn depressive Symptome mehrmals zu bestimmten Jahreszeiten auftreten, spricht man von «saisonal bedingter Depression». Typisch daran ist die gedrückte Stimmung, Antriebs- und Interesselosigkeit, fehlende Freude an Aktivitäten, die früher Spass gemacht haben, und Müdigkeit selbst nach kleinen Anstrengungen. Damit einher gehen oft Schlafstörungen oder verschiedene körperliche Beschwerden.

Welche Ursachen hat die Winterdepression?

Manche Menschen reagieren stark auf fehlendes Licht, Kälte und/oder Dunkelheit. Das allein bewirkt aber noch keine Depression. In der Regel braucht es dazu mehrere Umstände, sowohl biologische als auch psychosoziale. Eine gewisse genetische Veranlagung kann zum Beispiel eine Rolle spielen, aber auch Stress am Arbeitsplatz, Überforderung oder etwa der Verlust eines wichtigen Menschen.

Was hilft bei einer Winterdepression?

Licht, Aktivität und Sport, lautet das Rezept. Auch wenn es schwerfallen mag, sollte man aktiv bleiben und tagsüber an die frische Luft gehen. Selbst bei trübem Himmel dringt etwas UV-Strahlung durch die Wolkendecke oder den Hochnebel. Wenn immer möglich, sollte man im Sonnenlicht Energie tanken.

Die Phototherapie

Diese sogenannte Phototherapie ist wirksam und von den Krankenkassen anerkannt. Sie ist die Behandlung erster Wahl bei der saisonalen Depression, meist spürt man bereits nach einer Woche eine Besserung, die sich in den folgenden Wochen noch verstärkt. 60 bis 90 Prozent der Betroffenen sprechen innerhalb von drei Wochen darauf an. Am besten berät man sich mit dem eigenen Hausarzt über diese Therapie.

 

Nun ja, jetzt ist der Winter hoffentlich vorbei und mir geht es wieder besser. In Zukunft versuche ich einfach meine Routine beizubehalten und mich an die frische Luft zu begeben, auch wenn ich keine Lust habe. Falls du noch einige gute Tipps auf Lager hast, kannst du sie mir gerne auf Instagram schreiben (@mariskavanlavieren).

Ich wünsche allen einen schönen Frühlingsstart und nicht vergessen: «Immer schön dankbar sein, dann kommt das Glück von ganz allein.»

Socken- und Gemüseliebhaberin schreibt über alles mögliche, was sie beschäftigt. Angehende Internationale-Beziehungen-Studentin in Barcelona und gelernte Fachfrau Gesundheit auf der Jagd nach Glück und Wissen. Seit 2019 Model bei der Scoutmodel Agency in Zürich.

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Landei in Barcelona

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Ich, Mariska, bin letzten Donnerstag nach Barcelona gezogen. Zum ersten Mal in meinem Leben, habe ich mein Zuhause verlassen und lebe nun alleine. Ein Landei aus den Bergen zieht in eine 1,62 Mio. Stadt…

Barcelona, eine wunderschöne und vor allem riesige Stadt. Als Landei kennt man das Stadtleben gar nicht. Ich wohne relativ im Zentrum von Barcelona im obersten Stock einer kleinen Wohnung. Nein, im Altbau hat es keinen Lift = ich habe seit 2 Tagen Muskelkater in den Beinen und im Gesäss.

Ich bin überwältigt von dieser Stadt, fühle mich jedoch pudelwohl. Raul, der kleine, ältere Verkäufer gleich um die Ecke ruft mir jedes Mal «Hola Mari!» zu, wenn ich mit meinem Fahrrad vorbeifahre. Ja, Raul der Gute ist mein erster Freund hier.

Da mein Studium erst in einigen Tagen beginnt, habe ich noch etwas Zeit mich einzuleben. Irgendwie dachte ich, ich hätte viel mehr Zeit und mir würde langweilig werden, doch dem ist gar nicht so. Ich erkunde die Stadt, lerne überall neue Menschen kennen und mit den Menschen in meinem Viertel, versuche ich immer wieder kleine Smalltalks zu führen. Auf Märkten erkundige ich mich nach regionalen Rezepten und Lebensmittel und fühle mich auf den Bauernmärkten wie im siebten Himmel. Überall gibt es frisches Gemüse und Obst.

Ich sage euch, die Erdbeeren hier sind nicht zu vergleichen mit jeder Erdbeere, die ich bislang gegessen habe…

Heute hatte ich den ersten Gast in meiner Wohnung: eine Taube. Iiiiiiii, war das eklig. Irgendwie schaffte ich es, die Taube mit einem Handtuch zu fangen und liess sie auf der Terrasse frei. Anschliessend desinfizierte ich die ganze Wohnung. Naja, das war auf jeden Fall ein Erlebnis.

Eine wichtige Lektion, die ich gelernt habe in diesen Tagen: das Wasser aus dem Wasserhahn, kann man nicht trinken! (Ich musste es auf die harte Tour lernen.)

Ich liebe diese Stadt, alle lachen und suchen Kontakt, wenn du ein Lächeln schenkst, bekommst du ein doppeltes und ein «Hola, que tal?» zurück. Es ist einfach, neue Freunde zu finden, solange man aufgeschlossen und mutig ist.

 

PS: Ich konnte sogar schon einen Kauf auf spanisch abwickeln, ohne dass man mir auf englisch geantwortet hat! Wuhuuu!

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Chur: Die grösste offene Drogenszene in der Schweiz

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Drogensüchtige, Alkoholkranke und Randständige prägen das Bild des Churer Stadtparks. Die kürzlich veröffentliche Dokumentation von SRF über die Drogenszene in Chur sorgt für Gesprächsstoff. Die zentral gelegene Grünanlage ist seit Jahren Schauplatz der offenen Churer Drogenszene. Im Schnitt treffen sich hier täglich zwei Dutzend Menschen und konsumieren Drogen. Es sind Bilder, die an die offenen Drogenszenen der 90er-Jahre in Zürich und Bern erinnern.

Die Leiterin der Schweizerischen Koordinations- und Fachstelle Sucht, Franziska Eckmann, sagt gegenüber SRF: «In dieser Grösse gibt es solche Szenen, wo öffentlich konsumiert wird, kaum mehr in der Schweiz.» In anderen Städten gebe es mehr Anlaufstellen für einen Konsum in sicherer Umgebung.

Politischer Druck brachte Stein ins Rollen

Zuständig für die Suchthilfe ist der Kanton. Die Zustände im Stadtpark führten 2018 zu einem politischen Vorstoss im Kantonsparlament. 80 Grossrätinnen und Grossräte verlangten von der Regierung, Anlaufstellen mit Konsumationsräumen zu schaffen. Das Parlament beauftragte dann die Regierung vor zwei Jahren, einen Bericht zur Drogenthematik in Graubünden zu erstellen.

Auf ein «Fixerstübli» warten die Süchtigen noch heute. Erst kürzlich berichtete die Wochenzeitung WOZ ausführlich über die Churer Drogenszene. Nun nimmt der zuständige Regierungsrat erstmals Stellung.

«Es ist nicht so, dass nichts passiert ist», sagt Marcus Caduff (CVP) gegenüber SRF. Man mache bereits heute viel im Drogenbereich. Der besagte Bericht, der vorhandene Lücken aufzeigen soll, liege seit Sommer 2020 vor. Sieben Massnahmen werden darin vorgeschlagen, «ein Konsumraum ist eine davon», erklärt Caduff. Das grösste Manko sei aber im betreuten Wohnbereich, man habe zu wenig Wohnungen für Menschen mit einem Suchtproblem. Insgesamt sieben Empfehlungen enthalte der bisher nicht öffentliche Bericht, darunter auch die Einführung von Gassenarbeit oder ein Monitoring, damit klar wird, wie gross das Drogenproblem ist.

Bis zur Umsetzung noch ein langer Weg

Klar sei, «ein Konsumraum allein löst das Problem noch nicht», gibt der Regierungsrat zu bedenken. Es brauche begleitende Massnahmen. Rund um den Konsumraum gebe es auch noch sehr viele Fragen, die zu klären seien. Wer darf in den Raum? Wie wird das kontrolliert? Wie geht man mit dem Drogenhandel in dieser Umgebung um? Das seien wesentliche Fragen, sagt Caduff. Weiter dürfe ein solcher Raum auch keine Sogwirkung entfalten, denn es gebe in der ganzen Ostschweiz bis jetzt nichts in dieser Art. Bald solle ein Entscheid zur Verbesserung der Situation gefällt werden: «Unser Ziel ist ein Regierungsentscheid noch vor den Sommerferien», stellt der Caduff in Aussicht.

Dann starte aber erst der politische Prozess, «im besten Fall wird man das Thema Konsumraum im Dezember im Parlament behandeln können.» Ein Konsumationsraum in Chur bis Ende Jahr ist für den Bündner Regierungsrat deshalb «illusorisch».

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Geoinformationen – unverzichtbar für Wirtschaft und Verwaltung

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Im März 2021 wurde das Geographische Informationssystem (GIS) des Kantons Graubünden 30‑jährig. Es beinhaltet wesentliche Geoinformationen, welche als Grundlage für Entscheidungen und Massnahmen in Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft und im privaten Umfeld verwendet werden.

Das Erheben und Verbreiten von Geoinformationen auf elektronischem Weg sind heute nicht mehr wegzudenken. Der Kanton Graubünden hat bereits früh die Bedeutung von Geodaten erkannt und im Mai 1987 für den koordinierten Aufbau eines Geoinformationssystems (GIS) in der Verwaltung gesorgt. Zwei Jahre später genehmigte die Regierung die Schaffung eines GIS-Zentrums beim Meliorations- und Vermessungsamt. Die für die Datenerhebung erforderlichen Systeme wurden über die Jahre bedarfsgerecht ausgebaut. Heute ist das GIS ein wichtiger Teil der nationalen Geodateninfrastruktur und bildet in vielen Bereichen ein unverzichtbares Werkzeug.

Gesetzliche Grundlagen zugunsten einer breiten Nutzung

Im Oktober 2007 wurden das Bundesgesetz über Geoinformation und im Juni 2011 das kantonale Geoinformationsgesetz erlassen. Diese Gesetze bezwecken, dass Geodaten den Behörden sowie der Wirtschaft, der Gesellschaft und der Wissenschaft für eine breite Nutzung einfach und zu angemessenen Kosten zur Verfügung gestellt werden. Die rechtlichen Grundlagen sehen ausserdem vor, dass die öffentlich zugänglichen Geodaten kostenlos genutzt werden können.

Geodatendrehscheibe Graubünden

Seit 2007 betreibt die GeoGR AG im Auftrag des Kantons die kantonale Geodatendrehscheibe. Geodaten können via www.geogr.ch eingesehen und nach einer einmaligen Registrierung einfach und kostenlos bezogen werden. Zudem stehen der Öffentlichkeit weitere interaktive Karten der Verwaltung zu rund 115 Themen zur Verfügung. Eine Übersicht zu den publizierten Geodaten, interaktiven Karten und Geodiensten sind unter geo.gr.ch abrufbar.

Weiteres Produkt zur Verfügung

Mit dem Grundstückverzeichnis über die öffentlich-rechtlichen Eigentumsbeschränkungen (ÖREB-Kataster) steht neu unter oereb.geo.gr.ch das nächste Produkt für die Öffentlichkeit zur Verfügung. Damit werden die räumlich abgegrenzten öffentlich-rechtlichen Eigentumsbeschränkungen zentral, einfach und für jede Liegenschaft öffentlich zugänglich gemacht.

Quelle: Amt für Landwirtschaft und Geoinformation

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