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Wirtschaft

Bitcoin, Ethereum & Co: Steuerfalle Kryptowährung

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Neustadt a. d. W. (ots) Kryptowährungen wie Bitcoin, Ether oder Ripple galten lange Zeit als Nischenphänomen, inzwischen sind sie auch für Privatanleger interessant. Aber Achtung: Nicht nur der Handel, auch Tausch oder Einkauf mit Kryptowährung kann steuerlich relevant sein. Worauf Privatanleger noch achten sollten und was Haltefrist, Fifo-Methode oder Verluste verrechnen im Zusammenhang mit Kryptowährung und Steuern bedeuten, das erklärt der Lohnsteuerhilfeverein Vereinigte Lohnsteuerhilfe e. V. (VLH).

Klassische Anlageformen: Die Bank kümmert sich um die Abgeltungssteuer

Privatanleger mit Aktien, Fondsanteilen und anderen regulierten Anlageprodukten im Depot kommen in der Regel kaum noch mit dem Finanzamt in Berührung: Die Banken verrechnen gegebenenfalls Gewinne mit Verlusten und führen für sie die Abgeltungssteuer ab.

Anders ist das bei Kryptowährungen. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, kurz BaFin, hat Bitcoins & Co. als Rechnungseinheiten eingestuft. Kryptowährungen sind somit zwar kein gesetzliches Zahlungsmittel, Geldbestände in virtuellen Währungen werden rechtlich somit weder als (Fremd-)Währung noch als Kapitalanlage behandelt. Dafür aber als sogenannte sonstige Wirtschaftsgüter. Und das bedeutet: Gewinne und Verluste aus Kryptowährungen können für die Steuererklärung relevant sein.

Anlageform Kryptowährung: Privatanleger müssen sich selbst kümmern

Wer als Privatanleger beispielsweise Bitcoins innerhalb einer Jahresfrist mit Gewinn verkauft, erzielt damit Spekulationsgewinne, die dem regulären Einkommensteuersatz unterliegen. Für das Finanzamt macht es dabei keinen Unterschied, wie dieser Gewinn entsteht. Heißt: Wer mit Kryptowährung handelt, sie in echte Währung umtauscht oder damit einkauft – was bei einigen Einzelhändlern bereits möglich ist -, der muss seine Gewinne unter Umständen in der Steuererklärung angeben.

Entscheidend für die Frage, ob und wie hoch die Veräußerungsgewinne besteuert werden, ist das Datum der Anschaffung der digitalen Währung. Dafür gibt es zwei Szenarien:

1. Haltefrist von mehr als einem Jahr: steuerfrei

Für Privatanleger, die Bitcoin & Co. vor mehr als einem Jahr gekauft haben, ist die Sache einfach: Ihre Veräußerungsgewinne bleiben steuerfrei. Eine Einschränkung gibt es allerdings: Erzielen sie mit der Kryptowährung Zinsen, wird nicht nur die Abgeltungssteuer für die Zinsen fällig, sondern es erhöht sich auch die sogenannte Spekulationsfrist von einem Jahr auf zehn Jahre.

Übrigens: Das Bundesfinanzministerium hat den Entwurf eines Schreibens zur Besteuerung von Kryptowährungen veröffentlicht, der erstmals auch zur Besteuerung von Einnahmen aus Proof of Stake (PoS) Stellung nimmt. Demnach käme beim Staking eine Spekulationsfrist von zehn Jahren zur Anwendung, wenn das Halten von Kryptowährungen zu einer Zuteilung weiterer Einheiten führt. Das heißt: Für das Staking eingesetzte Kryptocoins können nach Ansicht des BMFs erst zehn Jahre nach Anschaffung steuerfrei verkauft werden. Da das Thema recht komplex ist und auch kontrovers diskutiert wird, empfiehlt die VLH, sich in diesem Fall steuerlich beraten zu lassen.

2. Haltefrist von weniger als einem Jahr: steuerpflichtig

Wer die Bitcoins nur wenige Monate hält und sie dann mit Gewinn veräußert oder tauscht, muss den Gewinn mit dem persönlichen Steuersatz versteuern. Es gibt allerdings eine Freigrenze, die beim Sparen hilft. Denn private Veräußerungsgeschäfte bleiben bis zu einer Freigrenze von 600 Euro pro Jahr steuerfrei. Aber Achtung: Die Freigrenze sollte nicht mit dem Freibetrag verwechselt werden. Wer auch nur einen Euro über der Freigrenze liegt, muss seinen kompletten Veräußerungsgewinn versteuern.

Übrigens: Die Freigrenze gilt für alle privaten Veräußerungsgeschäfte eines Jahres. Das heißt: Wenn ein Privatanleger neben Veräußerungsgewinnen aus dem Bitcoin-Handel auch beispielsweise Vermögensgegenstände wie Gold, Schmuck oder Gemälde innerhalb eines Jahres verkauft hat, muss er alle Gewinne eines Jahres zusammenzählen. Nur wenn sein Gewinn unter 600 Euro bleibt, sind die privaten Verkäufe steuerfrei.

Gewinne ermitteln mit der Fifo-Methode

Der Veräußerungsgewinn ergibt sich aus der Differenz aus dem erzielten Verkaufspreis und dem Einkaufspreis der Kryptowährung. Das Problem: Kryptowährungen unterliegen wie Aktien Kursschwankungen. Die Frage ist also, welche Reihenfolge der Ein- und Verkäufe eingehalten werden muss. Die Antwort: Grundsätzlich kommt bei Bitcoin & Co. die Fifo-Methode zum Tragen. Fifo steht für “First in, first out” und bedeutet, dass man beispielsweise die zuerst gekauften Bitcoins mit den zuerst verkauften Bitcoins verrechnet. Die VLH empfiehlt deshalb, alle Bitcoin-Geschäfte, die ein Privatanleger tätigt, ganz genau zu dokumentieren. So kann er im Zweifel dem Finanzamt genaue Nachweise liefern.

Verluste können verrechnet werden

Genau wie bei Aktien können auch Verluste aus dem Bitcoin-Handel gegengerechnet werden: entweder mit Gewinnen aus dem Vorjahr oder dank Verlustvortrag mit künftigen Gewinnen. Allerdings können Verluste aus privaten Veräußerungsgeschäften auch nur mit genau solchen Gewinnen verrechnet werden – und nicht mit Gewinnen aus beispielsweise Aktiengeschäften.

Und das funktioniert formal gesehen so: Gleich auf der ersten Seite der Steuererklärung muss ein Privatanleger mit Kryptowährungsverlusten beim Punkt “Erklärung zur Feststellung des verbleibenden Verlustvortrags” ein Kreuzchen machen. Dadurch wird für ihn vom Finanzamt in einem “Bescheid über die gesonderte Feststellung des verbleibenden Verlustvortrags” gesondert festgestellt, ob ein Verlustvortrag möglich ist und auch wie hoch dieser ausfällt. Dieser Verlustfeststellungsbescheid wird bei Ehepaaren getrennt erteilt und zwar in der Regel zusammen mit dem Steuerbescheid. Die Folge: Das Finanzamt merkt sich quasi im aktuellen Jahr die Höhe des Verlusts und zieht den Verlust im kommenden Jahr von den Einkünften ab. Das mindert das zu versteuernde Einkommen im kommenden Jahr.

VLH-Tipp: Gewinne und Verluste saldieren lassen

Das Thema Kryptowährung und Steuern ist hochkomplex, gerade für steuerlich Ungeübte. Deshalb: Wer in Kryptowährung investiert, der sollte sich von seinem Broker oder seinem Finanzinstitut die Gewinne und Verluste, die innerhalb einer Jahresfrist entstanden sind, dokumentieren und saldieren lassen. Mit diesen Nachweisen können Privatanleger die relevanten Summen in ihrer Steuererklärung angeben oder das Ganze einem VLH-Berater bzw. einer VLH-Beraterin übertragen.

Die VLH: Größter Lohnsteuerhilfeverein Deutschlands

Der Lohnsteuerhilfeverein Vereinigte Lohnsteuerhilfe e. V. (VLH) ist mit mehr als einer Million Mitglieder und rund 3.000 Beratungsstellen bundesweit Deutschlands größter Lohnsteuerhilfeverein. Gegründet im Jahr 1972, stellt die VLH außerdem die meisten nach DIN 77700 zertifizierten Berater.

Die VLH erstellt für ihre Mitglieder die Einkommensteuererklärung, beantragt Freibeträge, ermittelt und beantragt Förderungen und Zulagen, prüft den Steuerbescheid und einiges mehr im Rahmen der gesetzlichen Beratungsbefugnis nach § 4 Nr. 11 StBerG.

Tech

Medienmitteilung: Basler Museumstram startet ins zweite Betriebsjahr

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derek li wan po

Am 28. September 2021 bringen 18 Museen aus der Region Basel zum zweiten Mal das Basler Museumstram auf die Schiene. Die Trambemalung wird erneuert und die Fahrgäste können im Innern als Novum Geschichten abrufen und sich auf der Website über die beteiligten Museen informieren. Finanziert wird das Projekt durch die Museen und die grosszügige Unterstützung der beteiligten Partner.

Museumsgeschichten und eigene Website

Das Basler Museumstram macht sich heute in neuem Kleid auf ins zweite Betriebsjahr. Blickfang von aussen sind erneut übergrosse Museumsobjekte aus den Sammlungen der 18 beteiligen Museen. Im Innenraum, der auch von den Museen bespielt wird, gibt es neu an zehn Rücklehnen Aufkleber mit QR-Codes zu entdecken. Diese führen die Fahrgäste zu spannenden Museumsgeschichten, die regelmässig aktualisiert werden. Als weitere Neuerung wurde eine eigene Website kreiert. Unter museumstram-basel.ch präsentieren die beteiligten Häuser sich und ihre vielfältigen Programme.

Museumsgeschichten, abrufbar mit QR-Code im Museumstram, Foto: Derek Li Wan Po, Antikenmuseum Basel und Sammlung Ludwig

Das Projekt «Basler Museumstram»

Das erste Museumstram wurde am 31. August 2020 lanciert. Das Projekt entstand aus dem Wunsch heraus, gemeinsames Marketing zu betreiben und die Museen in der Region noch besser zu verankern. Die Projektleitung liegt beim Antikenmuseum Basel. Das Museumstram ist insgesamt drei Jahre auf dem gesamten Netz der BVB unterwegs und präsentiert sich jährlich in neuem Design. Die teilnehmenden Museen sind (in alphabetischer Reihenfolge):

Antikenmuseum Basel und Sammlung Ludwig, Augusta Raurica, Basler Papiermühle, Fondation Beyeler, HEK (Haus der Elektronischen Künste), Historisches Museum Basel, Jüdisches Museum der Schweiz, Kunsthalle Basel, Kunsthaus Baselland, Kunstmuseum Basel, Museum der Kulturen Basel, Museum für Musikautomaten Seewen, Museum Tinguely, Museum.BL, Naturhistorisches Museum Basel, Pharmaziemuseum Universität Basel, Spielzeug Welten Museum Basel, Vitra Design Museum

Grosszügige Partnerschaften von Baumann & Cie, Banquiers, StadtKonzeptBasel (ehemals Pro Innerstadt Basel) und Moving Media Basel

Finanziert wird das Museumstram über die gesamte Laufzeit von den beteiligten Museen und drei starken Partnern, ohne deren grosszügiges Engagement das Projekt nicht zustande gekommen wäre:

Baumann & Cie, Banquiers

StadtKonzeptBasel (ehemals Pro Innerstadt Basel)

Moving Media Basel AG

Gestaltung Museumstram

Trinidad Moreno, Projektleiterin Visuelle Kommunikation und Szenografie

Antikenmuseum Basel und Sammlung Ludwig

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Wirtschaft

Klima-Wettbewerb: 10.000 EURO Preisgeld für die Hauptgewinner

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Franz Mensch Klima Stiftung gGmbH

Buchloe (ots) Klimawahl2021 kürt die beiden Hauptgewinner des Klima-Wettbewerbs. Bruno und Marcel freuen sich über jeweils 5.000 Euro Preisgeld. Ihre Videos zeigen klipp und klar, wie sehr Deutschland in der Klimakrise steckt und wie stark die Krisenbekämpfung von den Stimmen der älteren Generationen abhängt. “Der Wettbewerb ist zu Ende, aber die Mission geht weiter”, Sabine Grünewald-Hilken, Projektleitung der Aktion Klimawahl2021. “Morgen ist Bundestagswahl. Daher bleibt dran: Sprecht mit Eltern, Großeltern, Freund*innen und Bekannten und überzeugt sie, verantwortungsbewusst Klima zu wählen. Es ist unsere letzte Chance, das Ruder herumzureißen.”

Erschreckend: Über 145 Klima-Videos aus ganz Deutschland

Die Klima-Videos zeigen, wie sehr uns die Klimakrise im Griff hat. Egal ob kuriose Reisernte in Berlin, emotionale Statements von Betroffenen oder Sturmschäden im Garten: Die Klimakrise ist da und die Auswirkungen werden immer massiver. “Ja, es gibt Klima-Tote und auch erste Klima-Flüchtlinge in Deutschland. In der Nähe von Flüssen oder Senken zu wohnen, ist ein ernstzunehmendes Problem,” so Grünewald-Hilken weiter. “Keine Versicherung will dort das Risiko von Elementarschäden absichern.” Nicht der/die Einzelne kann mit seinem Verhalten das Klima retten. Das gelingt nur durch die Politik, denn sie beeinflusst mit ihren Maßnahmen über 90 % des CO2-Ausstoßes. “Wer war in den letzten 16 Jahren an der Regierung und für Klimaschutz verantwortlich? Sie alle haben zur verschleppten Klimapolitik beigetragen.”

Die Franz Mensch Klimastiftung gGmbH hat Preisgelder in Höhe von insgesamt 22.000 Euro ausgegeben. 12.000 EUR gingen an die jeweiligen Wochengewinner*innen und 10.000 EUR an die beiden frisch gekürten Hauptgewinner.

Neue Gewinn-Chance: 200 EUR für einen Kommentar

Die Videos unserer Hauptgewinner sind auf dem Instagram Profil der Klimawahl2021 zu finden. Wer bis Sonntagabend 18 Uhr in den Kommentaren unter den Videos 3 Freund*innen benennt und dem Account @klimawahl2021 folgt, hat die Chance auf 200 EUR. Die Gewinnchance verdoppelt sich, wenn das Video auch in der Story gepostet wird. Die Auslosung erfolgt durch einen Zufallsgenerator.

Gemeinsam stark: 1.450 EUR an Fridays for Future gespendet

Klimawahl2021 unterstützt Fridays for Future und spendet pro eingesendetem Video 10 EUR an die ambitionierte Klimastreik-Bewegung. “So profitieren wir doppelt: Der Klima-Wettbewerb wird größer und Fridays for Future ebenso.” Denn beide Organisationen haben ein großes Ziel: “Aus dieser Wahl müssen Politiker*innen in der Regierung hervorgehen, die die Klimakrise ernst nehmen. Denn sie ist die letzte Regierung, die entscheidende Maßnahmen gegen die schon jetzt eskalierende Klimakatastrophe einleiten kann. Sonst haben wir keine Chance mehr, die 1,5 Grad Grenze einzuhalten”, erklärt Ole Horn, Pressesprecher von Fridays for Future.

Die Franz Mensch Klima Stiftung gGmbH hat sich zu 100 % dem Klimaschutz verschrieben. Die Stiftung wurde von den Brüdern Achim und Axel Theiler, Geschäftsführer der Franz Mensch GmbH, Ende 2020 ins Leben gerufen. Das stetig wachsende Team baut sein Partner-Netzwerk immer weiter aus. Die Kampagne “Klimawahl 2021” soll das Thema Klimawandel bei der nächsten Bundestagswahl zum Wahlentscheider machen.

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Wirtschaft

Tag der offenen Hoftüren: ein Erlebnis für die ganze Familie!

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Über 100 Bauernfamilien setzten heute landauf landab alle Hebel in Bewegung und luden zur Entdeckungsreise auf ihren Hof ein – trotz aufwendiger Corona-Schutzmassnahmen. Auch Nationalratspräsident Andreas Aebi folgte der Einladung. Er besichtigte einen Betrieb im Gürbetal und genoss hofeigene Köstlichkeiten auf einer Gourmet-Tour. Die zweite Ausgabe des Tags der offenen Hoftüren war ein voller Erfolg und wird sicherlich noch vielen lange in Erinnerung bleiben.

Er ist bereits wieder Geschichte: der zweite nationale Tag der offenen Hoftüren. Mehr als 100 Bauernfamilien landauf landab öffneten heute Tür und Tor und ermöglichten Herr und Frau Schweizer eine vielen fremd gewordene Welt rund um die Natur, Tiere, Pflanzen und die eingesetzte Technik zu entdecken. Von Hofrundgängen, Lehrpfaden, Spielen und Wettbewerben bis hin zu Verpflegungsangeboten boten die Betriebe einen bunten Strauss an Aktivitäten für Klein und Gross. Ein Erlebnis für die ganze Familie!

Die Corona-Schutzmassnahmen verlangten in diesem Jahr zusätzliche Flexibilität und Kreativität der Bauernfamilien. Im Gürbetal beschlossen fünf Betriebe daher ihre schöne Umgebung zu nutzen und stellten eine Gourmet-Tour, bestehend aus fünf Marktständen entlang des Wanderweges zwischen Kaufdorf und Mühlethurnen, auf die Beine. Nationalratspräsident Andreas Aebi liess sich die Möglichkeit nicht entgehen, sich dort unters Besuchervolk zu mischen. Den Tag startete er mit dem Besuch des Milchwirtschaftsbetriebs in Lohnstorf und schloss ihn mit einem feinen Poulet-Burger ab. Aebi betonte, dass Projekte wie der Tag der offenen Hoftüren einen wichtigen Beitrag zum Stadt-Land-Dialog leisten.

Nicht nur im Gürbetal, sondern in der ganzen Schweiz gab es an diesem Tag vieles auf den Bauernhöfen zu entdecken. Die Programme waren dabei so vielfältig wie die Schweizer Landwirtschaft selbst.

Der Tag der offenen Hoftüren ist ein Projekt der Kampagne «Schweizer Bauern. Von hier, von Herzen.». Träger des Events ist der Schweizer Bauernverband. Der Anlass soll dazu beitragen, Brücken zwischen Stadt und Land zu schlagen, das gegenseitige Verständnis und Vertrauensbildung zu fördern und ins Gespräch zu kommen.

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