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Wirtschaft

Pilotprojekt zum Bedingungslosen Grundeinkommen beginnt mit der Auszahlung

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Pilotprojekt GrundeinkommenFotograf:Marcel Maffei

Berlin (ots) Erste Langzeitstudie in Kooperation mit dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung / 122 Teilnehmende werden durch private Spenden finanziert

Heute ist es soweit: Für die erste Langzeitstudie des Pilotprojekts Grundeinkommen bekommen 122 Menschen in Deutschland monatlich 1.200 Euro ausgezahlt – für insgesamt drei Jahre. Sie wurden aus über zwei Millionen Menschen ausgewählt, die sich im vergangenen Jahr dafür beworben hatten.

Unter dem Motto “Wir wollen es wissen” wird die Studie gemeinsam mit dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) durchgeführt. “Wir wollen in den kommenden drei Jahren empirisch erforschen, ob und wie die bedingungslose, regelmäßige Auszahlung eines Geldbetrags, der mehr als das Existenzminimum deckt, bei Menschen überhaupt wirkt”, berichtete Prof. Dr. Jürgen Schupp vom DIW Berlin, der das Projekt wissenschaftlich verantwortet.

Die 1.200 Euro werden den 122 Teilnehmenden jeweils monatlich und über einen Studienzeitraum von drei Jahren ausgezahlt. Finanziert wird das Projekt durch Spenden von rund 181.000 Privatpersonen. Die Finanzierung durch private Spenden sichert die politische Unabhängigkeit der Studie.

Wissen statt Glauben

Die gemeinsame Studie des DIW Berlin und des Vereins Mein Grundeinkommen soll erstmals Grundlagenforschung zum bedingungslosen Grundeinkommen (BGE) liefern. “Die Debatte um das bedingungslose Grundeinkommen ist von ideologischen Glaubenssätzen geprägt. Wir wollen wissen, was am BGE wirklich dran ist. Entwickeln wir mehr Gemeinsinn? Führt es zu weniger Burnout, ermöglicht es bessere Arbeit und mehr Weiterbildung? Treffen wir mutigere Entscheidungen? Haben die Menschen mehr Raum und Kraft, sich für eine lebenswerte Zukunft für alle einzusetzen?”, erklärte Michael Bohmeyer, Initiator der Pilotprojekts Grundeinkommen.

Da menschliche Entscheidungsprozesse hochkomplex sind und der Fokus auch auf Veränderungen von Entscheidungen und kognitiven Fähigkeiten der Teilnehmenden liegt, wird die Studie außerdem von WissenschaftlerInnen des Max-Planck-Instituts zur Erforschung von Gemeinschaftsgütern, der Universität zu Köln und der Technischen Hochschule Köln durch psychologische, verhaltensökonomische und qualitative Forschung unterstützt.

Die Auswahl der Teilnehmenden

Um statistisch aussagekräftige Ergebnisse zu erzielen, untersucht die Studie eine eingegrenzte, relativ homogene Gruppe, für die wissenschaftlich belastbare Aussagen getroffen werden können. Dank der zahlreichen Bewerbungen für das Pilotprojekt konnte aus einer großen und umfassenden Datengrundlage von 2.101.022 erwachsenen Personen ausgewählt werden. Die Parameter für die Auswahl der Studienteilnehmenden bezogen sich auf Haushaltsgröße, Alter und Einkommen.

Die Studienergebnisse werden verallgemeinerungsfähig für die Gruppe der 21- bis 40-Jährigen mit mittleren Einkommen in Ein-Personen-Haushalten in Deutschland sein. Nach drei Jahren wird untersucht und diskutiert, inwiefern sich diese Erkenntnisse auch vollständig oder teilweise auf andere Bevölkerungsteile übertragen lassen. “In dieser Altersgruppe werden wesentliche Lebensentscheidungen getroffen. Uns interessiert, ob und wie sich ein bedingungsloses Grundeinkommen auf diese Lebensentscheidungen auswirkt”, erläuterte Michael Bohmeyer.

“Da das von uns getestete Grundeinkommen individuell ausgezahlt wird, derzeitige Transfereinkommen aber pro Haushalt (Bedarfsgemeinschaft) berechnet werden, lassen sich Haushalte mit unterschiedlicher Personenanzahl nur eingeschränkt miteinander vergleichen. Um dieses grundsätzliche Problem der Trennung von individuellen und haushaltsbezogenen Wirkungen zu vermeiden, beschränkt sich unsere Studie auf Ein-Personen-Haushalte”, begründete Jürgen Schupp die Auswahl.

“Das Grundeinkommen für Einkommensschwache wurde bereits weltweit vielfach wissenschaftlich untersucht”, sagte Michael Bohmeyer. “Da das Grundeinkommen aber keine Nothilfe, sondern eine universelle Investition in die Entwicklung der gesamten Gesellschaft, erforschen wir nun die Wirkung des Grundeinkommens in der Mittelschicht.”

“Unsere sozialen – überwiegend beitragsfinanzierten – Sicherungssysteme haben sich vielfach bewährt – nicht zuletzt in der durch die Corona-Pandemie ausgelösten Krise. Deutlich wurde aber auch, bei welchen sozialen Gruppen sie an ihre Grenzen gestoßen sind. Und dieses Problem wird sich allein schon durch den demografischen Wandel verschärfen”, ist Jürgen Schupp überzeugt. “Ein Bürgerrecht auf ein bedingungsloses Mindesteinkommen hätte das Potenzial, einige Schwächen unseres derzeitigen Systems sozialer Sicherung zu überwinden.”

Hintergrund und Ausblick

Der Verein Mein Grundeinkommen sammelt seit der Gründung im Jahr 2014 per Crowdfunding Geld, um in einer monatlichen Verlosung bisher über 800 Personen Ein-Jahres-Grundeinkommen bedingungslos auszuzahlen. Wie auch zahlreiche Studien weltweit belegten, kam es nicht zu einer Abnahme der Arbeitsmotivation. Stattdessen wurden GewinnerInnen gesünder, sozialer, lebten weniger gestresst und fanden Jobs, die häufig besser bezahlt waren und besser zu ihren Fähigkeiten passten. Diese Erfahrungen werden jetzt von den WissenschaftlerInnen auf den Prüfstand gestellt. Die ForscherInnen werden für ihre Arbeit am Pilotprojekt nicht vom Verein Mein Grundeinkommen bezahlt.

Falls die erste Studie zeigt, dass das Grundeinkommen deutliche Effekte hat, sollen deshalb im Rahmen des Pilotprojekts zwei weitere Studien zum BGE durchgeführt werden, die unter anderem erste Ansätze erforschen würden, wie ein Grundeinkommen für alle Menschen in Deutschland realistisch finanziert werden könnte

Nach Abschluss der obligatorischen Schule absolvierte Marti eine dreijährige Ausbildung zum Koch in der Schweiz. Militärdienst als Presse und Informationsoffizier, anschliessend fotografierte er international für Modezeitschriften. Seit 2020 als Chefredakteur für dasKomma tätig.

Aktuell

Burda-Vorstand Philipp Welte: Viele Verlage haben für das zweite Halbjahr noch kein Papier

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Burda Fotograf: Max-Louis Koebele/CaptureIt

Wien (ots)

“Viele Verlage wissen bis heute nicht, auf welchem Papier sie im dritten oder vierten Quartal ihre Zeitschriften drucken sollen”, sagte Philipp Welte beim European Publishing Congress Montagabend in Wien. Doch nicht alleine die Produktion ihre Zeitschriften macht den Verlegern derzeit Sorgen. Im Werbemarkt schlägt sich die aktuelle Unsicherheit in einem signifikanten Rückgang bei den Anzeigen nieder. Zugleich leiden deutsche Medien nach wie vor massiv unter der Marktmacht US-amerikanischer Technologieplattformen. Google, Amazon und Facebook werden in diesem Jahr auf dem deutschen Markt über 8,8 Milliarden Euro Werbung abziehen, was einem Marktanteil von 35,9 Prozent entspricht.

Jeder dritte Titel am deutschen Markt gefährdet

“Wir haben es zu tun mit einer bisher nie dagewesenen Kombination von strukturellen Veränderungen und massiven aktuellen Bedrohungen. Und im Ergebnis mit einer erschreckenden Erkenntnis: Die einzigartige Vielfalt der freien, journalistischen Medien, die die Verlage in Europa geschaffen haben, ist ökonomisch substanziell bedroht”, warnte der Vizepräsident des Medienverbandes der freien Presse (vormals VDZ) und Mitglied des Burda-Vorstandes. Welte geht davon aus, dass auf dem deutschen Markt jedes dritte gedruckte Medienangebote in seiner Existenz gefährdet ist.

Politik versteht die Rolle der freien Presse nicht mehr

Die wirtschaftliche Dimension der Gefährdung sei aber nur der eine Teil. “Die andere Gefahr wächst und wuchert viel tiefer – wie ein Geschwür in unserer demokratischen Kultur. Es ist die Bedrohung der Freiheit des Denkens, der Meinungen, eine Bedrohung der Toleranz”, warnte Welte in Wien und kritisierte massiv die Politik. “Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass die Politik die Rolle der freien Presse nicht mehr versteht – oder nicht verstehen will”, so der Burda-Manager.

Viele Medienhäuser sind mit ihrer Digitalstrategie vorangekommen

Beim European Publishing Congress wurde deutlich, dass es neben ernsthaften Sorgen auch berechtigte Hoffnung für die Zukunft der Medien gibt. Viele Medienhäuser sind mit ihren digitalen Angeboten gut vorangekommen und schaffen es auch, dafür zahlende Leserinnen und Leser zu gewinnen. Unter anderem präsentierten in Wien “Zeit”-Chefredakteur Jochen Wegner und Geschäftsführer Christian Röpke die Ergebnisse ihrer Strategie. Die Verlagsgruppe der “Zeit” hat im Vorjahr erneut zugelegt. Bei den Digitalabos sogar um 43 Prozent. Dabei zeigt sich, dass es durchaus noch Lücken für Medien gibt. Bei den diversen Tests haben die Macherinnen und Macher der “Zeit” eine triviale Schwachstelle entdeckt, das Wochenende. Sonntag ist der stärkste Abo-Tag und gleichzeitig bietet hier die Redaktion am wenigsten. Das ändert sich eben. Mit einer digitalen Sonntagsausgabe soll diese Lücke nun geschlossen werden.

Nach zwei Jahren Pandemie-bedingter Pause waren knapp 300 Chefredakteure und Führungskräfte europäischer Medienhäuser nach Wien gekommen, um sich über ihre Konzepte und Strategien auszutauschen. Unterstützt wurde dieser größte europäische Medienkongress unter anderem durch den Verband der österreichischen Zeitungs- und Zeitschriftenverleger, durch die Bundeszentrale für politische Bildung in Deutschland und Readly aus Schweden. Der Kongress endete Montagabend mit der Ehrung der Europas bester Medien. In diesem Jahr kommen diese aus Portugal, Spanien, Belgien, Norwegen und der Schweiz. Veranstalter des Kongresses sind der Medienfachverlag Oberauer und der deutsche Zeitungsdesigner Norbert Küpper.

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Aktuell

Am Mittwoch startet die ILA 2022 am Flughafen Berlin Brandenburg

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© Messe Berlin GmbH

Nach zwei Jahren Corona-Zwangspause ist die Internationale Luft- und Raumfahrtausstellung (ILA) wieder zurück. Sie gehört zu einer der grössten Luftfahrtmessen der Welt und findet dieses Jahr zum ersten Mal am neu eröffneten Flughafen Berlin Brandenburg (BER) statt. Vom 22. bis und mit 26. Juni 2022 kommen Luftfahrtbegeisterte an der diesjährigen ILA wieder auf ihre Kosten. Von Mittwoch bis Freitag ist die Messe Fachbesuchern aus der Luftfahrtindustrie vorenthalten. Am Wochenende, Samstag und Sonntag sind Privatbesuchertage. An allen Tagen ist die ILA 2022 von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Zum Hauptthema gehört die Nachhaltigkeit und ihre neuen Technologien, besonders das klimaneutralen Fliegen wird dieses Jahr im Fokus liegen. Das Live-Programm mit geplanten Flugshows an allen Messetagen wird erstmalig durch die neue Digitalplattform ILA Digital ergänzt.

 

 

 

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Aktuell

Ferien-Boom: So findest du trotzdem noch ein Reise-Schnäppchen!

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Screenshot ab-in-den-urlaub.ch

Die Corona-Pandemie ist in vielen Länder schon fast vergessen und gefühlt alle wollen nur eins: ihre Ferien nachholen. Doch besonders zur Hochsaison schiessen die Preise in die Höhe. Die Auswahl wird von Tag zu Tag knapper und erste Fluggesellschaften streichen Flüge wegen Personalmangel. Wie du jetzt doch noch ein Schnäppchen finden kannst, zeigen wir dir.

Erwartungen und Budget festlegen und sich daran halten. Wenn ihr zu zweit oder in einer Gruppe verreist, solltet ihr euch gemeinsam Gedanken über eure Erwartungen und über das Budget machen. Je nach Erwartungen und Wünsche kann es hilfreich sein, eine Liste mit den Ausschlusskriterien zu machen oder aber klassisch alle Must-Haves aufzulisten. Macht euch klare Gedanken, was ihr wollt oder was ihr zwingend braucht.

In der Nebensaison verreisen. Die Preise sind bekanntlich in der Hochsaison und zu Schul- und Ferienzeiten deutlich höher, als in der Nebensaison. Prüft und vergleicht die Preise der Hochsaison mit der Nebensaison. Schon wenige Tage vor oder nach der Schulferienzeit sind die Preise oftmals um ein vielfaches tiefer.

Beliebtes oder alle Reiseziele wählen um Inspiration zu erhalten. Statt gezielt nach einer Reisedestination oder Region zu suchen, gibt es auf vielen Such- und Vermittlungsplattformen die Möglichkeit, nach allen Reisezielen zu suchen und so die günstigsten Reiseziele zu finden. Das ganze gilt bei den Flügen auch für die Abflughäfen. Umso mehr Abflughäfen du nutzen kannst, umso mehr Auswahl wirst du angezeigt bekommen.

Auto, Bus, Flugzeug oder Zug. Die hohen Spritpreise bemerken vor allem Autofahrer. Vergleicht, welches Transportmittel am günstigsten ist und am meisten Sinn macht. Nicht immer zählt der Preis, sondern Komfort und die Reisedauer.

Pauschalreisen oder selber buchen? Flug, Transfer und Hotel in einer Buchung. Ob nur mit Frühstück, Halbpension oder sogar All-Inclusive – mit einer Pauschalreise musst du dich um fast nichts kümmern und hast einen Preis für alles. Auch hier macht es Sinn, vorgängig das Pauschalangebot mit verschiedenen Reiseveranstalter und Buchungsplattformen zu vergleichen. Oftmals sind Pauschalangebote preislich attraktiver als Hotel und Flug selber zu buchen, zumal du dich dann bei Problemen jederzeit an den Reiseveranstalter melden kannst.

Übrige Kosten miteinkalkulierten. Bevor es bereits losgeht, kannst du bereits sparen. An fast allen Flughäfen kann das Parking vorab Online reserviert und bezahlt werden und das in den Regel zu einem Spezialtarif. Auch Spartickets für den Öffentlichen Verkehr sind vorab günstiger und Mietwagen für am Reiseziel lassen sich Online in wenigen Klicks buchen. Berechne Ausflüge und Verpflegung mit ein.

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Pilotprojekt zum Bedingungslosen Grundeinkommen beginnt mit der Auszahlung

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Pilotprojekt GrundeinkommenFotograf:Marcel Maffei

Berlin (ots) Erste Langzeitstudie in Kooperation mit dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung / 122 Teilnehmende werden durch private Spenden finanziert

Heute ist es soweit: Für die erste Langzeitstudie des Pilotprojekts Grundeinkommen bekommen 122 Menschen in Deutschland monatlich 1.200 Euro ausgezahlt – für insgesamt drei Jahre. Sie wurden aus über zwei Millionen Menschen ausgewählt, die sich im vergangenen Jahr dafür beworben hatten.

Unter dem Motto “Wir wollen es wissen” wird die Studie gemeinsam mit dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) durchgeführt. “Wir wollen in den kommenden drei Jahren empirisch erforschen, ob und wie die bedingungslose, regelmäßige Auszahlung eines Geldbetrags, der mehr als das Existenzminimum deckt, bei Menschen überhaupt wirkt”, berichtete Prof. Dr. Jürgen Schupp vom DIW Berlin, der das Projekt wissenschaftlich verantwortet.

Die 1.200 Euro werden den 122 Teilnehmenden jeweils monatlich und über einen Studienzeitraum von drei Jahren ausgezahlt. Finanziert wird das Projekt durch Spenden von rund 181.000 Privatpersonen. Die Finanzierung durch private Spenden sichert die politische Unabhängigkeit der Studie.

Wissen statt Glauben

Die gemeinsame Studie des DIW Berlin und des Vereins Mein Grundeinkommen soll erstmals Grundlagenforschung zum bedingungslosen Grundeinkommen (BGE) liefern. “Die Debatte um das bedingungslose Grundeinkommen ist von ideologischen Glaubenssätzen geprägt. Wir wollen wissen, was am BGE wirklich dran ist. Entwickeln wir mehr Gemeinsinn? Führt es zu weniger Burnout, ermöglicht es bessere Arbeit und mehr Weiterbildung? Treffen wir mutigere Entscheidungen? Haben die Menschen mehr Raum und Kraft, sich für eine lebenswerte Zukunft für alle einzusetzen?”, erklärte Michael Bohmeyer, Initiator der Pilotprojekts Grundeinkommen.

Da menschliche Entscheidungsprozesse hochkomplex sind und der Fokus auch auf Veränderungen von Entscheidungen und kognitiven Fähigkeiten der Teilnehmenden liegt, wird die Studie außerdem von WissenschaftlerInnen des Max-Planck-Instituts zur Erforschung von Gemeinschaftsgütern, der Universität zu Köln und der Technischen Hochschule Köln durch psychologische, verhaltensökonomische und qualitative Forschung unterstützt.

Die Auswahl der Teilnehmenden

Um statistisch aussagekräftige Ergebnisse zu erzielen, untersucht die Studie eine eingegrenzte, relativ homogene Gruppe, für die wissenschaftlich belastbare Aussagen getroffen werden können. Dank der zahlreichen Bewerbungen für das Pilotprojekt konnte aus einer großen und umfassenden Datengrundlage von 2.101.022 erwachsenen Personen ausgewählt werden. Die Parameter für die Auswahl der Studienteilnehmenden bezogen sich auf Haushaltsgröße, Alter und Einkommen.

Die Studienergebnisse werden verallgemeinerungsfähig für die Gruppe der 21- bis 40-Jährigen mit mittleren Einkommen in Ein-Personen-Haushalten in Deutschland sein. Nach drei Jahren wird untersucht und diskutiert, inwiefern sich diese Erkenntnisse auch vollständig oder teilweise auf andere Bevölkerungsteile übertragen lassen. “In dieser Altersgruppe werden wesentliche Lebensentscheidungen getroffen. Uns interessiert, ob und wie sich ein bedingungsloses Grundeinkommen auf diese Lebensentscheidungen auswirkt”, erläuterte Michael Bohmeyer.

“Da das von uns getestete Grundeinkommen individuell ausgezahlt wird, derzeitige Transfereinkommen aber pro Haushalt (Bedarfsgemeinschaft) berechnet werden, lassen sich Haushalte mit unterschiedlicher Personenanzahl nur eingeschränkt miteinander vergleichen. Um dieses grundsätzliche Problem der Trennung von individuellen und haushaltsbezogenen Wirkungen zu vermeiden, beschränkt sich unsere Studie auf Ein-Personen-Haushalte”, begründete Jürgen Schupp die Auswahl.

“Das Grundeinkommen für Einkommensschwache wurde bereits weltweit vielfach wissenschaftlich untersucht”, sagte Michael Bohmeyer. “Da das Grundeinkommen aber keine Nothilfe, sondern eine universelle Investition in die Entwicklung der gesamten Gesellschaft, erforschen wir nun die Wirkung des Grundeinkommens in der Mittelschicht.”

“Unsere sozialen – überwiegend beitragsfinanzierten – Sicherungssysteme haben sich vielfach bewährt – nicht zuletzt in der durch die Corona-Pandemie ausgelösten Krise. Deutlich wurde aber auch, bei welchen sozialen Gruppen sie an ihre Grenzen gestoßen sind. Und dieses Problem wird sich allein schon durch den demografischen Wandel verschärfen”, ist Jürgen Schupp überzeugt. “Ein Bürgerrecht auf ein bedingungsloses Mindesteinkommen hätte das Potenzial, einige Schwächen unseres derzeitigen Systems sozialer Sicherung zu überwinden.”

Hintergrund und Ausblick

Der Verein Mein Grundeinkommen sammelt seit der Gründung im Jahr 2014 per Crowdfunding Geld, um in einer monatlichen Verlosung bisher über 800 Personen Ein-Jahres-Grundeinkommen bedingungslos auszuzahlen. Wie auch zahlreiche Studien weltweit belegten, kam es nicht zu einer Abnahme der Arbeitsmotivation. Stattdessen wurden GewinnerInnen gesünder, sozialer, lebten weniger gestresst und fanden Jobs, die häufig besser bezahlt waren und besser zu ihren Fähigkeiten passten. Diese Erfahrungen werden jetzt von den WissenschaftlerInnen auf den Prüfstand gestellt. Die ForscherInnen werden für ihre Arbeit am Pilotprojekt nicht vom Verein Mein Grundeinkommen bezahlt.

Falls die erste Studie zeigt, dass das Grundeinkommen deutliche Effekte hat, sollen deshalb im Rahmen des Pilotprojekts zwei weitere Studien zum BGE durchgeführt werden, die unter anderem erste Ansätze erforschen würden, wie ein Grundeinkommen für alle Menschen in Deutschland realistisch finanziert werden könnte

Nach Abschluss der obligatorischen Schule absolvierte Marti eine dreijährige Ausbildung zum Koch in der Schweiz. Militärdienst als Presse und Informationsoffizier, anschliessend fotografierte er international für Modezeitschriften. Seit 2020 als Chefredakteur für dasKomma tätig.

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Burda-Vorstand Philipp Welte: Viele Verlage haben für das zweite Halbjahr noch kein Papier

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Burda Fotograf: Max-Louis Koebele/CaptureIt

Wien (ots)

“Viele Verlage wissen bis heute nicht, auf welchem Papier sie im dritten oder vierten Quartal ihre Zeitschriften drucken sollen”, sagte Philipp Welte beim European Publishing Congress Montagabend in Wien. Doch nicht alleine die Produktion ihre Zeitschriften macht den Verlegern derzeit Sorgen. Im Werbemarkt schlägt sich die aktuelle Unsicherheit in einem signifikanten Rückgang bei den Anzeigen nieder. Zugleich leiden deutsche Medien nach wie vor massiv unter der Marktmacht US-amerikanischer Technologieplattformen. Google, Amazon und Facebook werden in diesem Jahr auf dem deutschen Markt über 8,8 Milliarden Euro Werbung abziehen, was einem Marktanteil von 35,9 Prozent entspricht.

Jeder dritte Titel am deutschen Markt gefährdet

“Wir haben es zu tun mit einer bisher nie dagewesenen Kombination von strukturellen Veränderungen und massiven aktuellen Bedrohungen. Und im Ergebnis mit einer erschreckenden Erkenntnis: Die einzigartige Vielfalt der freien, journalistischen Medien, die die Verlage in Europa geschaffen haben, ist ökonomisch substanziell bedroht”, warnte der Vizepräsident des Medienverbandes der freien Presse (vormals VDZ) und Mitglied des Burda-Vorstandes. Welte geht davon aus, dass auf dem deutschen Markt jedes dritte gedruckte Medienangebote in seiner Existenz gefährdet ist.

Politik versteht die Rolle der freien Presse nicht mehr

Die wirtschaftliche Dimension der Gefährdung sei aber nur der eine Teil. “Die andere Gefahr wächst und wuchert viel tiefer – wie ein Geschwür in unserer demokratischen Kultur. Es ist die Bedrohung der Freiheit des Denkens, der Meinungen, eine Bedrohung der Toleranz”, warnte Welte in Wien und kritisierte massiv die Politik. “Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass die Politik die Rolle der freien Presse nicht mehr versteht – oder nicht verstehen will”, so der Burda-Manager.

Viele Medienhäuser sind mit ihrer Digitalstrategie vorangekommen

Beim European Publishing Congress wurde deutlich, dass es neben ernsthaften Sorgen auch berechtigte Hoffnung für die Zukunft der Medien gibt. Viele Medienhäuser sind mit ihren digitalen Angeboten gut vorangekommen und schaffen es auch, dafür zahlende Leserinnen und Leser zu gewinnen. Unter anderem präsentierten in Wien “Zeit”-Chefredakteur Jochen Wegner und Geschäftsführer Christian Röpke die Ergebnisse ihrer Strategie. Die Verlagsgruppe der “Zeit” hat im Vorjahr erneut zugelegt. Bei den Digitalabos sogar um 43 Prozent. Dabei zeigt sich, dass es durchaus noch Lücken für Medien gibt. Bei den diversen Tests haben die Macherinnen und Macher der “Zeit” eine triviale Schwachstelle entdeckt, das Wochenende. Sonntag ist der stärkste Abo-Tag und gleichzeitig bietet hier die Redaktion am wenigsten. Das ändert sich eben. Mit einer digitalen Sonntagsausgabe soll diese Lücke nun geschlossen werden.

Nach zwei Jahren Pandemie-bedingter Pause waren knapp 300 Chefredakteure und Führungskräfte europäischer Medienhäuser nach Wien gekommen, um sich über ihre Konzepte und Strategien auszutauschen. Unterstützt wurde dieser größte europäische Medienkongress unter anderem durch den Verband der österreichischen Zeitungs- und Zeitschriftenverleger, durch die Bundeszentrale für politische Bildung in Deutschland und Readly aus Schweden. Der Kongress endete Montagabend mit der Ehrung der Europas bester Medien. In diesem Jahr kommen diese aus Portugal, Spanien, Belgien, Norwegen und der Schweiz. Veranstalter des Kongresses sind der Medienfachverlag Oberauer und der deutsche Zeitungsdesigner Norbert Küpper.

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Am Mittwoch startet die ILA 2022 am Flughafen Berlin Brandenburg

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Nach zwei Jahren Corona-Zwangspause ist die Internationale Luft- und Raumfahrtausstellung (ILA) wieder zurück. Sie gehört zu einer der grössten Luftfahrtmessen der Welt und findet dieses Jahr zum ersten Mal am neu eröffneten Flughafen Berlin Brandenburg (BER) statt. Vom 22. bis und mit 26. Juni 2022 kommen Luftfahrtbegeisterte an der diesjährigen ILA wieder auf ihre Kosten. Von Mittwoch bis Freitag ist die Messe Fachbesuchern aus der Luftfahrtindustrie vorenthalten. Am Wochenende, Samstag und Sonntag sind Privatbesuchertage. An allen Tagen ist die ILA 2022 von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Zum Hauptthema gehört die Nachhaltigkeit und ihre neuen Technologien, besonders das klimaneutralen Fliegen wird dieses Jahr im Fokus liegen. Das Live-Programm mit geplanten Flugshows an allen Messetagen wird erstmalig durch die neue Digitalplattform ILA Digital ergänzt.

 

 

 

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Ferien-Boom: So findest du trotzdem noch ein Reise-Schnäppchen!

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Die Corona-Pandemie ist in vielen Länder schon fast vergessen und gefühlt alle wollen nur eins: ihre Ferien nachholen. Doch besonders zur Hochsaison schiessen die Preise in die Höhe. Die Auswahl wird von Tag zu Tag knapper und erste Fluggesellschaften streichen Flüge wegen Personalmangel. Wie du jetzt doch noch ein Schnäppchen finden kannst, zeigen wir dir.

Erwartungen und Budget festlegen und sich daran halten. Wenn ihr zu zweit oder in einer Gruppe verreist, solltet ihr euch gemeinsam Gedanken über eure Erwartungen und über das Budget machen. Je nach Erwartungen und Wünsche kann es hilfreich sein, eine Liste mit den Ausschlusskriterien zu machen oder aber klassisch alle Must-Haves aufzulisten. Macht euch klare Gedanken, was ihr wollt oder was ihr zwingend braucht.

In der Nebensaison verreisen. Die Preise sind bekanntlich in der Hochsaison und zu Schul- und Ferienzeiten deutlich höher, als in der Nebensaison. Prüft und vergleicht die Preise der Hochsaison mit der Nebensaison. Schon wenige Tage vor oder nach der Schulferienzeit sind die Preise oftmals um ein vielfaches tiefer.

Beliebtes oder alle Reiseziele wählen um Inspiration zu erhalten. Statt gezielt nach einer Reisedestination oder Region zu suchen, gibt es auf vielen Such- und Vermittlungsplattformen die Möglichkeit, nach allen Reisezielen zu suchen und so die günstigsten Reiseziele zu finden. Das ganze gilt bei den Flügen auch für die Abflughäfen. Umso mehr Abflughäfen du nutzen kannst, umso mehr Auswahl wirst du angezeigt bekommen.

Auto, Bus, Flugzeug oder Zug. Die hohen Spritpreise bemerken vor allem Autofahrer. Vergleicht, welches Transportmittel am günstigsten ist und am meisten Sinn macht. Nicht immer zählt der Preis, sondern Komfort und die Reisedauer.

Pauschalreisen oder selber buchen? Flug, Transfer und Hotel in einer Buchung. Ob nur mit Frühstück, Halbpension oder sogar All-Inclusive – mit einer Pauschalreise musst du dich um fast nichts kümmern und hast einen Preis für alles. Auch hier macht es Sinn, vorgängig das Pauschalangebot mit verschiedenen Reiseveranstalter und Buchungsplattformen zu vergleichen. Oftmals sind Pauschalangebote preislich attraktiver als Hotel und Flug selber zu buchen, zumal du dich dann bei Problemen jederzeit an den Reiseveranstalter melden kannst.

Übrige Kosten miteinkalkulierten. Bevor es bereits losgeht, kannst du bereits sparen. An fast allen Flughäfen kann das Parking vorab Online reserviert und bezahlt werden und das in den Regel zu einem Spezialtarif. Auch Spartickets für den Öffentlichen Verkehr sind vorab günstiger und Mietwagen für am Reiseziel lassen sich Online in wenigen Klicks buchen. Berechne Ausflüge und Verpflegung mit ein.

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