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Stefan Heilemann («Widder», Zürich) ist GaultMillaus «Koch des Jahres 2021»

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Ringier Axel Springer Schweiz AG

Es war der «Transfer des Jahres»: Im Frühling wechselte Stefan Heilemann vom «Atlantis by Giardino» in Zürich in die Innenstadt – der «Widder» ist sein neues Revier. Er brachte alle mit an den Zürcher Rennweg: seine elfköpfige Brigade, seine eingespielte und ausgetestete Karte, seine Lieferanten und Stammgäste. Heilemann performt an der neuen Adresse seit dem ersten Abend auf höchstem Niveau. Der «Heilemann-Style»: einerseits eine klassisch-französische Küche, aufgebaut auf dem Fundament seines weltberühmten Lehrmeisters Harald Wohlfahrt («Traube Tonbach», Baiersbronn), andererseits verblüffende, gut austarierte asiatische Elemente. GaultMillau-Chef Urs Heller: «Wir haben Stefan Heilemann schon seit Langem auf dem Radar. Jetzt ist die Zeit reif für den ganz grossen Titel: ‹Koch des Jahres 2021›!» Rating: 18 Punkte.

Michèle Meier ist «Köchin des Jahres»
Der GaultMillau zeichnet im Guide 2021 auch eine «Köchin des Jahres» aus: Michèle Meier vom Restaurant Lucide im KKL Luzern. Eine Überraschung für viele, wohl auch für die junge, stille Köchin selbst; Michèle ist selbst in Luzern noch wenig bekannt. Das wird sich ändern: Ihre leidenschaftliche Küche lohnt den Besuch, ehrt ihren leider vor ein paar Monaten verstorbenen Lehrmeister Nik Gygax und verdient mehr Scheinwerferlicht. Neues Rating: 16 Punkte. In der Innerschweiz gibt es noch eine zweite herausragende Köchin: Chatsorn Pratoomma, der heimliche Star im Bürgenstock Resort. Sie leitet mit freundlichem Lächeln und harter Hand die asiatische Brigade im Restaurant «Spices Kitchen & Terrace» und steigt ebenfalls hoch auf 16 Punkte. Bernadette «Lisi» Lisibach, «Köchin des Jahres 2015», legt in der «Neuen Blumenau» in Lömmenschwil SG einen bewundernswerten Steigerungslauf hin: neu 17 Punkte.

Der Klub der 19-Punkte-Chefs wird kleiner
Jetzt sind es nur noch sieben: Andreas Caminada (Fürstenau GR), Philippe Chevrier (Satigny GE), Franck Giovannini (Crissier VD), Tanja Grandits (Basel), Peter Knogl (Basel), Heiko Nieder (Zürich), Bernard & Guy Ravet (Vufflens-le-Château VD) haben ihr 19-Punkte-Spitzenrating souverän bestätigt und ihre Gäste auch in einem schwierigen Jahr begeistert. Und: Didier de Courten aus Sierre verabschiedet sich Ende Jahr von der Spitzengastronomie und entwickelt sein Brasseriekonzept neu. Der GaultMillau sagt «Merci, Didier!» und bedankt sich für 15 fantastische Jahre in der ersten Liga.

Desbraux, Arnold, Rösch: die drei «Aufsteiger des Jahres»
In der «Maison Wenger» im kleinen jurassischen Dorf Le Noirmont ist Jérémy Desbraux längst kein Geheimtipp mehr. Er zeigt, was er als «Vize» bei Franck Giovannini in Crissier gelernt hat, entwickelt seine eigene Handschrift und versteht es, auch an abgelegener Adresse ein hervorragendes Team um sich zu scharen. Neu 18 Punkte.  In Bern steigt Markus Arnold in die 17-Punkte-Liga auf. Dieses Rating hatte er schon mal, 2012 im «Meridiano» in Bern. Jetzt meldet er sich in der «Steinhalle» mit einer unbekümmert-jugendlichen, aber hervorragenden Küche zurück. Arnold kriegt noch eine zweite Auszeichnung: den Titel «GaultMillau POP des Jahres» für sein cooles «Easy Lunch»-Mittagskonzept. Aufsteiger in Zürich: Sebastian Rösch vom «Mesa» (neu 17 Punkte). Ein sehr begabter und zeitgemässer Chef, der auch die besonderen Herausforderungen der veganen Küche souverän annimmt.

Jugend kocht! – vier begeisternde «Entdeckungen des Jahres»
GaultMillau-Tester sind auch Talentscouts. In Rickenbach SZ war die Überraschung besonders gross: Ein junges Team um Dominik Hartmann («Magdalena») kocht modern und frech wie in einer grossen Stadt; das würde man im beschaulichen Schwyzer Talkessel nicht unbedingt erwarten. Rating: 15 Punkte. In Zürich haben die Freunde der veganen Küche einen neuen Liebling: Powerfrau und Caminada-Schülerin Zineb «Zizi» Hattab im Restaurant «Kle» (14 Punkte). Franck Pelux, in Frankreich dank der TV-Sendung «Top Chef» ein Star, ist im «Lausanne Palace» der Nachfolger von Legende Edgard Bovier und startet mit 16 Punkten. Unsere Entdeckung in Lugano: Der weit gereiste sizilianische Chef Luca Bellanca im Palazzo Mantegazza («Meta») erhält 15 Punkte für seine verblüffende Weltküche.

Neu: der Gastgeber des Jahres
Der GaultMillau ist und bleibt die «Bibel» der Chefs. Aber es werden auch andere ausgezeichnet, die zu einem grossen Abend im Restaurant beitragen. Der «Gastgeber des Jahres» beispielsweise. Dieser Titel wird erstmals vergeben und geht an einen Meister seines Fachs: Sergio Bassi, eleganter Maître und leidenschaftlicher Sommelier im «Castello del Sole» in Ascona. «Sommelier des Jahres» ist Lisa Bader, die mit ihrem Chef Heiko Nieder im «Dolder Grand» in Zürich stundenlang nach dem bestmöglichen «Pairing» forscht und trotz ihres jugendlichen Alters über ein enormes Weinwissen verfügt. Den «Patissier des Jahres» haben wir bei Stéphane Décotterd im Restaurant Pont de Brent ob Montreux entdeckt: Christophe Loeffel. Ein Star im Restaurant, ein Star auf Instagram. Das «Grand Resort Bad Ragaz» mit seinen 18-Punkte-Chefs Silvio Germann und Sven Wassmer ist GaultMillaus «Hotel des Jahres 2021».

830 Restaurants, 90 Hotels und die 150 besten Winzer
Covid-19 prägt das Jahr. Viele Restaurants leiden schwer, einige vermelden trotz allem volles Haus und Rekordergebnisse. Der GaultMillau will die Chefs auch in schwierigen Zeiten unterstützen. Deshalb war es nie eine Option, den Guide 2021 nicht herauszugeben. Das «gelbe Buch» in Zahlen: 830 Restaurants sind gelistet, 83 wurden neu entdeckt, 80 Köche kriegen einen Punkt mehr, 30 Köche geben einen ab. Wir stellen im Guide die 150 besten Schweizer Winzer vor und empfehlen 90 Hotels für Gourmets.

Köche, die der GaultMillau 2021 besonders auszeichnet:

«Koch des Jahres»
Stefan Heilemann, «Widder Hotel», «Widder Restaurant», Zürich, 18 Punkte
«Ecco» war mal. Jetzt kocht Stefan Heilemann im «Widder». Er hat seine komplette Brigade an den Rennweg mitgebracht. Der unverwechselbare Heilemann-Stil: klassische Küche aus der Harald-Wohlfahrt-Schule, dazu Gerichte mit den verführerischen Aromen und Gewürzen Asiens. «Zurich’s next superstar» – und «Koch des Jahres»!

«Köchin des Jahres»
Michèle Meier, KKL Luzern, «Lucide», Luzern, 16 Punkte
Frau Meier? Die junge Chefin kennt man nicht einmal in Luzern besonders gut. Das wird sich ändern: Michèle Meier, ausgebildet von Nik Gygax, ist GaultMillaus «Köchin des Jahres». Sie holt mit viel Gefühl und einer gewissen Besessenheit das Beste aus ihren Produkten. Michèle Meiers spektakuläre Bühne: «Lucide» im KKL Luzern.

«Aufsteiger des Jahres in der Deutschschweiz I»
Markus Arnold, «Steinhalle», Bern, 17 Punkte

Er bewegt Bern – Markus Arnold ist ein Mann mit vielen Talenten: Spitzenkoch, Trendsetter, Unternehmer, Ausbildner. Die «Steinhalle» ist sein Revier und Ausgangspunkt für spannende kulinarische Reisen, mal nach Japan, mal nach Skandinavien. Gang für Gang ein Volltreffer. Arnold kriegt den 17. Punkt, den er vor neun Jahren im «Meridiano» schon mal hatte, zurück.

«Aufsteiger des Jahres in der Deutschschweiz II»
Sebastian Rösch, «Mesa», Zürich, 17 Punkte

Er arbeitet mit einer leistungswilligen Brigade. Und mit den besten Bauern im Land. Das zahlt sich aus: Sebastian Rösch steigt auf. Er beherrscht auch den kulinarischen Spagat: Eisbein vom Stanser Molkensäuli und geschmortes Onglet vom Malanser Weiderind. Oder ein brillanter Sechsgänger für Veganer – Zeitgeist nach Zürcher Art.

«Aufsteiger des Jahres in der Westschweiz»
Jérémy Desbraux, «Maison Wenger», Le Noirmont JU, 18 Punkte

Im Schnellzug auf dem Weg nach oben: Jérémy Desbraux, vorher die Nummer 2 von Franck Giovannini in Crissier, kocht im abgelegenen Le Noirmont auf verblüffend hohem Niveau. Der junge, immer etwas ernst dreinblickende Chef hat Talent und Wille, kennt die besten Produzenten der Region und leistet sich ein starkes Team.

«Entdeckung des Jahres in der Deutschschweiz I»
Dominik Hartmann, «Magdalena», Rickenbach SZ, 15 Punkte

Ein geschmortes Randensteak im Hauptgang? Dominik Hartmann findet das «megacool» und die Gäste nach kurzer Schockstarre ebenfalls. Hartmann kocht modern und fordernd. Nicht in einer grossen Stadt, sondern im beschaulichen Schwyzer Talkessel. Auch gut: Brüggli-Forellen, Pastorenstücke, «Magdi-Burger».

«Entdeckung des Jahres in der Deutschschweiz II»
Zineb Hattab, «Kle», Zürich, 14 Punkte

Spanierin mit marokkanischen Wurzeln, erst Software-Ingenieurin, dann Köchin. Und was für eine – Zineb «Zizi» Hattab ist der interessanteste Neuzugang in der Zürcher Restaurantszene. Ihre veganen Gerichte (mit einer exotischen Note) sind bereits Kult in der Stadt. Zizis Lehrmeister? Andreas Caminada, Massimo Bottura und Daniela Soto-Innes.

«Entdeckung des Jahres im Tessin»
Luca Bellanca, Palazzo Mantegazza, «Meta», Lugano TI, 15 Punkte

Seine Bühne: der imposante Palazzo Mantegazza in Lugano direkt am See. Sein Stil: «Med-Fusion». Der Sizilianer Luca Bellanca ist weit gereist und packt seine Erfahrungen ins Menü: Raviolo mit 5J-Pata-Negra. Branzino-Tatar & Ceviche aus Peru. Secreto vom Iberico-Schwein. Gemeinsamer Nenner: die perfekte Zubereitung.

«Entdeckung des Jahres in der Westschweiz»
Franck Pelux, Hotel Lausanne Palace, «La Table du Lausanne Palace», Lausanne, 16 Punkte

In Frankreich ist er ein TV-Star. Franck Pelux hat in der Sendung «Top Chef» begeistert. Jetzt folgt die nächste Challenge: Er übernimmt im «Lausanne Palace» die Nachfolge von Edgard Bovier, der (man mag es kaum glauben) in Rente ging. Der Yannick-Alléno-Schüler ist fulminant gestartet. Eine Entdeckung!

«Sommelier des Jahres»
Lisa Bader, «The Dolder Grand», «The Restaurant», Zürich, 19 Punkte

Die zwei schenken sich nichts: 19-Punkte-Chef Heiko Nieder und Sommelière Lisa Bader setzen sich zum Start jeder neuen Karte zusammen, verkosten, diskutieren, streiten und öffnen so lange neue Flaschen, bis die Kombination passt. Lisa stammt aus Deutschland – und hat sich enthusiastisch in die Schweizer Weinszene eingearbeitet.

«Patissier des Jahres»
Christophe Loeffel, «Le Pont de Brent», Brent VD, 18 Punkte

Die Chefs der leisen Töne: Im «Pont de Brent» ob Montreux hat Stéphane Décotterd mit bewundernswerter Konsequenz seine Karte umgeschrieben und zu 100 Prozent auf regionale Produkte ausgerichtet. Auch Patissier Christophe Loeffel ist ein Star. Auf Instagram und im Restaurant. Seine Bouchons vaudois sind Kult und passen zum Konzept.

«POP des Jahres»
Markus Arnold, «Easy Lunch» in der «Steinhalle», Bern

Ein Restaurant, zwei Konzepte, zwei Teams: Abends kocht Markus Arnold für neu 17 GaultMillau-Punkte, mittags ist «Easy Lunch» angesagt. Das kann man wörtlich nehmen. Nur ein paar wenige Gerichte auf der Karte, nur was Gäste wirklich mögen: «Steinhalle»-Burger mit Sesam, Ramen mit Schweinebauch. Der «POP-König» hat Erfolg damit.

«Gastgeber des Jahres»
Sergio Bassi, «Castello del Sole», «Locanda Barbarossa», Ascona TI, 18 Punkte

GaultMillau ehrt neu den «Gastgeber des Jahres». Weil die Profis an der Front mehr Aufmerksamkeit verdienen. Sergio Bassi ist die «Eminenz» im «Castello del Sole». Ein zurückhaltender, freundlicher Maître und genialer Sommelier. Und der beste Botschafter für Mattias Roocks aufregende 18-Punkte-Küche – ein Dream-Team.

«Hotel des Jahres»
«Grand Resort Bad Ragaz», Bad Ragaz SG, 18 Punkte & 18 Punkte

«Battle of the stars» im Grand Resort: Die jungen Chefs Sven Wassmer («Memories», rechts) und Silvio Germann («Igniv») kochen mit unterschiedlichen Konzepten, aber beide auf hohem 18-Punkte-Niveau – einmalig in der Schweiz. Einmalig ist auch der «Quellenhof»: für 45 Millionen renoviert, geführt von General Manager Marco R. Zanolari.

Nach Abschluss der obligatorischen Schule absolvierte Marti eine dreijährige Ausbildung zum Koch in der Schweiz. Militärdienst als Presse und Informationsoffizier, anschliessend fotografierte er international für Modezeitschriften. Seit 2020 als Chefredakteur für dasKomma tätig.

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Bäckereien finden keinen Nachwuchs: 5 Vorurteile, die jeder gegenüber Bäckerarbeit hat – und was Betriebe darauf antworten sollten

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Aramaz Digital GmbH

Bielefeld (ots)

 

Bäckereien gehören zu den Betrieben, die immer mehr Ausbildungsstellen anbieten, als sie tatsächlich besetzen können. Kein Wunder, denn noch immer muss das Bäckerhandwerk mit Vorurteilen kämpfen. Als Bäcker zu arbeiten, verbinden viele Menschen mit frühem Aufstehen und Mehl in der Lunge.

“Als Arbeitgeber sollte man sich vor allem gegen diese Vorurteile positionieren und den Beruf für Fachkräfte wieder attraktiv gestalten. Das Bäckerhandwerk hat vieles zu bieten – man muss es den jungen Talenten nur vermitteln”, erklärt Recruiting-Experte Eyüp Aramaz. Gerne verrät er in diesem Gastbeitrag fünf Vorurteile, die Bäckereien jetzt aus dem Weg schaffen sollten.

Vorurteile mit sinnvollen Argumenten entkräften

Wer Vorurteile und Klischees sinnvoll entkräften will, muss das, was er nach außen trägt, auch im eigenen Betrieb praktizieren, so Aramaz. Glaubwürdigkeit sei damit das A und O. Er legt Betrieben deshalb nahe, sich mit den Vorurteilen über den Bäckerberuf eingehend zu befassen und die Argumentation auf den eigenen Erfahrungswerten aufzubauen. Betriebe sollten sich zudem in den mit Vorurteilen behafteten Aspekten bemühen, Nachwuchskräften entgegenzukommen.

1. Vorurteil: Nachts arbeiten müssen

Gerade das Bäckerhandwerk ist für seine angeblichen Nachtschichten bekannt – schließlich will die Kundschaft am frühen Morgen frisches Brot kaufen. Das sorgt bei vielen potenziellen Bewerbern bereits für eine Abwehrhaltung. Tatsache ist jedoch, dass immer mehr Bäckereien den Trend weg von der Nachtschicht erkennen und sich darauf einstellen. Dies sollte auch so betont werden, um dem Vorurteil vorzubeugen, meint der Experte Eyüp Aramaz.

Auch als Bäcker sei es durchaus möglich, Beruf und Familie miteinander zu vereinbaren, da viele Betriebe inzwischen ergänzend die Arbeit tagsüber ermöglichen. Insbesondere Bäckereien, die neben einer Tagschicht Wünsche nach freien Wochenenden in der Schichtplanung berücksichtigen, rät er deshalb dazu, dies auch nach außen zu tragen.

2. Vorurteil: Schlechte Bezahlung

Gleichzeitig gilt der Bäckerberuf gemeinhin als schlecht bezahlt. Auch das stimmt längst nicht mehr, erklärt der Experte. Als Beispiel führt er Betriebe an, die eine Ausbildungsvergütung von über 1000 EUR zahlen. Darüber hinaus ist es in der Branche inzwischen üblich, neben der regulären Vergütung diverse Zusatzzahlungen zu leisten – dazu gehören etwa Job-Tickets, ein Job-Rad oder die finanzielle Unterstützung beim Erwerben des Führerscheins.

Diese Aufschläge ermöglichen es, schon während der Ausbildung in der Bäckerei wesentlich besser zu verdienen als die meisten Auszubildenden in vergleichbaren Handwerksberufen. Bäckereien können daher Ausbildungsstellen inzwischen sehr gut über das Gehalt vermarkten.

3. Vorurteil: Das Bäckerhandwerk besteht nur aus körperlich harter Arbeit

Von früh bis spät in der Backstube stehen – dieser Gedanke schürt auch das Vorurteil, der Bäckerberuf sei ein “Knochenjob”. Doch auch diesen Vorbehalt weist Recruiting-Experte Aramaz von der Hand. Dieses fußt vornehmlich auf der Vorstellung, die Hobby-Bäcker aus der Arbeit in der eigenen Küche mitbringen. Sie sind es gewohnt, sämtliche Schritte von Hand zu erledigen. Wie in allen Handwerksberufen halten Maschinen jedoch auch in Bäckereien Einzug. Sie werden aber nur eingesetzt, wenn es die menschliche Arbeit effektiv unterstützen kann. Denn Handarbeit wird dennoch großgeschrieben in der Backstube.

Dennoch betont Eyüp Aramaz, dass zahlreiche Schritte im Bäckerhandwerk nach wie vor per Hand erledigt werden müssen. Betrieben rät er, dies als Pluspunkt zu vermarkten – immerhin schätzen viele das Gefühl, etwas von Hand zu schaffen und sichtbare Resultate zu erzielen.

4. Vorurteil: Monotone Arbeit ohne Freude am Beruf

Zudem ist auch das Vorurteil veraltet, Bäcker würden den ganzen Tag lediglich monoton Teig kneten. Auch diesem Vorbehalt sollte vorgebeugt werden. Denn tatsächlich besteht die Arbeit in einer Bäckerei aus einer überraschenden Vielfalt an Aufgaben. Diese ermöglichen bereits während der Ausbildung, Verantwortung zu übernehmen, das Team sinnvoll zu unterstützen und Freude am Beruf zu haben.

5. Vorurteil: Fehlende Perspektiven

Auch im Bäckerhandwerk gibt es die Möglichkeit zur Weiterbildung. Diese gestaltet nicht nur den eigenen Alltag noch vielfältiger und erlaubt, die eigenen Fähigkeiten besser einzubringen – sie ermöglicht auch ein berufliches Wachstum in verschiedene Richtungen. Konkret nimmt Eyüp Aramaz dabei Bezug auf Studiengänge an einer Hochschule oder Bäckerfachschule, die das handwerkliche Können um betriebswirtschaftliche und administrative Fähigkeiten ergänzen. Diese erleichtern es Auszubildenden, im Bäckerhandwerk Fuß zu fassen und schlussendlich aufzusteigen oder sogar einen eigenen Betrieb zu übernehmen – von fehlenden Perspektiven kann also keinesfalls die Rede sein.

Die Devise lautet: Den Beruf richtig vermarkten

Bäckereien, die Vorurteile mit derartigen Argumenten entkräften können, sieht Recruiting-Experte Eyüp Aramaz als bestens aufgestellt für die Suche nach Nachwuchskräften. Dennoch sollte kein falsches Bild vom Bäckerberuf vermittelt werden. Stattdessen rät er dazu, die Härte im Beruf richtig zu verkaufen. So ermöglicht beispielsweise der selbst bei einer Tagschicht relativ frühe Schichtbeginn Auszubildenden eine bessere Work-Life-Balance, da sie früher von der Arbeit heimkommen als Beschäftigte in den meisten Handwerksberufen.

Über Eyüp Aramaz:

Eyüp Aramaz ist der Geschäftsführer des Unternehmens Aramaz Digital GmbH mit Hauptsitz in Bielefeld. Der Marketingexperte verhilft Unternehmen in der Bäckereibranche zu mehr Sichtbarkeit im Internet. Zu seinen Kunden zählen familiengeführte und mittelständische Bäckereien und Konditoreien. Für sie gewinnt er mit seinen speziellen digitalen Recruiting-Methoden neue Fachkräfte und qualifizierte Mitarbeiter. Seine Strategie besteht aus aufeinander aufbauenden Schritten, die sich eng an der individuellen Struktur der Unternehmen orientieren. Weitere Informationen unter: https://www.aramaz-digital.de/

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So smart, so einfach: Grillen wird digital. Grillfürst bringt den weltweit ersten digitalen Gasgrill auf den Markt

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Bad Aibling (ots)

 

Waren eben noch Funk-Thermometer das Gadget am Grill, wird’s jetzt im Garten noch smarter: Grillfürst, Deutschlands größter Grillfachhandel, bringt im Juni 2022 den weltweit ersten digitalen Gasgrill auf den Markt und unterstreicht damit seine Rolle als Innovationsführer.

Anspruchsvolles BBQ mit Spaßfaktor

Die Digitalisierung hat eindeutig die Grillgeräte in Gärten und auf den Balkonen erreicht. Der Markt bietet inzwischen eine Reihe an digitalen Gadgets, die das anspruchsvolle Grillen einfacher machen sollen. Grillfürst geht einen Schritt weiter: Mit dem G521E SMART bringt Deutschlands größter Grillfachhandel den weltweit ersten Gasgrill in Serienreife mit automatischer Gasregulierung und Brennersteuerung auf den Markt. “Die gewünschte Temperatur wird einfach über ein Touch-Display eingestellt und der Grillvorgang kann gestartet werden”, erklärt Joachim Weber, Geschäftsführer von Grillfürst. “Ist die Zieltemperatur erreicht und der Grillvorgang beendet, meldet der Grill das per Alarm. Die Bedienung ist wirklich einfach”, so Weber. Der High-Tech-Grill hält fünf verschiedene Grillmodi bereit, dazu eine Kerntemperaturbibliothek für den perfekten Garpunkt – um nur einige innovative Features zu nennen. “Wir sind in einer neuen Welt des komfortablen Grillens angekommen”, ist sich Joachim Weber sicher.

Willkommen in der Zukunft! Der G521E SMART ist das Must-have für alle Grill-Gourmets

Egal, ob Pulled Pork oder Roastbeef – langsames, indirektes Grillen liegt voll im Trend. Die richtige Temperatur sorgt dabei für perfekte Ergebnisse. Der Clou: Mit Hilfe der smarten Technik des neuen G521E SMART Gasgrills von Grillfürst zaubern auch Nicht-Profis saftig, leckeres Grillgut und aufwändigere Gerichte auf den Teller. Dafür einfach: Brenner zünden, Temperatur einstellen und entspannt zurücklehnen. Die Gäste werden von den leckeren und vielfältigen Mahlzeiten begeistert sein! Der G521E SMART Gasgrill kommt in sehr hochwertiger Edelstahl-Ausführung mit 5 Edelstahl-Stabbrennern, wahlweise Guss- oder Edelstahlrosten und extradicken 1,3 mm Edelstahl-Flammschutzblechen daher. Ein Sichtfenster im Deckel, Besteckhalter, Flaschenöffner, beleuchtete Drehregler, Garraum-Innenbeleuchtung und effektvolle Bodenbeleuchtung sorgen dafür, dass das weltweit einzigartige Gerät ein absolutes Must-have für alle Grill-Enthusiasten ist.

Durch einen in der Seitenablage verbauten Infrarotbrenner gelingen zudem bei über 800 Grad perfekte Brandings und köstliche Röstaromen. Platz ist im Unterschrank für eine Gasflasche von bis zu 11 Kilogramm. Der UVP liegt bei 1.299,00 Euro. Zur Markteinführung kann der smarte Grill ab 1. Juni 2022 zu einem Sonderpreis von 999,00 Euro vorbestellt werden. Die Auslieferung erfolgt dann ab Ende Juli. Damit steht der smarten Grillsaison nichts mehr im Wege.

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Internationaler Kindertag: Jedes 5. Kind in Deutschland geht hungrig zur Schule

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München (ots)

 

Zum Internationalen Kindertag am 1. Juni macht der Verein brotZeit darauf aufmerksam, dass in Deutschland jedes fünfte Kind ohne Frühstück zur Schule geht. Diese “traurige und seit Jahren konstante Zahl” hat zuletzt eine Sonderauswertung der Lesestudie IGLU erneut bestätigt. brotZeit e.V. versorgt täglich 12.500 Grund- und Förderschüler in ganz Deutschland mit einem kostenlosen und ausgewogenen Frühstück.

“Dieses weitgehend unbekannte und unterschätzte Problem hat große gesellschaftliche Auswirkungen”, betont Uschi Glas, Gründerin und Aufsichtsratsvorsitzende von brotZeit. Denn wer nichts gegessen habe, neige nicht nur zu Aggressionen, sondern könne sich auch nicht auf den Unterricht konzentrieren.

Hans-Jürgen Engler, Vorstandsvorsitzender von brotZeit, ergänzt: “Daher ist es so wichtig, diese Kinder zu unterstützen und damit einen essentiellen Beitrag zur Chancengerechtigkeit zu leisten.” Ein tägliches Frühstück gebe Kindern deutlich bessere Zukunftsperspektiven, weit über die Grundschulzeit hinaus.

Das brotZeit-Frühstücksangebot optimiere das Schulklima und die schulischen Leistungen deutlich: “Das bestätigen die Ergebnisse umfangreicher Schulleiterbefragungen”, sagt Engler. brotZeit ist derzeit an 288 Schulen in 15 verschiedenen Förderregionen mit seinem Frühstücksprojekt aktiv.

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Stefan Heilemann («Widder», Zürich) ist GaultMillaus «Koch des Jahres 2021»

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Ringier Axel Springer Schweiz AG

Es war der «Transfer des Jahres»: Im Frühling wechselte Stefan Heilemann vom «Atlantis by Giardino» in Zürich in die Innenstadt – der «Widder» ist sein neues Revier. Er brachte alle mit an den Zürcher Rennweg: seine elfköpfige Brigade, seine eingespielte und ausgetestete Karte, seine Lieferanten und Stammgäste. Heilemann performt an der neuen Adresse seit dem ersten Abend auf höchstem Niveau. Der «Heilemann-Style»: einerseits eine klassisch-französische Küche, aufgebaut auf dem Fundament seines weltberühmten Lehrmeisters Harald Wohlfahrt («Traube Tonbach», Baiersbronn), andererseits verblüffende, gut austarierte asiatische Elemente. GaultMillau-Chef Urs Heller: «Wir haben Stefan Heilemann schon seit Langem auf dem Radar. Jetzt ist die Zeit reif für den ganz grossen Titel: ‹Koch des Jahres 2021›!» Rating: 18 Punkte.

Michèle Meier ist «Köchin des Jahres»
Der GaultMillau zeichnet im Guide 2021 auch eine «Köchin des Jahres» aus: Michèle Meier vom Restaurant Lucide im KKL Luzern. Eine Überraschung für viele, wohl auch für die junge, stille Köchin selbst; Michèle ist selbst in Luzern noch wenig bekannt. Das wird sich ändern: Ihre leidenschaftliche Küche lohnt den Besuch, ehrt ihren leider vor ein paar Monaten verstorbenen Lehrmeister Nik Gygax und verdient mehr Scheinwerferlicht. Neues Rating: 16 Punkte. In der Innerschweiz gibt es noch eine zweite herausragende Köchin: Chatsorn Pratoomma, der heimliche Star im Bürgenstock Resort. Sie leitet mit freundlichem Lächeln und harter Hand die asiatische Brigade im Restaurant «Spices Kitchen & Terrace» und steigt ebenfalls hoch auf 16 Punkte. Bernadette «Lisi» Lisibach, «Köchin des Jahres 2015», legt in der «Neuen Blumenau» in Lömmenschwil SG einen bewundernswerten Steigerungslauf hin: neu 17 Punkte.

Der Klub der 19-Punkte-Chefs wird kleiner
Jetzt sind es nur noch sieben: Andreas Caminada (Fürstenau GR), Philippe Chevrier (Satigny GE), Franck Giovannini (Crissier VD), Tanja Grandits (Basel), Peter Knogl (Basel), Heiko Nieder (Zürich), Bernard & Guy Ravet (Vufflens-le-Château VD) haben ihr 19-Punkte-Spitzenrating souverän bestätigt und ihre Gäste auch in einem schwierigen Jahr begeistert. Und: Didier de Courten aus Sierre verabschiedet sich Ende Jahr von der Spitzengastronomie und entwickelt sein Brasseriekonzept neu. Der GaultMillau sagt «Merci, Didier!» und bedankt sich für 15 fantastische Jahre in der ersten Liga.

Desbraux, Arnold, Rösch: die drei «Aufsteiger des Jahres»
In der «Maison Wenger» im kleinen jurassischen Dorf Le Noirmont ist Jérémy Desbraux längst kein Geheimtipp mehr. Er zeigt, was er als «Vize» bei Franck Giovannini in Crissier gelernt hat, entwickelt seine eigene Handschrift und versteht es, auch an abgelegener Adresse ein hervorragendes Team um sich zu scharen. Neu 18 Punkte.  In Bern steigt Markus Arnold in die 17-Punkte-Liga auf. Dieses Rating hatte er schon mal, 2012 im «Meridiano» in Bern. Jetzt meldet er sich in der «Steinhalle» mit einer unbekümmert-jugendlichen, aber hervorragenden Küche zurück. Arnold kriegt noch eine zweite Auszeichnung: den Titel «GaultMillau POP des Jahres» für sein cooles «Easy Lunch»-Mittagskonzept. Aufsteiger in Zürich: Sebastian Rösch vom «Mesa» (neu 17 Punkte). Ein sehr begabter und zeitgemässer Chef, der auch die besonderen Herausforderungen der veganen Küche souverän annimmt.

Jugend kocht! – vier begeisternde «Entdeckungen des Jahres»
GaultMillau-Tester sind auch Talentscouts. In Rickenbach SZ war die Überraschung besonders gross: Ein junges Team um Dominik Hartmann («Magdalena») kocht modern und frech wie in einer grossen Stadt; das würde man im beschaulichen Schwyzer Talkessel nicht unbedingt erwarten. Rating: 15 Punkte. In Zürich haben die Freunde der veganen Küche einen neuen Liebling: Powerfrau und Caminada-Schülerin Zineb «Zizi» Hattab im Restaurant «Kle» (14 Punkte). Franck Pelux, in Frankreich dank der TV-Sendung «Top Chef» ein Star, ist im «Lausanne Palace» der Nachfolger von Legende Edgard Bovier und startet mit 16 Punkten. Unsere Entdeckung in Lugano: Der weit gereiste sizilianische Chef Luca Bellanca im Palazzo Mantegazza («Meta») erhält 15 Punkte für seine verblüffende Weltküche.

Neu: der Gastgeber des Jahres
Der GaultMillau ist und bleibt die «Bibel» der Chefs. Aber es werden auch andere ausgezeichnet, die zu einem grossen Abend im Restaurant beitragen. Der «Gastgeber des Jahres» beispielsweise. Dieser Titel wird erstmals vergeben und geht an einen Meister seines Fachs: Sergio Bassi, eleganter Maître und leidenschaftlicher Sommelier im «Castello del Sole» in Ascona. «Sommelier des Jahres» ist Lisa Bader, die mit ihrem Chef Heiko Nieder im «Dolder Grand» in Zürich stundenlang nach dem bestmöglichen «Pairing» forscht und trotz ihres jugendlichen Alters über ein enormes Weinwissen verfügt. Den «Patissier des Jahres» haben wir bei Stéphane Décotterd im Restaurant Pont de Brent ob Montreux entdeckt: Christophe Loeffel. Ein Star im Restaurant, ein Star auf Instagram. Das «Grand Resort Bad Ragaz» mit seinen 18-Punkte-Chefs Silvio Germann und Sven Wassmer ist GaultMillaus «Hotel des Jahres 2021».

830 Restaurants, 90 Hotels und die 150 besten Winzer
Covid-19 prägt das Jahr. Viele Restaurants leiden schwer, einige vermelden trotz allem volles Haus und Rekordergebnisse. Der GaultMillau will die Chefs auch in schwierigen Zeiten unterstützen. Deshalb war es nie eine Option, den Guide 2021 nicht herauszugeben. Das «gelbe Buch» in Zahlen: 830 Restaurants sind gelistet, 83 wurden neu entdeckt, 80 Köche kriegen einen Punkt mehr, 30 Köche geben einen ab. Wir stellen im Guide die 150 besten Schweizer Winzer vor und empfehlen 90 Hotels für Gourmets.

Köche, die der GaultMillau 2021 besonders auszeichnet:

«Koch des Jahres»
Stefan Heilemann, «Widder Hotel», «Widder Restaurant», Zürich, 18 Punkte
«Ecco» war mal. Jetzt kocht Stefan Heilemann im «Widder». Er hat seine komplette Brigade an den Rennweg mitgebracht. Der unverwechselbare Heilemann-Stil: klassische Küche aus der Harald-Wohlfahrt-Schule, dazu Gerichte mit den verführerischen Aromen und Gewürzen Asiens. «Zurich’s next superstar» – und «Koch des Jahres»!

«Köchin des Jahres»
Michèle Meier, KKL Luzern, «Lucide», Luzern, 16 Punkte
Frau Meier? Die junge Chefin kennt man nicht einmal in Luzern besonders gut. Das wird sich ändern: Michèle Meier, ausgebildet von Nik Gygax, ist GaultMillaus «Köchin des Jahres». Sie holt mit viel Gefühl und einer gewissen Besessenheit das Beste aus ihren Produkten. Michèle Meiers spektakuläre Bühne: «Lucide» im KKL Luzern.

«Aufsteiger des Jahres in der Deutschschweiz I»
Markus Arnold, «Steinhalle», Bern, 17 Punkte

Er bewegt Bern – Markus Arnold ist ein Mann mit vielen Talenten: Spitzenkoch, Trendsetter, Unternehmer, Ausbildner. Die «Steinhalle» ist sein Revier und Ausgangspunkt für spannende kulinarische Reisen, mal nach Japan, mal nach Skandinavien. Gang für Gang ein Volltreffer. Arnold kriegt den 17. Punkt, den er vor neun Jahren im «Meridiano» schon mal hatte, zurück.

«Aufsteiger des Jahres in der Deutschschweiz II»
Sebastian Rösch, «Mesa», Zürich, 17 Punkte

Er arbeitet mit einer leistungswilligen Brigade. Und mit den besten Bauern im Land. Das zahlt sich aus: Sebastian Rösch steigt auf. Er beherrscht auch den kulinarischen Spagat: Eisbein vom Stanser Molkensäuli und geschmortes Onglet vom Malanser Weiderind. Oder ein brillanter Sechsgänger für Veganer – Zeitgeist nach Zürcher Art.

«Aufsteiger des Jahres in der Westschweiz»
Jérémy Desbraux, «Maison Wenger», Le Noirmont JU, 18 Punkte

Im Schnellzug auf dem Weg nach oben: Jérémy Desbraux, vorher die Nummer 2 von Franck Giovannini in Crissier, kocht im abgelegenen Le Noirmont auf verblüffend hohem Niveau. Der junge, immer etwas ernst dreinblickende Chef hat Talent und Wille, kennt die besten Produzenten der Region und leistet sich ein starkes Team.

«Entdeckung des Jahres in der Deutschschweiz I»
Dominik Hartmann, «Magdalena», Rickenbach SZ, 15 Punkte

Ein geschmortes Randensteak im Hauptgang? Dominik Hartmann findet das «megacool» und die Gäste nach kurzer Schockstarre ebenfalls. Hartmann kocht modern und fordernd. Nicht in einer grossen Stadt, sondern im beschaulichen Schwyzer Talkessel. Auch gut: Brüggli-Forellen, Pastorenstücke, «Magdi-Burger».

«Entdeckung des Jahres in der Deutschschweiz II»
Zineb Hattab, «Kle», Zürich, 14 Punkte

Spanierin mit marokkanischen Wurzeln, erst Software-Ingenieurin, dann Köchin. Und was für eine – Zineb «Zizi» Hattab ist der interessanteste Neuzugang in der Zürcher Restaurantszene. Ihre veganen Gerichte (mit einer exotischen Note) sind bereits Kult in der Stadt. Zizis Lehrmeister? Andreas Caminada, Massimo Bottura und Daniela Soto-Innes.

«Entdeckung des Jahres im Tessin»
Luca Bellanca, Palazzo Mantegazza, «Meta», Lugano TI, 15 Punkte

Seine Bühne: der imposante Palazzo Mantegazza in Lugano direkt am See. Sein Stil: «Med-Fusion». Der Sizilianer Luca Bellanca ist weit gereist und packt seine Erfahrungen ins Menü: Raviolo mit 5J-Pata-Negra. Branzino-Tatar & Ceviche aus Peru. Secreto vom Iberico-Schwein. Gemeinsamer Nenner: die perfekte Zubereitung.

«Entdeckung des Jahres in der Westschweiz»
Franck Pelux, Hotel Lausanne Palace, «La Table du Lausanne Palace», Lausanne, 16 Punkte

In Frankreich ist er ein TV-Star. Franck Pelux hat in der Sendung «Top Chef» begeistert. Jetzt folgt die nächste Challenge: Er übernimmt im «Lausanne Palace» die Nachfolge von Edgard Bovier, der (man mag es kaum glauben) in Rente ging. Der Yannick-Alléno-Schüler ist fulminant gestartet. Eine Entdeckung!

«Sommelier des Jahres»
Lisa Bader, «The Dolder Grand», «The Restaurant», Zürich, 19 Punkte

Die zwei schenken sich nichts: 19-Punkte-Chef Heiko Nieder und Sommelière Lisa Bader setzen sich zum Start jeder neuen Karte zusammen, verkosten, diskutieren, streiten und öffnen so lange neue Flaschen, bis die Kombination passt. Lisa stammt aus Deutschland – und hat sich enthusiastisch in die Schweizer Weinszene eingearbeitet.

«Patissier des Jahres»
Christophe Loeffel, «Le Pont de Brent», Brent VD, 18 Punkte

Die Chefs der leisen Töne: Im «Pont de Brent» ob Montreux hat Stéphane Décotterd mit bewundernswerter Konsequenz seine Karte umgeschrieben und zu 100 Prozent auf regionale Produkte ausgerichtet. Auch Patissier Christophe Loeffel ist ein Star. Auf Instagram und im Restaurant. Seine Bouchons vaudois sind Kult und passen zum Konzept.

«POP des Jahres»
Markus Arnold, «Easy Lunch» in der «Steinhalle», Bern

Ein Restaurant, zwei Konzepte, zwei Teams: Abends kocht Markus Arnold für neu 17 GaultMillau-Punkte, mittags ist «Easy Lunch» angesagt. Das kann man wörtlich nehmen. Nur ein paar wenige Gerichte auf der Karte, nur was Gäste wirklich mögen: «Steinhalle»-Burger mit Sesam, Ramen mit Schweinebauch. Der «POP-König» hat Erfolg damit.

«Gastgeber des Jahres»
Sergio Bassi, «Castello del Sole», «Locanda Barbarossa», Ascona TI, 18 Punkte

GaultMillau ehrt neu den «Gastgeber des Jahres». Weil die Profis an der Front mehr Aufmerksamkeit verdienen. Sergio Bassi ist die «Eminenz» im «Castello del Sole». Ein zurückhaltender, freundlicher Maître und genialer Sommelier. Und der beste Botschafter für Mattias Roocks aufregende 18-Punkte-Küche – ein Dream-Team.

«Hotel des Jahres»
«Grand Resort Bad Ragaz», Bad Ragaz SG, 18 Punkte & 18 Punkte

«Battle of the stars» im Grand Resort: Die jungen Chefs Sven Wassmer («Memories», rechts) und Silvio Germann («Igniv») kochen mit unterschiedlichen Konzepten, aber beide auf hohem 18-Punkte-Niveau – einmalig in der Schweiz. Einmalig ist auch der «Quellenhof»: für 45 Millionen renoviert, geführt von General Manager Marco R. Zanolari.

Nach Abschluss der obligatorischen Schule absolvierte Marti eine dreijährige Ausbildung zum Koch in der Schweiz. Militärdienst als Presse und Informationsoffizier, anschliessend fotografierte er international für Modezeitschriften. Seit 2020 als Chefredakteur für dasKomma tätig.

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Food

Bäckereien finden keinen Nachwuchs: 5 Vorurteile, die jeder gegenüber Bäckerarbeit hat – und was Betriebe darauf antworten sollten

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Aramaz Digital GmbH

Bielefeld (ots)

 

Bäckereien gehören zu den Betrieben, die immer mehr Ausbildungsstellen anbieten, als sie tatsächlich besetzen können. Kein Wunder, denn noch immer muss das Bäckerhandwerk mit Vorurteilen kämpfen. Als Bäcker zu arbeiten, verbinden viele Menschen mit frühem Aufstehen und Mehl in der Lunge.

“Als Arbeitgeber sollte man sich vor allem gegen diese Vorurteile positionieren und den Beruf für Fachkräfte wieder attraktiv gestalten. Das Bäckerhandwerk hat vieles zu bieten – man muss es den jungen Talenten nur vermitteln”, erklärt Recruiting-Experte Eyüp Aramaz. Gerne verrät er in diesem Gastbeitrag fünf Vorurteile, die Bäckereien jetzt aus dem Weg schaffen sollten.

Vorurteile mit sinnvollen Argumenten entkräften

Wer Vorurteile und Klischees sinnvoll entkräften will, muss das, was er nach außen trägt, auch im eigenen Betrieb praktizieren, so Aramaz. Glaubwürdigkeit sei damit das A und O. Er legt Betrieben deshalb nahe, sich mit den Vorurteilen über den Bäckerberuf eingehend zu befassen und die Argumentation auf den eigenen Erfahrungswerten aufzubauen. Betriebe sollten sich zudem in den mit Vorurteilen behafteten Aspekten bemühen, Nachwuchskräften entgegenzukommen.

1. Vorurteil: Nachts arbeiten müssen

Gerade das Bäckerhandwerk ist für seine angeblichen Nachtschichten bekannt – schließlich will die Kundschaft am frühen Morgen frisches Brot kaufen. Das sorgt bei vielen potenziellen Bewerbern bereits für eine Abwehrhaltung. Tatsache ist jedoch, dass immer mehr Bäckereien den Trend weg von der Nachtschicht erkennen und sich darauf einstellen. Dies sollte auch so betont werden, um dem Vorurteil vorzubeugen, meint der Experte Eyüp Aramaz.

Auch als Bäcker sei es durchaus möglich, Beruf und Familie miteinander zu vereinbaren, da viele Betriebe inzwischen ergänzend die Arbeit tagsüber ermöglichen. Insbesondere Bäckereien, die neben einer Tagschicht Wünsche nach freien Wochenenden in der Schichtplanung berücksichtigen, rät er deshalb dazu, dies auch nach außen zu tragen.

2. Vorurteil: Schlechte Bezahlung

Gleichzeitig gilt der Bäckerberuf gemeinhin als schlecht bezahlt. Auch das stimmt längst nicht mehr, erklärt der Experte. Als Beispiel führt er Betriebe an, die eine Ausbildungsvergütung von über 1000 EUR zahlen. Darüber hinaus ist es in der Branche inzwischen üblich, neben der regulären Vergütung diverse Zusatzzahlungen zu leisten – dazu gehören etwa Job-Tickets, ein Job-Rad oder die finanzielle Unterstützung beim Erwerben des Führerscheins.

Diese Aufschläge ermöglichen es, schon während der Ausbildung in der Bäckerei wesentlich besser zu verdienen als die meisten Auszubildenden in vergleichbaren Handwerksberufen. Bäckereien können daher Ausbildungsstellen inzwischen sehr gut über das Gehalt vermarkten.

3. Vorurteil: Das Bäckerhandwerk besteht nur aus körperlich harter Arbeit

Von früh bis spät in der Backstube stehen – dieser Gedanke schürt auch das Vorurteil, der Bäckerberuf sei ein “Knochenjob”. Doch auch diesen Vorbehalt weist Recruiting-Experte Aramaz von der Hand. Dieses fußt vornehmlich auf der Vorstellung, die Hobby-Bäcker aus der Arbeit in der eigenen Küche mitbringen. Sie sind es gewohnt, sämtliche Schritte von Hand zu erledigen. Wie in allen Handwerksberufen halten Maschinen jedoch auch in Bäckereien Einzug. Sie werden aber nur eingesetzt, wenn es die menschliche Arbeit effektiv unterstützen kann. Denn Handarbeit wird dennoch großgeschrieben in der Backstube.

Dennoch betont Eyüp Aramaz, dass zahlreiche Schritte im Bäckerhandwerk nach wie vor per Hand erledigt werden müssen. Betrieben rät er, dies als Pluspunkt zu vermarkten – immerhin schätzen viele das Gefühl, etwas von Hand zu schaffen und sichtbare Resultate zu erzielen.

4. Vorurteil: Monotone Arbeit ohne Freude am Beruf

Zudem ist auch das Vorurteil veraltet, Bäcker würden den ganzen Tag lediglich monoton Teig kneten. Auch diesem Vorbehalt sollte vorgebeugt werden. Denn tatsächlich besteht die Arbeit in einer Bäckerei aus einer überraschenden Vielfalt an Aufgaben. Diese ermöglichen bereits während der Ausbildung, Verantwortung zu übernehmen, das Team sinnvoll zu unterstützen und Freude am Beruf zu haben.

5. Vorurteil: Fehlende Perspektiven

Auch im Bäckerhandwerk gibt es die Möglichkeit zur Weiterbildung. Diese gestaltet nicht nur den eigenen Alltag noch vielfältiger und erlaubt, die eigenen Fähigkeiten besser einzubringen – sie ermöglicht auch ein berufliches Wachstum in verschiedene Richtungen. Konkret nimmt Eyüp Aramaz dabei Bezug auf Studiengänge an einer Hochschule oder Bäckerfachschule, die das handwerkliche Können um betriebswirtschaftliche und administrative Fähigkeiten ergänzen. Diese erleichtern es Auszubildenden, im Bäckerhandwerk Fuß zu fassen und schlussendlich aufzusteigen oder sogar einen eigenen Betrieb zu übernehmen – von fehlenden Perspektiven kann also keinesfalls die Rede sein.

Die Devise lautet: Den Beruf richtig vermarkten

Bäckereien, die Vorurteile mit derartigen Argumenten entkräften können, sieht Recruiting-Experte Eyüp Aramaz als bestens aufgestellt für die Suche nach Nachwuchskräften. Dennoch sollte kein falsches Bild vom Bäckerberuf vermittelt werden. Stattdessen rät er dazu, die Härte im Beruf richtig zu verkaufen. So ermöglicht beispielsweise der selbst bei einer Tagschicht relativ frühe Schichtbeginn Auszubildenden eine bessere Work-Life-Balance, da sie früher von der Arbeit heimkommen als Beschäftigte in den meisten Handwerksberufen.

Über Eyüp Aramaz:

Eyüp Aramaz ist der Geschäftsführer des Unternehmens Aramaz Digital GmbH mit Hauptsitz in Bielefeld. Der Marketingexperte verhilft Unternehmen in der Bäckereibranche zu mehr Sichtbarkeit im Internet. Zu seinen Kunden zählen familiengeführte und mittelständische Bäckereien und Konditoreien. Für sie gewinnt er mit seinen speziellen digitalen Recruiting-Methoden neue Fachkräfte und qualifizierte Mitarbeiter. Seine Strategie besteht aus aufeinander aufbauenden Schritten, die sich eng an der individuellen Struktur der Unternehmen orientieren. Weitere Informationen unter: https://www.aramaz-digital.de/

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So smart, so einfach: Grillen wird digital. Grillfürst bringt den weltweit ersten digitalen Gasgrill auf den Markt

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Bad Aibling (ots)

 

Waren eben noch Funk-Thermometer das Gadget am Grill, wird’s jetzt im Garten noch smarter: Grillfürst, Deutschlands größter Grillfachhandel, bringt im Juni 2022 den weltweit ersten digitalen Gasgrill auf den Markt und unterstreicht damit seine Rolle als Innovationsführer.

Anspruchsvolles BBQ mit Spaßfaktor

Die Digitalisierung hat eindeutig die Grillgeräte in Gärten und auf den Balkonen erreicht. Der Markt bietet inzwischen eine Reihe an digitalen Gadgets, die das anspruchsvolle Grillen einfacher machen sollen. Grillfürst geht einen Schritt weiter: Mit dem G521E SMART bringt Deutschlands größter Grillfachhandel den weltweit ersten Gasgrill in Serienreife mit automatischer Gasregulierung und Brennersteuerung auf den Markt. “Die gewünschte Temperatur wird einfach über ein Touch-Display eingestellt und der Grillvorgang kann gestartet werden”, erklärt Joachim Weber, Geschäftsführer von Grillfürst. “Ist die Zieltemperatur erreicht und der Grillvorgang beendet, meldet der Grill das per Alarm. Die Bedienung ist wirklich einfach”, so Weber. Der High-Tech-Grill hält fünf verschiedene Grillmodi bereit, dazu eine Kerntemperaturbibliothek für den perfekten Garpunkt – um nur einige innovative Features zu nennen. “Wir sind in einer neuen Welt des komfortablen Grillens angekommen”, ist sich Joachim Weber sicher.

Willkommen in der Zukunft! Der G521E SMART ist das Must-have für alle Grill-Gourmets

Egal, ob Pulled Pork oder Roastbeef – langsames, indirektes Grillen liegt voll im Trend. Die richtige Temperatur sorgt dabei für perfekte Ergebnisse. Der Clou: Mit Hilfe der smarten Technik des neuen G521E SMART Gasgrills von Grillfürst zaubern auch Nicht-Profis saftig, leckeres Grillgut und aufwändigere Gerichte auf den Teller. Dafür einfach: Brenner zünden, Temperatur einstellen und entspannt zurücklehnen. Die Gäste werden von den leckeren und vielfältigen Mahlzeiten begeistert sein! Der G521E SMART Gasgrill kommt in sehr hochwertiger Edelstahl-Ausführung mit 5 Edelstahl-Stabbrennern, wahlweise Guss- oder Edelstahlrosten und extradicken 1,3 mm Edelstahl-Flammschutzblechen daher. Ein Sichtfenster im Deckel, Besteckhalter, Flaschenöffner, beleuchtete Drehregler, Garraum-Innenbeleuchtung und effektvolle Bodenbeleuchtung sorgen dafür, dass das weltweit einzigartige Gerät ein absolutes Must-have für alle Grill-Enthusiasten ist.

Durch einen in der Seitenablage verbauten Infrarotbrenner gelingen zudem bei über 800 Grad perfekte Brandings und köstliche Röstaromen. Platz ist im Unterschrank für eine Gasflasche von bis zu 11 Kilogramm. Der UVP liegt bei 1.299,00 Euro. Zur Markteinführung kann der smarte Grill ab 1. Juni 2022 zu einem Sonderpreis von 999,00 Euro vorbestellt werden. Die Auslieferung erfolgt dann ab Ende Juli. Damit steht der smarten Grillsaison nichts mehr im Wege.

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Food

Internationaler Kindertag: Jedes 5. Kind in Deutschland geht hungrig zur Schule

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München (ots)

 

Zum Internationalen Kindertag am 1. Juni macht der Verein brotZeit darauf aufmerksam, dass in Deutschland jedes fünfte Kind ohne Frühstück zur Schule geht. Diese “traurige und seit Jahren konstante Zahl” hat zuletzt eine Sonderauswertung der Lesestudie IGLU erneut bestätigt. brotZeit e.V. versorgt täglich 12.500 Grund- und Förderschüler in ganz Deutschland mit einem kostenlosen und ausgewogenen Frühstück.

“Dieses weitgehend unbekannte und unterschätzte Problem hat große gesellschaftliche Auswirkungen”, betont Uschi Glas, Gründerin und Aufsichtsratsvorsitzende von brotZeit. Denn wer nichts gegessen habe, neige nicht nur zu Aggressionen, sondern könne sich auch nicht auf den Unterricht konzentrieren.

Hans-Jürgen Engler, Vorstandsvorsitzender von brotZeit, ergänzt: “Daher ist es so wichtig, diese Kinder zu unterstützen und damit einen essentiellen Beitrag zur Chancengerechtigkeit zu leisten.” Ein tägliches Frühstück gebe Kindern deutlich bessere Zukunftsperspektiven, weit über die Grundschulzeit hinaus.

Das brotZeit-Frühstücksangebot optimiere das Schulklima und die schulischen Leistungen deutlich: “Das bestätigen die Ergebnisse umfangreicher Schulleiterbefragungen”, sagt Engler. brotZeit ist derzeit an 288 Schulen in 15 verschiedenen Förderregionen mit seinem Frühstücksprojekt aktiv.

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